Kopenhagen an einem Tag: Meine Route für einen entspannten Nachmittag
Hinweis: Meine Flüge nach Kopenhagen sowie die Übernachtungen im Scandic Nørreport wurden im Rahmen einer Zusammenarbeit mit VisitDenmark übernommen. Meinen freien Nachmittag in Kopenhagen habe ich selbst geplant und gestaltet.
Kopenhagen an einem Tag entdecken? Bei mir war es sogar nur ein Nachmittag, und trotzdem habe ich erstaunlich viel von der dänischen Hauptstadt gesehen.
Um 11:40 Uhr landete mein Flieger in Kopenhagen, eine knappe Stunde später hatte ich bereits im Hotel eingecheckt und kurz nach 13 Uhr stand ich mit meinem ersten Smørrebrød in den Torvehallerne. Viel geplant hatte ich für diesen Nachmittag ehrlich gesagt nicht. Natürlich wusste ich, was ich gerne sehen wollte, aber ich hatte überhaupt keine Lust, mit einer langen Liste von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen.
Und genau das war im Nachhinein die beste Entscheidung.
Ich bin einfach losgelaufen. Durch Parks, vorbei an Schlössern und wunderschönen Gebäuden, durch Einkaufsstraßen und bis ans Wasser. Ich habe Smørrebrød probiert, ein völlig überdimensioniertes Softeis in Nyhavn gegessen, bin zufällig auf einem Festival gelandet und stand am Abend auf dem Rundetårn und habe über die Dächer Kopenhagens geschaut.
Was mich dabei überrascht hat: Kopenhagen lässt sich unglaublich gut zu Fuß entdecken. Zumindest für einen ersten Eindruck braucht es meiner Meinung nach weder ein straffes Sightseeing Programm noch zwingend ein Fahrrad.
Wenn du also ebenfalls nur einen Tag oder vielleicht sogar nur einen Nachmittag in Kopenhagen hast, zeige ich dir meine Route. Und die würde ich tatsächlich genauso wieder laufen.

Kopenhagen an einem Tag: Meine Route auf einen Blick
Meine Route:
Torvehallerne → Schloss Rosenborg & Kongens Have → Marmorkirche → Amalienborg → Nyhavn → Kongens Nytorv & Strøget → Rundetårn
Startpunkt: Nørreport
Unterwegs: komplett zu Fuß
Meine tatsächliche Zeit: ca. 13:00 bis 16:00 Uhr und 17:30 bis 20:30 Uhr
Besichtigungen innen: nur Rundetårn
Mein kulinarischer Tipp: Smørrebrød in den Torvehallerne
Mein persönliches Highlight: Nyhavn und der Ausblick vom Rundetårn
Unbedingt einpacken: bequeme Schuhe und eine Powerbank, die dann bitte nicht wie bei mir im Hotel liegen bleibt.
Muss man in Kopenhagen wirklich alles gesehen haben?
Ich finde: nein, oder zumindest nicht beim ersten Besuch!
Natürlich hätte ich an diesem Nachmittag noch versuchen können, die Kleine Meerjungfrau, Tivoli und weitere Sehenswürdigkeiten irgendwie in meine Route zu quetschen. Aber wozu?
Kopenhagen hat mir gerade deshalb so gut gefallen, weil ich zwischendurch Zeit hatte, die Stadt einfach auf mich wirken zu lassen. Im Kongens Have saßen Familien beim Picknick auf den Wiesen. In Nyhavn habe ich mit meinem Eis eine ganze Weile am Wasser gesessen und das Treiben beobachtet. Und als ich später irgendwo Musik hörte, bin ich ihr einfach gefolgt und plötzlich mitten auf dem Fluid Festival gelandet.
Mein Tipp für einen Tag in Kopenhagen wäre deshalb: Such dir vorher ein paar Sehenswürdigkeiten aus, die du wirklich sehen möchtest, und lass dazwischen Platz für Kopenhagen.

