Reisen mit Kindern

Tallink Silja Erfahrungen mit Teenagern: 5 Schiffe im Familiencheck

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Die Überfahrten mit Tallink Silja Line fanden im Rahmen einer Kooperation statt. Dieser Beitrag enthält außerdem Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Meine Erfahrungen und meine Meinung bleiben davon unbeeinflusst.

Fünf verschiedene Schiffe, sechs Überfahrten und vier unterschiedliche Kabinen. Während unserer Reise durch Skandinavien und das Baltikum waren wir ziemlich oft mit Tallink Silja unterwegs. Mit dabei waren natürlich auch unsere Kinder, die mit 12 und 13 Jahren inzwischen aus dem klassischen Spielzimmeralter herausgewachsen sind.

Umso spannender war für uns die Frage, wie gut das Reisen mit Tallink Silja mit Teenagern funktioniert. Und nach fünf verschiedenen Schiffen kann ich schon mal verraten: Langweilig wurde uns an Bord definitiv nicht.

In diesem Artikel teile ich unsere Tallink Silja Erfahrungen mit dir, vergleiche die fünf Schiffe und unsere verschiedenen Kabinen und verrate dir natürlich auch, was uns besonders gut gefallen hat und was ich beim nächsten Mal anders machen würde.

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Tallink Silja Erfahrungen - Teenager an Bord der Silja Serenade

Was dich in diesem Artikel erwartet

Unsere Reise führte uns von Stockholm über Åland und Helsinki bis nach Tallinn und schließlich wieder zurück nach Stockholm. Statt zwischendurch immer wieder ins Flugzeug zu steigen, haben wir die einzelnen Reiseziele mit den Schiffen von Tallink Silja miteinander verbunden.

Dabei waren wir mit fünf verschiedenen Schiffen unterwegs und hatten auf den sechs Überfahrten die Gelegenheit, ganz unterschiedliche Seiten von Tallink Silja kennenzulernen. Von der einfachen Tagesüberfahrt ohne Kabine bis zur Minikreuzfahrt und der Übernachtung in einer Suite war tatsächlich alles dabei.

Mit der Silja Serenade nach Helsinki - Tallink Silja
RouteSchiffAbfahrtAnkunftUnsere Kabine
Stockholm → LångnäsBaltic Princess07:00 Uhr14:15 Uhrkeine Kabine
Mariehamn → HelsinkiSilja Serenade23:55 Uhr10:30 UhrStandard Sea View
Helsinki → StockholmSilja Symphony16:45 Uhr10:30 UhrMoomin Family Promenade View
Stockholm → HelsinkiSilja Symphonyca. 16:30 Uhr10:30 UhrMoomin Family Promenade View
Helsinki → TallinnVictoria I18:35 Uhr08:00 UhrSuite Sea View
Tallinn → StockholmBaltic Queen18:00 Uhr10:30 UhrHarri Family Sea View

Gerade diese Mischung fand ich im Nachhinein ziemlich spannend. Denn obwohl alle fünf Schiffe für uns zunächst den gleichen Zweck hatten, nämlich uns von A nach B zu bringen, waren unsere Erlebnisse an Bord teilweise erstaunlich unterschiedlich.

Was uns an den Überfahrten besonders gut gefallen hat, war die Freiheit an Bord. Unsere Kinder mussten nicht stundenlang auf einem Sitzplatz ausharren, sondern konnten sich bewegen und auch mal alleine losziehen. Mal waren wir gemeinsam unterwegs, mal hatte jeder seine eigenen Pläne und spätestens zum Essen haben wir uns wieder getroffen.

Mit 12 und 13 Jahren funktioniert das natürlich ganz anders als mit kleinen Kindern. Wir mussten nicht ständig gemeinsam von A nach B laufen und auch nicht überlegen, womit wir die beiden als Nächstes beschäftigen könnten.

Genau das hat die teilweise langen Überfahrten für uns unglaublich entspannt gemacht. Und dass es an Bord trotzdem einiges gab, das auch mit 12 und 13 noch interessant war, war für uns definitiv ein Pluspunkt.

Die Größe der Schiffe hat mich tatsächlich überrascht. Restaurants, Bars, Shops, Shows, Live Musik und auf der Silja Serenade und Silja Symphony sogar eine große Promenade. Da kommt an manchen Stellen schon ein bisschen Kreuzfahrtfeeling auf.

