Nordseeland in Dänemark: Sehenswürdigkeiten und meine persönlichen Tipps
Hinweis: Zu dieser Reise wurde ich von VisitDenmark in Kooperation mit VisitCopenhagen und VisitNordsjælland eingeladen. Die Kosten für Anreise, Übernachtungen, Verpflegung und das Programm vor Ort wurden im Rahmen der Pressereise übernommen. Meine Meinung und meine Empfehlungen bleiben davon natürlich unberührt.
Ich mag Städtereisen wirklich gerne. Aber meistens reichen mir ein paar Tage, um eine Stadt zu entdecken. Danach zieht es mich irgendwann raus.
Und genau deshalb hat mich diese Reise nach Kopenhagen und Nordseeland so begeistert. Denn schon wenige Zugstationen von Kopenhagen entfernt warten kleine Häfen, Strände, Wälder, Schlösser und richtig gutes Essen.
Während der Reise habe ich vor allem eines gemerkt: Wer nur Kopenhagen besucht, verpasst meiner Meinung nach ziemlich viel.
In diesem Beitrag zeige ich dir deshalb, welche Sehenswürdigkeiten und Orte ich in Nordseeland besucht habe, was mir besonders gut gefallen hat und was ich persönlich beim nächsten Mal auch auslassen würde.
Meine Route durch Nordseeland auf einen Blick
Die Route:
Kopenhagen → Rungsted Kyst → Klampenborg und Dyrehaven → Kronborg → Krogerup → Sletten → Louisiana Museum → Kokkedal und Nivå
Diese Reise führte mich von Kopenhagen Richtung Norden durch Nordseeland. Einige Ziele erreichte ich ganz unkompliziert mit dem Zug, andere Transfers wurden im Rahmen der Pressereise organisiert.
Das meiste, was ich dort erlebt habe, hat mich wirklich begeistert. Lass dich von mir also inspirieren, deine Zeit auch außerhalb von Kopenhagen zu verbringen. Ich zeige dir hier auf jeden Fall ganz viele Möglichkeiten.

Raus aus Kopenhagen: Wie schnell man in Nordseeland ist
Was mich besonders überrascht hat, war, wie schnell ich Kopenhagen hinter mir lassen konnte. Von meinem Hotel am Nørreport fuhr ich mit dem Zug nach Rungsted. Nach gerade einmal knapp 30 Minuten war ich da.
Statt Großstadt warteten dort plötzlich Wald, Küste und Meer auf mich. Und genau hier begann für mich die Entdeckung von Nordseeland.
Rungsted: Karen Blixen, Meer und mein Lieblingsplatz bei Oddie’s
Rungsted war meine erste Station außerhalb von Kopenhagen und schon hier merkte ich, wie schnell sich die Umgebung verändert hatte.
Mein erstes Ziel war Rungstedlund, das ehemalige Zuhause der dänischen Schriftstellerin Karen Blixen.

Auf den Spuren von Karen Blixen
Bevor ich mir das eigentliche Museum ansah, führte mein Weg zunächst durch den Wald und so kam ich durch die Hintertür ins Karen Blixen Haus. Dieser Spaziergang gefiel mir richtig gut. Unterwegs begegneten mir Pferde und auch am Grab von Karen Blixen kam ich vorbei. Spätestens da hatte ich Kopenhagen gedanklich bereits ziemlich weit hinter mir gelassen.
Nach einem kurzen Blick in den Museumsshop und die ersten Räume, die viele Infos zum Leben von Karen Blixen enthielten, ging es in die ehemaligen Wohnräume von Karen Blixen. Natürlich nicht ohne die flotten Schuhüberzieher, die den alten Boden vor den vielen Besuchern schützen sollten.
Das Haus hat mich so richtig überrascht. Ich hatte mit einem klassischen Museum gerechnet, aber für mich fühlte es sich überhaupt nicht danach an. Viele Räume sehen noch so aus, als würde dort tatsächlich jemand wohnen. Möbel, Bücher und persönliche Gegenstände stehen an ihrem Platz und selbst die frischen Blumen in den Räumen kommen aus dem Garten, den Karen Blixen angelegt hatte. Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, Karen Blixen könnte gleich um die Ecke kommen.
Sie schrieb aber nicht nur Bücher, sondern malte auch. Nach ihrer eigenen Aussage nicht besonders gut, aber das kann ich definitiv nicht bestätigen. Diese Frau war ihrer Zeit einfach voraus und je mehr ich über sie erfuhr, desto beeindruckender fand ich sie.
Etwa zwei Stunden habe ich das Haus und den Garten erkundet. Es blieb auch noch genügend Zeit für einen Kaffee und ein warmes Croissant, dem ich natürlich nicht widerstehen konnte.