Meine Kopenhagen Route zu Fuß
Mein Ausgangspunkt für die Tour war Nørreport. Rückblickend war das wirklich perfekt, denn von hier aus konnte ich alle Stationen, die ich mir für diesen Nachmittag vorgenommen hatte, zu Fuß erreichen.
Und genau das würde ich auch wieder so machen. Natürlich ist Kopenhagen für seine Fahrräder bekannt, aber gerade wenn man zum ersten Mal in der Stadt ist, finde ich es fast schöner, zu Fuß unterwegs zu sein. Man sieht einfach mehr. Ich bin immer wieder stehen geblieben, weil ich ein schönes Gebäude entdeckt habe, bin spontan in Geschäfte gegangen oder habe einfach geschaut, wohin mich die nächste Straße führt.
Meine erste Station lag allerdings gerade einmal ein paar Schritte von meinem Hotel entfernt.
Torvehallerne: Smørrebrød und viel mehr als nur eine Markthalle
Wenn man schon in Dänemark ist, gehört Smørrebrød für mich einfach dazu. Und dafür musste ich vom Scandic Nørreport nicht einmal weit laufen. Keine zwei Minuten entfernt liegen die Torvehallerne.
Eigentlich sind es zwei Markthallen mit einem Außenbereich dazwischen. Und ich hätte dort problemlos noch viel länger bleiben können. Neben den vielen Möglichkeiten etwas zu essen, gibt es kleine Läden und Stände mit den unterschiedlichsten Dingen. Von Schokolade und Süßigkeiten über besondere Weine bis hin zu schönen Sachen für den Haushalt war so ziemlich alles dabei.
Vor allem ist es aber ein ziemlich guter Ort, um sich durch die dänische Küche zu probieren.
Ich habe mich natürlich für Smørrebrød entschieden. Wobei es nicht bei einem geblieben ist.


Smørrebrød bei Rørt oder Hallernes?
Ich habe an diesem Nachmittag tatsächlich zwei verschiedene Smørrebrød an zwei unterschiedlichen Ständen probiert. Und obwohl das zweite optisch eindeutig spektakulärer aussah, hatte ich am Ende einen ziemlich klaren Favoriten.
Mein erstes Smørrebrød habe ich bei Rørt gegessen. Bezahlt habe ich dafür ungefähr 8 Euro. Was mir dort besonders gefallen hat: Mein Smørrebrød wurde erst nach meiner Bestellung frisch zubereitet und ich konnte von meinem Platz aus sogar dabei zuschauen.
Später habe ich noch ein Smørrebrød bei Hallernes probiert. Dafür habe ich ungefähr 12 Euro bezahlt. Optisch war das definitiv die schickere Variante und natürlich werden auch hier die Brote frisch zubereitet. Bei meinem Besuch lief die Zubereitung allerdings eher wie an einem kleinen Fließband ab. Es wurde beispielsweise gleich ein ganzes Blech einer Sorte vorbereitet.
Und obwohl das Smørrebrød bei Hallernes wirklich gut aussah, hat mir persönlich das bei Rørt besser geschmeckt.
Das ist natürlich reine Geschmackssache. Wenn ich aber noch einmal in den Torvehallerne stehen und mich zwischen den beiden entscheiden müsste, würde ich wieder zu Rørt gehen.


Von den Torvehallerne zum Schloss Rosenborg
Nach dem Essen ging es für mich weiter Richtung Schloss Rosenborg. Und dafür braucht es weder Metro noch Bus. Genau das ist das Schöne an dieser Route.
Ich wollte Rosenborg an diesem Tag bewusst nicht von innen besichtigen. Dafür hätte ich mehr Zeit einplanen müssen und mein Ziel war schließlich nicht, möglichst viele Eintrittskarten zu sammeln, sondern etwas von Kopenhagen zu sehen.
Von außen ist das Schloss trotzdem wunderschön. Rosenborg wurde im frühen 17. Jahrhundert unter Christian IV. erbaut und beherbergt heute unter anderem die dänischen Kronjuwelen. Wer mehr Zeit als ich mitbringt, kann das Schloss natürlich besichtigen.
Für mich ging es stattdessen weiter durch den direkt angrenzenden Kongens Have.

Kongens Have: Mitten in Kopenhagen wird es plötzlich ganz grün
Kongens Have ist der älteste königliche Garten Dänemarks und liegt direkt neben Schloss Rosenborg.
Was mir dort aber viel mehr aufgefallen ist: Der Park ist keineswegs nur eine hübsche Kulisse für Touristen. Überall saßen Familien auf den Wiesen, haben gepicknickt oder einfach das schöne Wetter genossen.
Und obwohl ich mitten in einer europäischen Hauptstadt unterwegs war, fühlte es sich plötzlich überhaupt nicht danach an.
Das war übrigens etwas, das mir an Kopenhagen während meines gesamten Aufenthalts immer wieder aufgefallen ist. Die Stadt ist unglaublich grün.
Ich bin einfach durch den Park geschlendert und auf der anderen Seite weiter zu meiner nächsten Station gelaufen, der Marmorkirche.