Trotzdem solltest du nicht mit der Erwartung einer klassischen Kreuzfahrt an Bord gehen. Tallink Silja bringt in erster Linie Menschen, Autos und Lkw von A nach B und genau das merkt man auch. Im Grande Buffet waren zum Beispiel eigene Tische für Lkw Fahrer reserviert und auch die Abläufe an Bord erinnern immer wieder daran, dass du auf einer Fähre unterwegs bist.

Für mich ist genau diese Mischung das Spannende. Die Schiffe waren unser Transportmittel zwischen den einzelnen Reisezielen und gleichzeitig ein Teil unserer Reise. Statt eine Überfahrt einfach nur hinter uns zu bringen, konnten wir essen gehen, eine Show anschauen, Live Musik hören oder einfach mit einem Getränk irgendwo sitzen und aufs Meer schauen.

Eine Kreuzfahrt war es für mich nicht. Aber definitiv sehr viel mehr als nur eine Fähre.

Baltic Queen von Tallink Silja Line

Auf vier der fünf Schiffe hatten wir eine Kabine und konnten dabei vier ziemlich unterschiedliche Kategorien ausprobieren. Vom einfachen Standard Sea View bis zur Suite war alles dabei. Und tatsächlich war die größte und luxuriöseste Kabine am Ende nicht automatisch unser Favorit als Familie.

Standard Sea View auf der Silja Serenade

Unsere kleinste Kabine hatten wir auf der Silja Serenade. Da unsere Fähre Åland erst um 23:55 Uhr verlassen hat und wir am nächsten Morgen bereits um 10:30 Uhr in Helsinki ankamen, brauchten wir für diese Überfahrt aber auch nicht mehr.

Für eine Nacht war das Platzangebot für uns vier vollkommen ausreichend. Das Bad war klein, aber zweckmäßig und auch unsere großen Koffer haben wir problemlos unterbekommen. Wir hatten uns für diese Nacht ganz bewusst ein kleines Nachtgepäck vorbereitet und konnten die großen Koffer deshalb direkt unter die Betten schieben. So mussten wir sie in der Kabine gar nicht erst öffnen.

Genau das würde ich dir bei einer solchen Überfahrt auch empfehlen. Zahnbürste, Schlafsachen und Kleidung für den nächsten Morgen ins Handgepäck und der Rest kann im Koffer bleiben. Mit vier geöffneten Koffern wäre es in der Kabine nämlich ziemlich schnell eng geworden.

Und dann war da natürlich noch der Meerblick. Morgens aufzuwachen, aus dem Fenster zu schauen und als Erstes die Ostsee zu sehen, hat schon etwas Besonderes. Genau deshalb würde ich auch für eine einzige Nacht immer wieder eine Kabine mit Meerblick wählen.

Eingang Standard Sea View Kabine auf der Silja Serenade von Tallink Silja
Standard Sea View Kabine Silja Serenade mit 4 Betten

Moomin Family Promenade View auf der Silja Symphony

Auf der Silja Symphony hatten wir deutlich mehr Platz. Unsere Moomin Family Promenade View war für vier Personen ausgelegt und auch für die drei Tage unserer Minikreuzfahrt groß genug. Gerade wenn du länger als nur eine Nacht an Bord bist, macht sich der zusätzliche Platz schnell bemerkbar.

Das Besondere an der Kabine ist der Blick auf die große Promenade im Inneren des Schiffes. Vom Fenster aus konnten wir direkt auf das Geschehen unter uns schauen. Fast ein bisschen wie ein Hotelzimmer mit Blick in ein Einkaufszentrum. Gerade für Kinder ist das ziemlich cool.

Auch die Minibar war bei unserer Kabinenkategorie inklusive. Insgesamt hat uns die Moomin Family Promenade View richtig gut gefallen und mit kleineren Kindern wäre sie vermutlich sogar meine erste Wahl.

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich persönlich trotzdem den Meerblick bevorzugen. Ich schaue morgens einfach lieber auf Wasser als auf die Promenade.

Suite Sea View auf der Victoria I

Auf der Victoria I wartete dann das komplette Gegenteil unserer kleinen Standardkabine auf uns. Wir hatten eine Suite Sea View und die war wirklich riesig. Vor allem meine Kinder waren beim Betreten der Kabine völlig begeistert.

Während mein Mann und ich ein richtiges Bett hatten, schliefen die beiden auf dem ausgeklappten Sofa. Das war für sie aber überhaupt kein Problem. Kleiner Minuspunkt: Das Sofa war bei unserer Ankunft noch nicht als Bett vorbereitet. Nach einer kurzen Nachfrage an der Information wurde das aber erledigt.