Oddie’s: Füße in den Sand und erst einmal bleiben
Nach dem Besuch bei Karen Blixen ging es für mich weiter Richtung Wasser zu Oddie’s. Und dort hätte ich ehrlich gesagt problemlos noch viel länger bleiben können.
Oddie’s liegt direkt am Strand und entstand ursprünglich als Treffpunkt für die Menschen aus der Umgebung. Heute kommen natürlich längst nicht mehr nur Einheimische hierher. Trotzdem hat sich Oddie’s für mich genau dieses unkomplizierte Gefühl bewahrt.
Doch zunächst spazierte ich am Strand entlang und setzte mich an einen der Stege, um aufs Wasser zu schauen. Manchmal braucht es gar nicht mehr.
Genau solche Orte mag ich. Nicht, weil es dort eine Sehenswürdigkeit gibt, die ich unbedingt abhaken muss, sondern weil ich einfach gerne dort bin.
Bei Oddie’s kann man übrigens nicht nur Kaffee trinken oder Eis essen und am Strand sitzen. Es gibt auch eine SUP-Schule. Das habe ich bei diesem Besuch nicht ausprobiert, würde ich beim nächsten Mal aber wirklich gerne machen. Das Wasser war herrlich ruhig und ich hätte mich am liebsten direkt auf ein Board gestellt.



Mit dem RIB-Boot entlang der Küste
Nach der Pause am Strand ging es für mich nicht nur ans, sondern auch aufs Wasser. Und zwar mit einem RIB-Boot, das man auch über Oddie’s buchen kann.
Etwa eine Stunde war ich damit entlang der Küste unterwegs. Dabei ging es vorbei an kleinen Häfen und wunderschönen Häusern und immer wieder hatte ich einen tollen Blick auf die Küste. In der Ferne konnte ich sogar die schwedische Insel Ven sehen.
Gemütlich war die Fahrt allerdings nicht immer. So ein RIB-Boot kann ganz schön schnell werden und genau das machte natürlich auch richtig Spaß.
Für mich war die Bootsfahrt definitiv eines der Erlebnisse, für die ich auch privat Geld ausgeben würde. Vor allem mit meinen Kindern könnte ich mir das richtig gut vorstellen. Mit 12 und 13 sind sie inzwischen in einem Alter, in dem so eine rasante Bootsfahrt wahrscheinlich deutlich besser ankommt als die nächste klassische Stadtführung.
Nach ungefähr einer Stunde war ich wieder zurück in Rungsted. Bei Oddie’s gab es für mich noch einen Flat White und eine Rhabarberlimonade und natürlich noch etwas Zeit mit den Füßen im Sand. Inzwischen hatte ich aber auch ordentlich Hunger.
Rungsted Havn: Mittagessen mit Blick auf den Hafen
Zum Mittagessen ging es ins 2960 ADDRESS direkt am Hafen von Rungsted.
Ich entschied mich für einen Caesar Salad, der richtig gut war. Überhaupt gefiel mir das Restaurant. Der Service war aufmerksam und die Lage direkt am Hafen natürlich perfekt. Preislich würde ich das 2960 ADDRESS allerdings eher im gehobenen Bereich einordnen.
Nach dem Essen blieb sogar noch ein bisschen Zeit für ein Softeis nebenan. Also holte ich mir eines und setzte mich damit noch kurz ans Meer.
Viel länger konnte ich allerdings nicht bleiben, denn mein nächstes Ziel wartete schon. Dafür ging es zurück zum Bahnhof und mit dem Zug weiter nach Klampenborg.



