Eine Auszeit vom Alltag im Kinderhotel Oberjoch

Wir sind vom Kinderhotel Oberjoch eingeladen worden, dennoch findet ihr hier meine ehrliche und persönliche Meinung.

Kinderhotel Oberjoch

Um eins vorweg zu nehmen. Bevor wir in das Kinderhotel Oberjoch aufgebrochen sind, haben wir die unzähligen Rezensionen gelesen. Das mache ich immer so. Unter den Hunderten guten gab es aber auch schlechte. Unter anderem, weil es zu laut sei…. Im Ernst jetzt???

Wenn ich doch in ein Kinderhotel fahre, muss ich damit rechnen, dass nicht alle Kinder von Ihren Eltern mit einem Tablett am Platz ruhig gehalten werden. In den Tagen, in denen wir da waren, hat man natürlich Kinder gehört. Das gehört auch dazu!!!

Es war jedoch überhaupt kein Problem, ein ruhiges Plätzchen zu finden. Diese OASEN der Ruhe gab es im ganzen Hotel. Ob das Adultium welches nur den Erwachsenen vorbehalten ist, oder der Poolbereich direkt nach dem Abendessen oder die Saunen an Vormittag. Wenn man alleine sein wollte um etwas Kraft zu tanken und zu entspannen, so fand man immer problemlos ein ruhiges Plätzchen.

 

Kinderhotel Oberjoch, Auszeit, Entspannen, Alltag

 

Anreise

Immer wenn wir in Richtung Berge fahren ist es fast wie nach Hause kommen. Als die Berge vor uns immer höher wurden quietschen 3 Personen in unserem Auto und die älteste davon, ICH, war am lautesten. Ich glaube in dem Moment dachte mein Mann nur, „oh Gott, die Alte kenne ich nicht!“  😆

Es wurde immer schöner und man sah immer mehr Skipisten und Skifahrer und plötzlich waren wir da. Wir sind in Oberjoch angekommen und parkten mitten vor dem Eingang. Als meine Kinder die Pilze in der Eingangshalle entdeckten waren sie verschwunden. So konnte ich in Ruhe einchecken und mein Mann unser Gepäck ausladen.

 

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Ich habe ein bisschen den Service vermisst, dass man uns nicht auf unser Zimmer gebracht hat. In den anderen Kinderhotels, die wir bisher besucht hatten, war das mit einer kleinen Führung durch das Haus verbunden und man hatte gleich eine gute Orientierung wo was zu finden ist. Wir haben unser Zimmer natürlich auch alleine gefunden, wir sind ja nicht doof. 😉

Unser Zimmer war perfekt. Ein Schlafzimmer mit gemütlicher Sofaecke, ein separates Kinderschlafzimmer, ein Balkon mit toller Aussicht auf die umliegenden Berge, ein Bad mit Dusche und Badewanne, ein begehbarer Kleiderschrank und ein separates WC. Perfekt eingerichtet und auf die Bedürfnisse von Eltern UND Kindern angepasst.

 

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Der Nachmittag im Kinderhotel Oberjoch

Die Kinder steuerten zielstrebig den Kinderclub an. Unglaublich, aber in jedem der Kinderhotels der Familie Mayer (Alpenrose, Dachsteinkönig und Oberjoch) wollen meine Kinder nur im Kinderclub sein. Die Betreuer haben sofort einen guten Draht zu meinen Kindern und das ist insbesondere bei Christian nicht ganz einfach. Er ist deutlich schüchterner und zurückhaltender als seine Schwester.

Wir konnten also in Ruhe das Hotel erkunden und fanden auch gleich das Adultium, eine Oase der Ruhe. Mit einem Kaffee aus den min. 6 Kaffeemaschinen, die rund um die Uhr zugänglich sind, genossen wir die Stille und den Blick auf die Skipisten.

Und obwohl wir erst einige Stunden im Hotel waren, wollten die Kinder auch das Abendessen mit dem Kinderclub essen. Die Betreuer sind super auf die Laktoseintoleranz von Christian eingegangen und bei der RIESEN Auswahl an leckerem Essen, war es überhaupt kein Problem, dass mein Sohn frei wählen konnte.