Die Suite lag ganz vorne im Schiff und genau das machte sie für mich besonders. Durch die großen Fenster hatten wir einen tollen Blick nach vorne aufs Meer und später auch auf das nächtliche Tallinn. Obwohl wir bereits am späten Abend in Tallinn anlegten, mussten wir das Schiff nicht direkt verlassen. Während Fahrzeuge und andere Passagiere von Bord gingen, konnten wir einfach in unserer Kabine bleiben und bis zum nächsten Morgen weiterschlafen.

Zur Suite gehörte außerdem eine gefüllte Minibar und auch eine Flasche Schiffs Champagner stand für uns bereit. Gerade für uns als Paar war das natürlich schön und ich könnte mir eine Minikreuzfahrt nur zu zweit in einer solchen Suite richtig gut vorstellen.

Ganz ruhig war unsere Nacht allerdings nicht. Auf der Victoria I fand an diesem Abend ein Electronic Festival statt und offenbar hatten sich auch einige andere Gäste eine Suite gebucht, allerdings weniger zum Schlafen. Bis tief in die Nacht wurde in einer der Nachbarkabinen gefeiert. Die bereitgelegten Ohrstöpsel hätte ich vielleicht doch benutzen sollen.

Harrt Family Sea View auf der Baltic Queen

Unsere letzte Kabine auf dieser Reise wurde am Ende tatsächlich zu meinem Favoriten für Familien mit älteren Kindern. Auf der Baltic Queen hatten wir eine Harrt Family Sea View und damit eigentlich nicht nur eine, sondern zwei Kabinen mit Verbindungstür.

Gerade mit 12 und 13 Jahren fand ich diese Lösung richtig gut. Die Kinder hatten ihren eigenen Bereich und wir unseren. Trotzdem mussten wir nur die Verbindungstür öffnen und schon waren wir wieder zusammen. Ein bisschen Privatsphäre für alle, ohne dass die Kinder irgendwo auf dem Schiff in einer separaten Kabine schlafen mussten.

Unsere Kabinen lagen auf Deck 5 und damit ziemlich weit unten im Schiff. Zum Einsteigen und späteren Ausschiffen war das super praktisch, weil wir keine langen Wege mit den Koffern hatten. Nachts hatte die Lage allerdings auch einen Nachteil. Als wir gegen 4 Uhr morgens noch einmal in Åland anlegten, wurde es ziemlich laut und meine Nacht war danach so gut wie vorbei.

Was uns mit zwei Teenagern außerdem wirklich gefehlt hat, war WLAN in der Kabine. Auf den anderen Schiffen hatten wir damit keine Probleme, auf Deck 5 der Baltic Queen hatten wir dagegen keinen Empfang. Zum Glück gab es an Bord einen eigenen Teens-Bereich mit WLAN, den meine beiden entsprechend gerne genutzt haben.

Trotz dieser beiden Punkte würde ich mit älteren Kindern genau diese Kabinenlösung wieder wählen. Zwei miteinander verbundene Kabinen waren für uns vier einfach richtig angenehm.

Essen an Bord: Grande Buffet, Happy Lobster und Special Breakfast

Essen spielt auf den Tallink Silja Schiffen eine ziemlich große Rolle. Das haben wir spätestens nach unserer ersten Runde durch die Restaurants gemerkt. Während unserer Reise haben wir verschiedene Angebote ausprobiert, vom Brunch im Happy Lobster über mehrere Besuche im Grande Buffet bis zum deutlich ruhigeren Special Breakfast.

Dabei gab es einiges, das uns richtig gut gefallen hat. Nach mehreren Überfahrten wussten wir aber auch, was wir beim nächsten Mal anders machen würden.

Happy-Lobster-Brunch auf der Baltic Princess

Unsere erste Überfahrt führte uns mit der Baltic Princess von Stockholm nach Åland und begann schon morgens um 7 Uhr. Statt vorher irgendwo zu frühstücken, hatten wir einen Brunch im Happy Lobster reserviert.

Die Auswahl hat uns richtig gut gefallen, war für unsere Kinder allerdings teilweise etwas ungewöhnlich. Gerade bei den Vorspeisen gab es einiges, das sie so nicht unbedingt gewählt hätten. Wenn deine Kinder offen dafür sind, Neues zu probieren, ist das aber eher ein Pluspunkt. Bei uns wurde jedenfalls einiges getestet.