Dyrehaven: Mit dem Fahrrad auf Hirschsuche
In Klampenborg angekommen, ging es für mich erst einmal aufs Fahrrad. Beim Parforce Café bekam ich ein Citybike mit drei Gängen und damit machte ich mich auf den Weg durch den Dyrehaven.
Und der ist riesig!
Etwa zwei Stunden war ich dort mit dem Fahrrad unterwegs und im Nachhinein hätte ich gerne deutlich mehr Zeit gehabt. Nicht nur, weil ich gerne noch mehr vom Park gesehen hätte, sondern vor allem zum Fotografieren.
Wenn du genauso gerne fotografierst wie ich, solltest du für den Dyrehaven auf jeden Fall mehr Zeit einplanen. Motive gibt es dort wirklich überall. Alte Bäume, weite Landschaften, das Eremitageslottet und natürlich die Hirsche.
Gerade für Letztere hätte ich mir gewünscht, einfach mal anhalten und in Ruhe auf ein gutes Foto warten zu können.
Die Hirsche habe ich zwar gesehen, allerdings nur aus einiger Entfernung. Dafür ging es mit dem Fahrrad bis hinauf zum Eremitageslottet. Und hinauf meine ich tatsächlich so. Mit meinem Citybike und seinen drei Gängen musste ich mich an der einen oder anderen Stelle schon ein bisschen anstrengen.
Trotzdem gehörte der Dyrehaven für mich zu den schönsten Stationen der Reise. Beim nächsten Besuch würde ich allerdings mehr Zeit mitbringen und am liebsten mein eigenes Fahrrad.



Essen im Peter Lieps Hus
Nach der Fahrradtour durch den Dyrehaven freute ich mich riesig aufs Essen und war auch froh, dass unser Restaurant praktischerweise am Rand des Parks lag.
Im Peter Lieps Hus wartete ein mehrgängiges Menü auf mich. Und das war richtig gut. Die einzelnen Gänge waren nicht nur wunderschön angerichtet, sondern schmeckten auch sehr gut. Besonders mochte ich, dass es trotz des gehobenen Restaurants überhaupt nicht steif zuging.
Während des Essens liefen ständig Jugendliche in weißen T-Shirts vorbei. Manche waren bemalt, andere sogar zerrissen. Natürlich wollte ich wissen, was es damit auf sich hatte.
Wie mir erklärt wurde, feierten die Jugendlichen den Schulstart und den Wechsel aufs Gymnasium. Die bemalten Shirts gehörten offenbar einfach dazu. Wieder so eine Sache, die ich ohne diese Reise wahrscheinlich nie mitbekommen hätte.
Damit endete auch das offizielle Programm für diesen Tag. Zurück im Hotel hieß es für mich erst einmal packen, denn am nächsten Morgen sollte es nach dem Frühstück direkt weitergehen.
Direkt ins Bett wollte ich allerdings noch nicht. Auf der Dachterrasse des Scandic Nørreport traf ich mich noch mit den anderen auf einen Absacker. Freitags und samstags legt dort ein DJ auf und so ließ ich den Abend mit einem Drink und Musik über den Dächern Kopenhagens ausklingen.






Kronborg: Hamlet kann tatsächlich Spaß machen
Nach dem Frühstück hieß es für mich auschecken und weiterreisen. Allan wartete bereits mit dem Van am Hotel und mein erstes Ziel an diesem Tag war Schloss Kronborg.
Schon die Lage fand ich beeindruckend. Das Schloss liegt direkt am Øresund und auf der anderen Seite des Wassers liegt bereits Schweden. Bei gutem Wetter kann man Helsingborg mit bloßem Auge sehen.
Kronborg ist vor allem als Schauplatz von Shakespeares Hamlet bekannt. Und natürlich spielt Hamlet auch bei einem Besuch des Schlosses eine Rolle. Ich hatte dabei ehrlich gesagt mit einer eher klassischen Aufführung gerechnet. Tatsächlich war das Ganze aber überraschend modern, mit Musik und Humor. Und es machte richtig Spaß.
Auch einen Teil des Schlosses selbst habe ich mir natürlich angesehen. Wenn du allerdings prunkvolle Räume, riesige Spiegelsäle und überall Gold erwartest, wirst du hier eher nicht fündig. Kronborg hat mich auf eine ganz andere Art beeindruckt.
Etwa eineinhalb Stunden hatte ich für Kronborg Zeit. Wenn ich den Besuch selbst planen würde, würde ich eher zwei Stunden einplanen. Dann bleibt genügend Zeit, um sich das Schloss in Ruhe anzusehen und zwischendurch auch einfach mal die Aussicht zu genießen.
Für mich hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Und dass Hamlet tatsächlich Spaß machen kann, hätte ich vorher ehrlich gesagt auch nicht unbedingt erwartet.