 

Der erste Abend

Am Abend hätte es fast eine Katastrophe gegeben. Es gab unter anderem Côte de Beuf und mein Mann flippte förmlich aus, so lecker war das! Es schien so, als wollte er den Koch entführen, was auch mir entgegengekommen wäre, denn dann müsste ich NIE WIEDER kochen. Dann wäre aber den anderen Gästen der Genuss vorenthalten worden und das wollten wir dann doch nicht.

Ich genoss mein Zanderfilet und staunte nur so, was alles in diesen dünnen Mann an meiner Seite rein passte. Es war unheimlich gut. Über die gesamte Zeit war das Essen auf allerhöchsten Niveau. Ob beim Frühstück, beim Mittagessen, der Nachmittagsjause oder aber beim Abendessen. Es war immer eine sehr große Auswahl da, für jeden Geschmack etwas dabei und dabei von bester Qualität. Ich glaube wir haben schon lange nicht mehr SOOOOOO gut gegessen!

 

 

Nach dem Abendessen haben wir die Kinder abgeholt und sie nur mit einem Besuch des Schwimmbades überreden können uns zu begleiten. So kurz nach dem Abendessen hatten wir den Pool ganz für uns allein. Die Kinder vergnügten sich im Planschbereich und mit uns in die Nacht hinaus geschwommen. Das Highlight war aber das riesen Blubberbad (wie mein Sohn es liebevoll nannte) welches dank der hohen Temperatur perfekt für die Schwimmübungen meiner Kinder war.

Um etwa 22.30 lagen wir alle erledigt aber glücklich in unseren Betten.

 

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Samstag früh

Obwohl wir so spät im Bett waren, gingen um 6.30 die Äuglein meiner Tochter auf!

„Mama ich bin so aufgeregt!“
„Warum das denn?“

„Wir backen im Kinderclub heute Waffeln!“
„Ähm, ja, aber erst um 10 Uhr!“

Tja, so war die Nacht jedenfalls beendet und die Kinder voller Vorfreude auf einen Tag im Kinderclub. Muss man als Eltern da ein schlechtes Gewissen haben? Ich denke nicht. Dennoch haben wir mit den Kindern verabredet, dass sie nach dem Mittagessen die Zeit mit uns verbringen.

Da das Wetter sowieso nicht so toll war verbrachten wir die Zeit mit Schwimmen und Sauna. Das hat echt gut getan. So ein Kinderhotel ist definitiv nicht die billigste Art Urlaub mit Kindern zu machen. Aber dennoch die Entspannteste! Meine Kinder hatten Spaß und Action und in der Zeit hatte ich etwa 4-5 Stunden Zeit für mich! Um Abzuschalten, um zu entspannen, um den Kopf frei zu bekommen. Wie sehr ich das verlernt habe, merkte ich, als ich mich in der Sauna langweilte. Einfach so herum liegen und zu entspannen, im Alltag unmöglich. Keine Bewegung, keine Ablenkung, kein Kindergeplapper, kein Handy! Nur ich und meine Gedanken! Was ich früher so genossen habe, fiel mir jetzt unheimlich schwer. Um so großer war mein Entschluss, mir diese Art der Auszeit öfters zu gönnen, nämlich allein mit meinen Gedanken zu sein.

 

 

Mittags im Kinderhotel Oberjoch

Kurz vor dem Mittagessen trafen wir unsere Kinder (mit den Betreuern des Kinderclubs) am Eisbuffet an. Beide hatten so viel Spaß und wollten gar nicht weg, da zeigte sich wieder die Qualität der Kinderbetreuung, denn eigentlich habe ich damit gerechnet, dass zumindest Christian bei mir bleiben möchte, das war aber nicht so und er hüpfte vergnügt, mit einem Eis in der Hand zu seinen neuen Freunden.