Für mich war der Brunch ein richtig schöner Start in unsere erste Überfahrt. Wir konnten in Ruhe essen, während das Schiff Stockholm und später die Schären hinter sich ließ.

Unsere Erfahrungen mit dem Grande Buffet

Das Grande Buffet haben wir während unserer Reise gleich auf mehreren Schiffen ausprobiert. Auf der Silja Symphony waren wir dort zum Frühstück und Abendessen, später folgten das Abendessen auf der Victoria I und schließlich noch einmal auf der Baltic Queen.

Beim Abendessen ist die Auswahl wirklich riesig. Es gibt kalte und warme Speisen, Fisch, Fleisch, Beilagen, Salate und natürlich Desserts. Auch Softdrinks, Bier und Wein sind beim Abendessen inklusive und können selbst gezapft werden. Die festen Essenszeiten und die Tischzuordnung fand ich angenehm, denn zumindest die Suche nach einem freien Tisch entfällt dadurch.

Trotzdem kann es am Buffet ziemlich voll werden und daher habe ich dort auch nicht fotografiert. Besonders extrem haben wir das auf der Baltic Queen erlebt. Es waren viele Gruppen an Bord und zu Beginn herrschte am Buffet ein ziemliches Gedränge. Wir haben uns deshalb erst einmal Getränke geholt und fast eine halbe Stunde gewartet. Danach war es deutlich entspannter. Beim nächsten Mal würde ich es genauso machen und nicht direkt zum Buffet gehen, sobald der Essensslot beginnt.

Beim Frühstück empfand ich das Ganze etwas unruhiger. Hier gab es bei uns keine feste Tischzuordnung und entsprechend mehr Bewegung im Restaurant. An der Auswahl selbst gab es für uns aber nichts auszusetzen.

Grande Buffet auf der Silja Serenade

Warum wir bei einer Minikreuzfahrt nicht zweimal Buffet buchen würden

Nach mehreren Abendessen im Grande Buffet fiel uns allerdings auf, dass sich die Auswahl auf den verschiedenen Schiffen sehr ähnelt. Auf der Silja Symphony gab es am zweiten Abend unserer Minikreuzfahrt sogar genau das gleiche Angebot wie am Abend zuvor.

Das Essen war deshalb nicht schlechter und die Auswahl weiterhin groß. Trotzdem würde ich bei einer Minikreuzfahrt beim nächsten Mal nur an einem Abend das Grande Buffet reservieren und am zweiten Abend eines der anderen Restaurants an Bord ausprobieren. Dafür gibt es schließlich genügend Auswahl.

Auch auf der Victoria I und der Baltic Queen war vieles ähnlich zu dem, was wir zuvor auf der Silja Symphony gegessen hatten. Wenn du innerhalb kurzer Zeit mehrere Überfahrten mit Tallink Silja machst, würde ich deshalb bewusst zwischen Buffet und den anderen Restaurants wechseln. So kommt automatisch mehr Abwechslung rein.

Special Breakfast auf der Victoria I – unser Favorit

Mit unserer Suite auf der Victoria I konnten wir am nächsten Morgen das Special Breakfast im À la carte Restaurant genießen. Und das war tatsächlich mein Frühstücksfavorit auf der gesamten Reise.

Die Auswahl war deutlich kleiner als im Grande Buffet, uns hat aber nichts gefehlt. Dazu gab es frisch zubereitete Eierspeisen, Sekt für uns Erwachsene und sogar Kindersekt für die Kinder.

Der größte Unterschied war für mich allerdings die Atmosphäre. Es war viel ruhiger und entspannter als beim Frühstück im Grande Buffet. Kein Gedränge und keine Suche nach einem freien Tisch. Gerade nach unserer eher kurzen Nacht auf der Victoria I haben wir das sehr genossen.

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich das Special Breakfast deshalb jederzeit wieder nehmen. Nicht weil die Auswahl besser oder größer war, sondern weil ich lieber etwas weniger Auswahl habe und dafür ganz entspannt in den Tag starte.

Mit 12 und 13 Jahren sind viele klassische Kinderangebote nicht mehr ganz so spannend. Trotzdem gab es auf unseren Überfahrten einiges, womit meine beiden etwas anfangen konnten. Und manches, bei dem ich vorher nicht unbedingt gedacht hätte, dass sie noch mitmachen.

FriendSHIP – funktioniert das noch mit 12 und 13?