Årstiderne Krogerup: Regionale Produkte und ganz viel Ruhe
Nach Kronborg ging es für mich weiter nach Krogerup. Und nach Schloss, Hamlet und den vielen Besuchern wurde es dort plötzlich wieder richtig ruhig.
Krogerup Avlsgaard ist einer der Höfe von Årstiderne. Viele Dänen kennen das Unternehmen wahrscheinlich vor allem durch seine Bio-Gemüse- und Kochboxen. Auf dem Hof wird ökologisch angebaut und es gibt einen Hofladen und ein kleines Café.
Besonders spannend fand ich die vielen Beete auf dem Gelände. Ein Teil davon gehört zum Projekt Haver til Maver, was übersetzt ungefähr „Vom Garten in den Bauch“ bedeutet. Dabei lernen Kinder, wo ihr Essen eigentlich herkommt. Sie säen und pflanzen selbst, kümmern sich um ihr Gemüse, ernten es und kochen anschließend auch damit. Eine richtig schöne Idee, wie ich finde.
Natürlich schaute ich mir auch den Hofladen an. Dort gibt es unter anderem saisonales Obst und Gemüse, Brot, Milchprodukte und weitere Lebensmittel. Wenn du gerne regionale und ökologische Produkte kaufst, solltest du auf jeden Fall mal reinschauen.
Für mich gab es anschließend eine Limonade und eine Zimtschnecke. Und während ich dort saß, fiel mir vor allem auf, wie unglaublich ruhig und friedlich es war.





Sletten: Reetdachhäuser, Meer und richtig gutes Essen
Von Krogerup ging es für mich weiter nach Sletten, einem kleinen Ort direkt am Øresund. Mein erstes Ziel dort war das Restaurant Sletten, das im Guide Michelin geführt wird. Die rote Michelin-Plakette entdeckte ich schon neben der Eingangstür.
Ich saß draußen auf der Terrasse und startete mit einigen kleinen Snacks. Danach gab es Zanderfilet und anschließend ein Kalbsschnitzel mit Kirschen. Das Essen war richtig gut, besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber auch der Service. Jedes Gericht wurde noch einmal erklärt und das Personal wusste immer ganz genau, wer am Tisch was bekommt.
Auch einen Blick ins Restaurant solltest du unbedingt werfen. Dort gibt es eine offene Küche und du kannst den Köchen bei der Arbeit zuschauen.
Fisch passt in Sletten natürlich besonders gut auf den Teller. Das Restaurant liegt direkt am kleinen Fischereihafen und bezieht einen Teil seines frischen Fischs und der Meeresfrüchte von den lokalen Fischern, die nur etwa 40 Meter entfernt anlegen.
Nach dem Essen wollte ich deshalb unbedingt noch ans Wasser. Also bin ich noch einige Meter am Strand entlang gelaufen und habe mir Sletten vom Steg aus angesehen. So ein Häuschen am Meer wäre schon was.
Sletten selbst solltest du dabei nicht einfach links liegen lassen. Mir haben vor allem die alten Häuser mit ihren Reetdächern richtig gut gefallen.









Louisiana Museum: Muss man das wirklich gesehen haben?
Das Louisiana Museum of Modern Art gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Nordseeland und ich war wirklich gespannt darauf. Schließlich hatte ich schon vorher immer wieder gehört, dass man das Museum unbedingt besuchen sollte.
Also habe ich es mir natürlich angesehen. Und sagen wir es so: Moderne Kunst und ich werden in diesem Leben vermutlich keine besonders guten Freunde mehr.
Bei einigen Kunstwerken stand ich davor und fragte mich tatsächlich, was genau ich da eigentlich gerade anschaue. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Wer moderne Kunst liebt, sollte sich das Louisiana auf keinen Fall entgehen lassen. Für mich persönlich waren andere Dinge an diesem Ort deutlich spannender.
Denn die Lage des Museums ist wirklich wunderschön. Das Louisiana liegt direkt am Øresund und besonders der Garten mit seinen Skulpturen und dem Blick aufs Wasser hat mir richtig gut gefallen. Auch die Architektur des Museums fand ich spannend, weil sich die Gebäude immer wieder mit der Landschaft verbinden.
Ich verbrachte deshalb deutlich lieber Zeit draußen als vor den Kunstwerken im Museum.
Würde ich das Louisiana noch einmal besuchen? Wahrscheinlich nicht. Ich habe es gesehen und weiß jetzt, dass moderne Kunst einfach nicht meins ist. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich meine Zeit beim nächsten Besuch lieber am Wasser verbringen oder mich mit einem Flat White bei Oddie’s in den Sand setzen.
Wenn du moderne Kunst magst, sieht das natürlich ganz anders aus. Dann solltest du für das Louisiana auf jeden Fall genügend Zeit einplanen.
Nach meinem Besuch im Louisiana ging es zunächst zum Kokkedal Slot Copenhagen, wo ich eincheckte und mein Zimmer bezog. Viel Zeit blieb dort aber erst einmal nicht, denn für das letzte gemeinsame Abendessen ging es noch einmal weiter nach Nivå.