Frederikskirche: Schon von außen beeindruckend
Vom Kongens Have ging es für mich weiter zur Marmorkirche, die eigentlich Frederikskirche heißt. Mit Google Maps war es ziemlich einfach, die Kirche zu finden. Doch dass ich richtig war, merkte ich, als ich die vielen Menschen sah, die stehen blieben und staunend nach oben schauten. Bevor ich die Kirche also gesehen hatte, wusste ich, dass ich da bin!
Ich habe mir die Kirche an diesem Nachmittag nur von außen angesehen. Natürlich hätte ich auch hineingehen können, aber bei so wenig Zeit muss man sich irgendwann entscheiden, was man wirklich besichtigen möchte und was man sich einfach nur anschaut.
Und auch von außen fand ich die Marmorkirche absolut sehenswert. Praktisch war außerdem, dass meine nächste Station direkt in der Nähe lag.

Amalienborg: Zu Besuch bei der dänischen Königsfamilie
Nur wenige Schritte von der Marmorkirche entfernt liegt Schloss Amalienborg, die Stadtresidenz der dänischen Königsfamilie.
Auch hier habe ich auf eine Besichtigung verzichtet und mir stattdessen den Schlossplatz und die Gebäude von außen angesehen. Schließlich war ich nicht zum Kaffee eingeladen. 😉
Gerade die Lage fand ich spannend. Auf der einen Seite die Marmorkirche, auf der anderen geht der Blick Richtung Wasser und mittendrin die vier fast identisch aussehenden Palais von Amalienborg.
Ich konnte nicht länger bleiben, denn ich wollte unbedingt noch nach Nyhavn. Zu der Zeit schwitzte ich allerdings schon ordentlich, da ich meine Powerbank im Hotel lag und der Akku nur noch 15 % anzeigte. Also Flugmodus rein und Daumen drücken!

Nyhavn: Mein persönliches Highlight in Kopenhagen
Nyhavn gehört wahrscheinlich zu den Orten, die fast jeder mit Kopenhagen verbindet. Bunte Häuser, alte Schiffe im Wasser und ein Café neben dem anderen. Ja es war touristisch und ja, voll war es natürlich auch.
Gestört hat mich das überhaupt nicht.
Vielleicht lag es daran, dass ich gar nicht versucht habe, dort noch irgendetwas Bestimmtes zu sehen. Ich habe mir ein Softeis gekauft, mich ans Wasser gesetzt und einfach das Treiben beobachtet.

Das Eis hat übrigens umgerechnet ungefähr 8 Euro gekostet. Nicht gerade günstig, aber dafür war es riesig. Wenn dort Large steht, sollte man das durchaus ernst nehmen. Beim nächsten Mal würde ich definitiv eine kleinere Portion bestellen.
Nyhavn war für mich trotzdem einer der schönsten Momente dieses Nachmittags. Nicht nur wegen der bunten Häuser, sondern wegen der gesamten Atmosphäre. Die Menschen in den Cafés, die Boote auf dem Wasser und dieses Gefühl, jetzt einfach mal nirgendwohin zu müssen.
Natürlich ist Nyhavn ein absoluter Touristenmagnet. Für mich ist das aber kein Grund, einen Ort nicht zu besuchen. Manchmal sind die bekannten Orte eben auch deshalb so bekannt, weil sie wirklich schön sind.
Und genau deshalb würde ich Nyhavn auch bei wenig Zeit nicht aus meiner Kopenhagen Route streichen. Trotzdem machte ich hier eine Pause und lief, vorbei am Kongens Nytorv, zurück zum Hotel. Ich musste einfach mein Handy laden. Das ärgerte mich natürlich, aber gleichzeitig tat die kurze Pause gut.




Strøget: Zeit für ein bisschen Shopping
Mit vollem Akku UND der Power Bank machte ich mich ca. eineinhalb Stunden später wieder auf den Weg.
Natürlich wollte ich auch etwas für meine Familie mit nach Hause bringen. Am Ende wurden es unter anderem Magnete, dänische Süßigkeiten und ein paar Klamotten für meine Kinder.
Ich wollte keinen H&M und auch keinen Zara, die es hier natürlich ebenfalls gibt. Also googelte ich danach, wo ich in Kopenhagen Kleidung für Jugendliche finden könnte und landete bei Weekday. Ansonsten habe ich aber auch hier keinen großen Plan gemacht, sondern bin einfach durch die Geschäfte gebummelt und weiter durch die Innenstadt gelaufen.
Und dann kam einer dieser Momente, die man sowieso nicht planen kann.