Das FriendSHIP Programm haben wir während unserer Minikreuzfahrt auf der Silja Symphony ausprobiert. Dazu gehörte unter anderem eine Schatzsuche, die wir tatsächlich alle vier gemeinsam gemacht haben.

Mit 13 war meine Tochter dafür vielleicht schon fast ein bisschen zu alt. Wirklich gestört hat sie das allerdings nicht, denn am Ende wartete schließlich eine Belohnung. Die Kinder konnten sich ein Eis oder ein Getränk im Kids Bereich holen und zusätzlich gehörten noch ein Geschenk vom Kapitän und 10 Euro Shopping Guthaben zu den Vorteilen ihres FriendSHIP Armbands.

Spätestens beim Shoppingguthaben waren dann auch meine Teenager überzeugt. Die 10 Euro wurden jedenfalls ziemlich problemlos auf den Kopf gehauen.

Außerdem konnten die Kinder mit ihrem FriendSHIP Armband gemeinsam mit einem zahlenden Erwachsenen den Spa Bereich kostenlos besuchen. Das haben wir natürlich ausprobiert und auch der Spa kam bei uns allen gut an.

Falls du bei „Spa“ jetzt allerdings an ein großes Schwimmbad denkst, muss ich dich enttäuschen. Einen großen Pool zum Schwimmen gab es nicht. Dafür gab es drei Whirlpools, einen kleinen Kinderbereich mit kleiner Rutsche und ein Dampfbad. Zusätzlich gab es jeweils eine Sauna im Bereich der Damen- und Herrenumkleiden.

Teens-Bereich auf der Baltic Queen

Einen richtigen Bereich speziell für ältere Kinder haben wir auf der Baltic Queen entdeckt. Und der kam bei meinen beiden ziemlich gut an.

Dort konnten sie zusammensitzen, Playstation spielen und vor allem das WLAN nutzen. Letzteres war für uns besonders praktisch, weil wir ausgerechnet in unserer Kabine auf Deck 5 keinen WLAN Empfang hatten.

Mit älteren Kindern fand ich einen solchen Bereich richtig angenehm. Sie hatten einen eigenen Treffpunkt an Bord und konnten auch mal ohne uns dort bleiben. Und wir wussten trotzdem, wo wir sie finden. Außerdem konnte dort Fußball gespielt werden und auch für kleinere Kinder gab es verschiedene Fahrzeuge und andere Spielmöglichkeiten.

Promenade, Shopping und WLAN

Sowohl die Silja Symphony als auch die Silja Serenade haben eine große Promenade im Inneren des Schiffes. Restaurants, Cafés und verschiedene Shops liegen direkt daran und irgendwie fühlt es sich ein bisschen so an, als würde man durch ein kleines Einkaufszentrum laufen. Auf der Silja Symphony konnten wir von unserer Moomin Family Promenade View sogar direkt auf das Geschehen unter uns schauen.

Gerade für unsere Kinder war die Promenade interessant. Shopping funktioniert mit Teenagern sowieso fast immer und unsere beiden waren gerne in den Shops unterwegs. Dass sie durch das FriendSHIP Armband zusätzlich 10 Euro Shopping Guthaben hatten, machte die Sache natürlich noch attraktiver.

Und dann wäre da noch das Thema WLAN. Das hat auf unseren Fahrten erstaunlich gut funktioniert und war auch in fast allen unseren Kabinen verfügbar. Gerade mit älteren Kindern ist das natürlich nicht ganz unwichtig. Die einzige Ausnahme war unsere Harrt Family Sea View auf Deck 5 der Baltic Queen. Dort hatten wir in der Kabine keinen WLAN-Empfang. Dafür gab es WLAN im Teens-Bereich und meine Kinder hatten damit ziemlich schnell eine Lösung gefunden.

Shows, Livemusik und sogar ein Electronic Festival

Dass an Bord so viel Unterhaltung geboten wird, hatte ich vor unserer Reise ehrlich gesagt nicht erwartet. Besonders viel haben wir davon während unserer Minikreuzfahrt mit der Silja Symphony mitbekommen.

Im Starlight haben wir gleich zwei verschiedene Shows gesehen und dazwischen spielte dort noch eine Live Band. Am zweiten Abend landeten wir außerdem in einem Pub, in dem ein Musiker mit seiner Gitarre bekannte Klassiker spielte. Überhaupt gab es auf den verschiedenen Schiffen immer wieder irgendwo Live Musik. Mal spielte ein Duo, mal ein einzelner Musiker.