Nivå: Ein letztes Abendessen im Restaurant Trekosten
Für das letzte gemeinsame Abendessen ging es ins Restaurant Trekosten direkt am Hafen von Nivå.
Ich entschied mich für die Scholle mit Kartoffeln und anschließend gab es noch eine Pavlova zum Dessert. Beides war gut und auch hier hatte ich einen schönen Blick aufs Wasser.
Die Atmosphäre im Trekosten war locker und die Lage direkt am Hafen gefiel mir richtig gut. Gerade nach den vielen Eindrücken der letzten Tage war es ein schöner Ort, um den letzten Abend ausklingen zu lassen.




Übernachten im Schloss: Kokkedal Slot Copenhagen
Nach dem Abendessen ging es für mich zurück zum Kokkedal Slot Copenhagen, wo ich bereits am Nachmittag eingecheckt hatte. Das heutige Schloss wurde ursprünglich 1746 als Landsitz errichtet und wird seit 2011 als Hotel genutzt.
Mein Standardzimmer lag aber nicht direkt im Schloss, sondern in einem der Nebengebäude. Es war gemütlich eingerichtet und für eine Nacht vollkommen ausreichend. Viel Zeit habe ich dort sowieso nicht verbracht. Viel spannender fand ich das Schloss selbst und die wunderschöne Umgebung.
Eigentlich hätte ich mir auch gerne noch den Wellnessbereich angesehen. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Nach dem Abendessen saß ich lieber noch mit den anderen bei einem gemeinsamen Abschlussdrink zusammen. Manchmal muss man sich eben entscheiden.
Am nächsten Morgen musste ich früh zum Flughafen und bekam deshalb statt des Frühstücks im Hotel eine Frühstückstüte mit. Und die hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Darin lagen ein Apfel, eine ziemlich harte Birne und eine Orange. Gerade bei einem Hotel dieser Kategorie hatte ich mir unter einem Frühstück zum Mitnehmen etwas anderes vorgestellt.
Trotzdem würde ich Kokkedal Slot nicht auf diese Frühstückstüte reduzieren. Das Schloss und die Lage haben mir wirklich gut gefallen und ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, um mir alles in Ruhe anzusehen.










So würde ich Kopenhagen und Nordseeland selbst planen
Nach dieser Reise würde ich einen Aufenthalt in Kopenhagen auf jeden Fall mit ein paar Tagen in Nordseeland verbinden. Denn auch wenn mir Kopenhagen richtig gut gefallen hat, waren es gerade die Orte außerhalb der Stadt, die mich überrascht haben.
2 bis 3 Tage Kopenhagen
Für Kopenhagen selbst würde ich mindestens zwei bis drei Tage einplanen. So bleibt genügend Zeit für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber auch um einfach mal durch die Stadt zu laufen und sich treiben zu lassen.
Ich selbst hatte vor Beginn der Pressereise nur einen Nachmittag zur freien Verfügung und war überrascht, wie viel ich in dieser Zeit sehen konnte. Meine komplette Route findest du in meinem Beitrag Kopenhagen an einem Tag: Meine Route für einen entspannten Nachmittag.

Danach 5 bis 10 Tage Nordseeland
Danach würde es für mich raus aus der Stadt gehen. Wie viel Zeit du dafür einplanst, hängt natürlich davon ab, was du sehen und erleben möchtest. Ich könnte mir für Nordseeland problemlos fünf bis zehn Tage vorstellen.
Ich würde dabei allerdings nicht versuchen, möglichst viele Orte in möglichst kurzer Zeit abzuhaken. Genau das würde ich nach dieser Reise sogar anders machen.
Für den Dyrehaven würde ich mir zum Beispiel deutlich mehr Zeit nehmen, besonders zum Fotografieren. In Rungsted würde ich wieder das Karen Blixen Haus besuchen, bei Oddie’s im Sand sitzen und dieses Mal vielleicht sogar mit dem SUP aufs Wasser gehen. Und auch kleine Orte wie Sletten würde ich nicht nur für einen kurzen Stopp einplanen.
Andere Programmpunkte würde ich dagegen meinen eigenen Interessen anpassen. Wer moderne Kunst liebt, sollte sich für das Louisiana unbedingt Zeit nehmen. Ich persönlich würde diese Stunden beim nächsten Mal lieber am Meer verbringen.
Genau das ist für mich auch das Schöne an Nordseeland. Du kannst dir aus Natur, Kultur, gutem Essen, kleinen Küstenorten und Schlössern genau die Reise zusammenstellen, die zu dir passt.