Nach einem unheimlich tollen Mittagessen holten wir die zwei dennoch ab und verbrachten den Nachmittag im Pool, im Blubberbad und auf der Rutsche, bevor es zum Abendessen ging. Nach dem Abendessen gab es noch eine Après Ski Party für die Kinder, bei der Cataleya begeistert auf der Bühne mitmachte.

 

 

Sonntag

Abreisetag und schon nach dem Aufwachen war die Stimmung nicht mehr so toll. Wir alle waren traurig, dass es wieder nach Hause ging. Meine Kinder z.B. fragten gleich nach dem Aufstehen, ob wir noch 100.000 mal hier schlafen können. Oh ja, das würde auch genau meiner Vorstellung entsprechen. Selten war ich in letzter Zeit so entspannt. Das Kinderhotel Oberjoch ist für mich ein Ort, um mal den Alltag zu vergessen, wo man entspannen und sich auch mal langweilen kann (im positiven Sinne!!!), wo die Kinder glücklich lachend durch die Flure rennen und niemand schaut einen schief an (im Gegenteil), wo das Personal einen verwöhnt und dafür sorgt, dass man eine tolle Zeit hat, wo die Köche einen verwöhnen, bis man nicht mehr aufstehen kann und wo das leckerste Softeis ever aus der Wand kommt. 😉

 

Natürlich wollten die Kinder auch am Sonntag wieder in den Kinderclub und das durften sie auch. Während die zwei basteln und toben durften, haben wir in Ruhe gepackt. Etwas wehmütig räumten wir unser Zeug zusammen und brachten die Koffer ins Auto. Nach dem leckeren Mittagessen haben wir noch die Außenanlagen inspiziert, die Kinder durften Klettern, die Tiere beobachten und Schlitten fahren und dann, als wir nach Hause aufbrachen, kam die Sonne zum Vorschein. Ein winziger blauer Fleck zeigte sich am Himmel und ließ uns erahnen, welch wunderschöne Aussicht man bei Sonnenschein und klarem Himmel hat. Die haben wir aber hoffentlich beim nächsten Besuch im Kinderhotel Oberjoch.

Ich würde sofort wieder hinfahren!

 

 

 

Unsere Highlights

Das Highlight meines Sohnes (4): „Der Kinderklub und das Blubberbad!“

Das Highlight meiner Tochter (5): „Einfach Alles!!!“

Das Highlight meines Mannes: „Das Essen!“

Mein Highlight: Die Atmosphäre im Hotel und das Adultium.

 

 

Fazit

Im Kinderhotel Oberjoch gibt es alles was das Herz begehrt. Für Eltern und für die Kinder wird sehr viel geboten, so dass es durchaus möglich wäre die Zeit nur IM Hotel zu verbringen, wenn das Wetter nicht mitmacht. Die Umgebung rund um das Hotel ist allerdings ein Traum und so muss auch diese ausgiebig erkundet werden.

Im Oberjoch finden Eltern alles, was sie benötigen. Es gibt Bademäntel auch für die Kinder, Pflegeprodukte, ein Babyfon u.v.m.

Die Kinderbetreuung ist TOP! Das Hotel wunderschön! Das Personal super!

 

 

Übrigens ist das Kinderhotel Oberjoch eine tolle Adresse, wenn es um das Skifahren geht. Direkt gegenüber sind die Skipisten und der Skipass für die Ganze Familie bereits inklusive. Außerdem bietet das Kinderhotel Oberjoch Ski-Kurse für die kleinsten an, dazu kann euch aber Steffi von Cuchikind mehr erzählen, den die habe ich dort getroffen. Zu Ihrem Beitrag: KLICK

 

Unsere Bewertung

Ambiente: 09/10
Sauberkeit: 08/10
Essen: 09/10
Freundlichkeit: 09/10
Kinderbetreuung: 10/10
Umgebung: 10/10

 

 

Wer war schon da? Wie hat es euch gefallen?

Vielen Dank an das Kinderhotel Oberjoch und das ganze Team, das wir bei Ihnen zu Gast sein durften! Ich habe mit Absicht nicht jedes einzelne Detail beschrieben, gönnt euch diesen wundervollen Urlaub und entdeckt selbst das Hotel!

 

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