Eine echte Überraschung wartete auf der Victoria I auf uns. Ausgerechnet auf unserer Überfahrt nach Tallinn fand an Bord ein Electronic Festival statt. Wir haben uns zwei verschiedene DJs angeschaut und vor allem meine Kinder fanden das natürlich ziemlich cool. Mein Sohn war vom Festival sogar deutlich begeisterter als von der klassischen Live Musik.

Auch auf der Baltic Queen war abends einiges los. Im Pub und in der Bar gab es Live Musik und selbst im Tax Free Bereich legte ein DJ auf.

Natürlich war nicht alles gleichermaßen interessant für unsere Kinder. Meine Tochter mochte die Shows, die Livemusik und das Electronic Festival, während mein Sohn vor allem mit dem Festival mehr anfangen konnte. Bei der Live Musik kannten beide viele der Lieder einfach nicht.

Langweilig wurde es uns abends jedenfalls nicht. Eher im Gegenteil. Manchmal wusste man gar nicht so recht, wo man als Nächstes hingehen sollte.

Fünf verschiedene Schiffe innerhalb einer Reise kennenzulernen, war natürlich perfekt, um Unterschiede zu entdecken. Dabei hat mich vor allem die Größe der Schiffe überrascht. Auch wenn es sich bei allen um Fähren handelt, sind die Dimensionen teilweise beachtlich.

Interessant fand ich auch, dass das Alter eines Schiffes für meinen persönlichen Eindruck gar nicht so entscheidend war. Die Silja Serenade und Silja Symphony sind die beiden ältesten der fünf Schiffe und gerade bei ihnen hat mir die große Promenade besonders gut gefallen.

Baltic Princess

Die Baltic Princess wurde 2008 gebaut, ist 212 Meter lang und bietet Platz für bis zu 2.800 Passagiere. Für uns war sie das einzige der fünf Schiffe, auf dem wir keine Kabine hatten.

Bei der Tagesüberfahrt von Stockholm nach Åland waren wir ohnehin nur einige Stunden an Bord. Einen Teil davon verbrachten wir beim Brunch im Happy Lobster und natürlich haben wir uns auch auf dem Schiff umgesehen.

Silja Serenade

Die Silja Serenade ist seit 1990 unterwegs, 203 Meter lang und für bis zu 2.800 Passagiere ausgelegt. Eine Besonderheit ist die 142 Meter lange Promenade im Inneren des Schiffes.

Da unsere Überfahrt von Åland nach Helsinki erst um 23:55 Uhr startete, haben wir von diesem Schiff deutlich weniger gesehen als von den anderen. Trotzdem konnten wir uns natürlich die Promenade anschauen und am nächsten Morgen den Blick auf die Ostsee aus unserer Standard Sea View genießen.

Silja Symphony

Die Silja Symphony wurde 1991 gebaut und ist damit fast genauso alt wie ihr Schwesterschiff Silja Serenade. Auch sie ist 203 Meter lang und besitzt die große Promenade im Inneren.

Auf keinem anderen Schiff haben wir so viel Zeit verbracht, denn mit der Symphony ging es für uns auf Minikreuzfahrt von Helsinki nach Stockholm (Affiliate-Link) und wieder zurück. Entsprechend viel konnten wir ausprobieren: Shows, Live Musik, Spa, FriendSHIP und natürlich die Promenade. Gerade für Familien hat mir die Silja Symphony richtig gut gefallen und auch die Orientierung fiel mir hier leichter als auf manchen anderen Schiffen.

Victoria I

Die Victoria I war mit knapp 193 Metern das kleinste unserer fünf Schiffe und bietet Platz für bis zu 2.500 Passagiere. Klein angefühlt hat sie sich für mich allerdings überhaupt nicht.

Bei uns wird sie wahrscheinlich sowieso aus zwei ganz anderen Gründen in Erinnerung bleiben. Wegen unserer riesigen Suite ganz vorne im Schiff und wegen des Electronic Festivals, mit dem wir bei dieser Überfahrt nun wirklich nicht gerechnet hatten.

Baltic Queen

Mit 212 Metern Länge und Platz für bis zu 2.800 Passagiere hat die Baltic Queen nahezu die gleichen Dimensionen wie die Baltic Princess. Sie wurde 2009 gebaut und war damit das jüngste der fünf Schiffe, mit denen wir unterwegs waren.