Mein Fazit: Kopenhagen ist erst der Anfang
Kopenhagen hat mir richtig gut gefallen und ich möchte definitiv wiederkommen. Was mich auf dieser Reise aber mindestens genauso begeistert hat, war alles, was ich außerhalb der Stadt entdeckt habe.
Nur wenige Zugstationen entfernt warteten plötzlich kleine Häfen, Wälder, Schlösser, Reetdachhäuser und immer wieder das Meer auf mich. Genau diese Abwechslung hat Nordseeland für mich so besonders gemacht.
Mein persönliches Highlight zu wählen, fällt mir dabei gar nicht so leicht. Der Dyrehaven gehört definitiv dazu, genauso wie mein Besuch bei Karen Blixen. Und dann wäre da noch Oddie’s, wo ich wahrscheinlich einfach noch ein paar Stunden mit einem Flat White im Sand hätte sitzen können.
Für mich steht deshalb fest: Wenn ich das nächste Mal nach Kopenhagen reise, bleibt es nicht bei Kopenhagen. Dann möchte ich noch mehr von Nordseeland entdecken und vor allem mehr Zeit an den Orten verbringen, die mir diesmal besonders gut gefallen haben.
Und vielleicht stehe ich dann ja tatsächlich bei Oddie’s mit meiner Familie auf einem SUP statt nur am Strand zu sitzen.

Häufige Fragen zu Nordseeland und Ausflügen ab Kopenhagen
Lohnt sich Nordseeland zusätzlich zu Kopenhagen?
Für mich ganz klar ja. Gerade die Kombination aus Kopenhagen und Nordseeland hat mir an dieser Reise so gut gefallen. Nur wenige Zugstationen von der Stadt entfernt warten kleine Küstenorte, Strände, Wälder und Schlösser. Wenn du genügend Zeit hast, würde ich deshalb nicht ausschließlich in Kopenhagen bleiben.
Kann man Nordseeland ohne Auto entdecken?
Einige Ziele in Nordseeland lassen sich richtig gut mit dem Zug erreichen. Ich bin zum Beispiel von Kopenhagen nach Rungsted und später weiter nach Klampenborg gefahren. Die Züge waren während meiner Reise zuverlässig und pünktlich und ich fand das Reisen damit wirklich unkompliziert.
Am zweiten Tag war ich mit der Gruppe in einem Van unterwegs. Das war vor allem praktisch, weil ich mein Gepäck dabeihatte und mehrere unterschiedliche Orte auf dem Programm standen. So kam ich unkompliziert von A nach B.
Wenn du mehrere Orte in Nordseeland miteinander kombinieren möchtest, würde ich deshalb vorher schauen, welche Ziele sich gut mit dem Zug erreichen lassen und für welche Strecken ein Auto vielleicht doch praktischer ist.
Wie viele Tage sollte man für Kopenhagen und Nordseeland einplanen?
Ich würde für Kopenhagen mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Für Nordseeland könnte ich mir zusätzlich problemlos fünf bis zehn Tage vorstellen. Wie viel Zeit du tatsächlich brauchst, hängt natürlich davon ab, welche Orte du besuchen möchtest und wie schnell du gerne reist.
Welche Ausflüge ab Kopenhagen haben mir am besten gefallen?
Zu meinen persönlichen Highlights gehörten der Dyrehaven, Rungsted mit dem Karen Blixen Haus und Oddie’s sowie Schloss Kronborg. Besonders im Dyrehaven hätte ich gerne deutlich mehr Zeit zum Fotografieren gehabt.
Für wen lohnt sich das Louisiana Museum?
Wenn du moderne Kunst magst, solltest du das Louisiana Museum auf jeden Fall besuchen. Auch die Architektur, der Skulpturengarten und die Lage direkt am Øresund sind sehenswert.
Moderne Kunst ist allerdings überhaupt nicht meins. Ich persönlich würde die Zeit bei einem nächsten Besuch deshalb lieber an einem anderen Ort verbringen.