Für uns war sie gleichzeitig das letzte Tallink Silja Schiff dieser Reise und hatte mit der Harrt Family Sea View unsere Lieblingskabine für eine Reise mit älteren Kindern. Besonders gut gefiel meinen beiden außerdem der Bereich für Teenager. Die Orientierung fand ich hier dagegen etwas schwieriger als auf der Serenade und Symphony mit ihren großen Promenaden.

Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?

Nach sechs Überfahrten wissen wir inzwischen ziemlich gut, was wir bei einer nächsten Reise genauso und was wir vielleicht ein bisschen anders machen würden.

Vor allem bei der Wahl der Kabine würde ich inzwischen noch etwas genauer auf die Lage achten. Unsere Harrt Family Sea View auf Deck 5 war für uns als Familie zwar die beste Kabinenlösung, beim nächtlichen Zwischenstopp auf Åland wurde es dort allerdings ziemlich laut.

Dass bei so vielen Überfahrten auch mal eine Kleinigkeit nicht perfekt läuft, gehört für mich dazu. In unserer Suite war das Schlafsofa für die Kinder zunächst nicht vorbereitet. Das hat unsere Reise aber nicht wirklich beeinträchtigt.

Unterm Strich waren es genau solche Kleinigkeiten, aus denen wir für die nächste Reise etwas mitnehmen. Denn grundsätzlich hat das Reisen mit Tallink Silja für uns richtig gut funktioniert und ich würde das jederzeit wiederholen.

Blick auf Suomenlinna von der Silja Symphony von Tallink Silja Line.

Unsere Erfahrungen mit Check-in, Boarding und Ausschiffen

Der Check-in war auf unseren Fahrten wirklich unkompliziert. Wir haben dafür die Self Check-in Terminals am Hafen genutzt und hatten innerhalb weniger Minuten unsere Bordkarten, die auch gleichzeitig der Kabinenschlüssel waren, in der Hand. Dafür benötigt man nur die Reservierungsnummer und den Security Code. Auch in der Tallink Silja App hatten wir unsere gebuchten Reisen immer im Blick.

Besonders entspannt war das Boarding mit unserer Suite auf der Victoria I, denn damit durften wir früher an Bord. Gerade mit Gepäck war das angenehm, weil wir nicht mit allen anderen gleichzeitig aufs Schiff mussten.

Auch mit unserem Gepäck war das Reisen unkompliziert. Wir waren mit zwei großen Koffern und einem großen Rucksack unterwegs und konnten alles einfach mit an Bord nehmen. Gerade beim Inselhopping fand ich das angenehm, weil wir unser Gepäck nicht für jede einzelne Etappe neu aufgeben mussten.

Beim Ausschiffen haben wir schnell gemerkt, dass wir uns keinen Stress machen müssen. Wenn wir eine Kabine hatten, blieben wir nach der Ankunft meistens noch 15 bis 20 Minuten dort und warteten einfach, bis der erste große Andrang vorbei war. Danach konnten wir deutlich entspannter mit unseren Koffern von Bord gehen.

Etwas ungewöhnlich war für uns die Fahrt mit der Victoria I nach Tallinn. Das Schiff legte bereits am späten Abend in Tallinn an und Fahrzeuge sowie Passagiere, die direkt von Bord mussten, verließen das Schiff. Wir konnten dagegen in unserer Kabine bleiben, weiterschlafen und erst am nächsten Morgen von Bord gehen.

Insgesamt fand ich die Abläufe erstaunlich einfach. Gerade weil wir innerhalb kurzer Zeit so oft mit unterschiedlichen Schiffen unterwegs waren, hatte ich vorher mit deutlich mehr organisatorischem Aufwand gerechnet.

Nach fünf verschiedenen Schiffen und sechs Überfahrten haben sich bei uns ein paar Dinge herauskristallisiert, die ich bei einer nächsten Reise genauso machen oder von Anfang an anders planen würde.

Bereite für eine Nacht ein kleines Nachtgepäck vor. Gerade in einer Standardkabine spart das unglaublich viel Platz. Unsere großen Koffer konnten unter den Betten verschwinden und wir hatten trotzdem alles griffbereit, was wir für die Nacht und den nächsten Morgen brauchten.

Wähle mit älteren Kindern wenn möglich eine Familienkabine. Für uns war die Harrt Family Sea View mit zwei verbundenen Kabinen perfekt. Jeder hatte ein bisschen Privatsphäre und trotzdem waren wir direkt miteinander verbunden.

Probiere verschiedene Restaurants aus. Das Grande Buffet lohnt sich definitiv, bei mehreren Überfahrten hintereinander würde ich aber nicht jedes Mal dort essen. Dafür gibt es an Bord einfach zu viele Alternativen.

Stürme beim Essen nicht sofort ans Buffet. Gerade zu Beginn kann es ziemlich voll werden. Wir haben auf der Baltic Queen erst einmal etwas getrunken und gewartet. Eine halbe Stunde später sah die Sache schon ganz anders aus.

Nutze die Tallink Silja App. Wir hatten dort unsere Reisen im Blick und mussten uns eigentlich nie groß Gedanken über den Ablauf machen.

Plane nicht jede Minute an Bord. Gerade mit älteren Kindern fanden wir es angenehm, dass nicht immer alle vier dasselbe machen mussten. Die Kinder konnten auch mal alleine losziehen und wir haben uns später einfach wieder getroffen.

Und vielleicht der wichtigste Tipp: Sieh die Überfahrt nicht nur als notwendige Fahrt von A nach B. Nimm dir Zeit für das Schiff. Gerade auf den längeren Strecken gibt es genug zu entdecken und ehe du dich versiehst, ist der nächste Hafen schon erreicht.

Silja Serenade von Silja Line

Vor unserer Reise waren die Fähren für mich vor allem eine praktische Möglichkeit, unsere verschiedenen Reiseziele miteinander zu verbinden. Rückblickend waren sie aber viel mehr als das, denn jede einzelne Überfahrt wurde selbst zu einem Teil unserer Reise.

Dabei könnte ich nicht einmal sagen, welches der fünf Schiffe mir insgesamt am besten gefallen hat. Jedes war ein bisschen anders und auf jedem gab es Dinge, die uns besonders gut gefallen haben. Mal war es die Kabine, mal das Entertainment und mal einfach der Blick aufs Meer am nächsten Morgen.

Auch mit unseren 12 und 13 Jahre alten Kindern hat diese Art zu reisen richtig gut funktioniert. Jeder konnte an Bord auch mal das machen, worauf er gerade Lust hatte und trotzdem waren wir als Familie gemeinsam unterwegs.

Eine Kreuzfahrt ersetzen die Überfahrten für mich nicht und das müssen sie auch gar nicht. Tallink Silja hat uns von Stockholm über Åland und Helsinki bis nach Tallinn und wieder zurück nach Stockholm gebracht. Und aus dem Weg von A nach B wurde dabei jedes Mal ein kleines Reiseerlebnis.

Würde ich wieder mit Tallink Silja reisen? Auf jeden Fall.

Für uns hat das Reisen mit Tallink Silja mit 12 und 13 Jahre alten Kindern richtig gut funktioniert. Gerade auf längeren Überfahrten fand ich es angenehm, dass sich die Kinder frei bewegen und auch mal alleine losziehen konnten. Dazu kamen Shopping, WLAN, Entertainment und auf manchen Schiffen spezielle Bereiche oder Angebote für Kinder und Teenager.

Unser Favorit war die Harrt Family Sea View auf der Baltic Queen. Sie besteht aus zwei Kabinen mit Verbindungstür und bietet damit gerade mit älteren Kindern deutlich mehr Privatsphäre. Wenn deine Kinder noch kleiner sind, würde ich mir auch die Moomin Family Kabinen genauer anschauen.

Auf unseren Überfahrten hat das WLAN insgesamt gut funktioniert und war auch in fast allen unseren Kabinen verfügbar. Eine Ausnahme war unsere Harrt Family Sea View auf Deck 5 der Baltic Queen. Dort hatten wir in der Kabine keinen WLAN Empfang, dafür aber im Teens-Bereich.

Die Schiffe von Tallink Silja sind Fähren und bringen Passagiere und Fahrzeuge von einem Hafen zum nächsten. Durch Restaurants, Bars, Shopping, Shows und Live Musik fühlten sich unsere längeren Überfahrten trotzdem ein bisschen wie eine kleine Kreuzfahrt an. Eine klassische Kreuzfahrt solltest du allerdings nicht erwarten.

Muss man bei einem nächtlichen Zwischenstopp das Schiff verlassen?

Nicht unbedingt. Auf unserer Fahrt mit der Victoria I legten wir bereits am späten Abend in Tallinn an, konnten aber in unserer Kabine bleiben und erst am nächsten Morgen von Bord gehen. Ob das bei deiner gebuchten Reise genauso funktioniert, würde ich aber unbedingt vorher bei Tallink Silja bzw. bei der Buchung prüfen.