Plötzlich mitten auf dem Fluid Festival
Beim Schlendern durch Kopenhagen hörte ich irgendwann laute Musik. Natürlich wollte ich wissen, woher sie kam und bin einfach in die Richtung gelaufen.
So bin ich mehr oder weniger zufällig auf dem Fluid Festival gelandet. Ich bestellte mir einen Wein, setzte mich auf eine Bank neben eine Dänin, wir prosteten uns zu und genossen die Musik.
Lange geblieben bin ich nicht, denn ich hatte für diesen Abend noch etwas anderes vor. Trotzdem mochte ich diesen kurzen Abstecher sehr. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, nicht nur zwischen den klassischen Sehenswürdigkeiten unterwegs zu sein, sondern ein kleines Stück vom ganz normalen Leben in Kopenhagen mitzubekommen.


Rundetårn: Diese Aussicht würde ich nicht verpassen
Nach meinem ungeplanten Abstecher zum Fluid Festival hatte ich noch ein Ziel für diesen Abend: den Rundetårn. Und ich bin wirklich froh, dass ich mich noch auf den Weg gemacht habe und die etwa 8 Euro für den Eintritt bezahlt habe.
Schon der Aufstieg hat mich überrascht. Statt sich über unzählige Treppen nach oben zu kämpfen, läuft man einen breiten, spiralförmigen Gang hinauf. Das fand ich tatsächlich viel angenehmer als normales Treppensteigen.
Ganz ohne Treppen geht es allerdings nicht. Am Ende kommen doch noch einige Stufen und ganz nach oben führt schließlich eine schmale Wendeltreppe mit etwa 20 bis 30 Stufen. Bei meinem Besuch wurde diese sogar mit einer Ampel geregelt, so dass man sich auf der engen Treppe nicht entgegenkommt.
Und dann steht man oben. Die Aussicht über Kopenhagen war für mich phänomenal. Ich konnte über die Dächer der Stadt schauen und viele der Orte, an denen ich an diesem Nachmittag gewesen war, noch einmal von oben sehen.
Ich blieb bis kurz vor der Schließung dort, genoss einfach die Aussicht und machte mich als eine der Letzten auf den Weg nach unten. Schade, dass der Turm nicht länger geöffnet ist. Einen Sonnenuntergang da oben zu erleben, wäre sicherlich ein Highlight.
Wenn du nur wenig Zeit in Kopenhagen hast und dich deshalb, genau wie ich, entscheiden musst, welche Sehenswürdigkeit du auch von innen besuchen möchtest, wäre der Rundetårn meine Empfehlung.
Für mich war er der perfekte Abschluss eines richtig schönen Tages in Kopenhagen.






Hunger hatte ich inzwischen natürlich auch wieder und so holte ich mir noch eine Nudelbox für umgerechnet etwa 11 Euro. Die kann ich allerdings nicht wirklich empfehlen. Für den Preis hatte ich mir geschmacklich deutlich mehr erhofft und frisch schienen die Nudeln auch nicht zu sein.
Wie viel Zeit brauchst du für meine Kopenhagen Route?
Für meine Route war ich insgesamt ungefähr sechs Stunden in Kopenhagen unterwegs. Gestartet bin ich gegen 13 Uhr an den Torvehallerne und gegen 16 Uhr war ich zurück im Hotel. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn mein Handy brauchte dringend Strom.
Nach einer Pause machte ich mich gegen 17:30 Uhr noch einmal auf den Weg und kam gegen 20:30 Uhr zurück ins Hotel.
Wenn du meine Route ohne unfreiwillige Ladepause nachlaufen möchtest, kannst du sie also gut an einem Nachmittag und Abend schaffen. Vorausgesetzt natürlich, du möchtest die meisten Sehenswürdigkeiten, so wie ich, nur von außen anschauen.
Möchtest du Rosenborg, Amalienborg oder andere Sehenswürdigkeiten auch von innen besichtigen, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen.
Und mein wichtigster Tipp nach diesem Nachmittag: Nimm eine Powerbank mit. Nicht nur nach Kopenhagen, sondern auch tatsächlich mit auf deine Tour.

Vom Flughafen Kopenhagen in die Innenstadt
Selten bin ich nach einer Landung so unkompliziert vom Flughafen mitten in die Stadt gekommen wie in Kopenhagen.
Mein Flug landete pünktlich um 11:40 Uhr. Der Flughafen Kopenhagen ist wirklich groß, trotzdem hatte ich überhaupt keine Probleme mich zu orientieren. Der Weg zur Metro ist sehr gut ausgeschildert und auch der Ticketkauf am Automaten war schnell erledigt. Besonders praktisch fand ich, dass ich den Automaten einfach auf Deutsch umstellen konnte.
Für die drei Zonen vom Flughafen bis Nørreport habe ich 30 DKK bezahlt, was bei meiner Reise ungefähr 4,20 Euro entsprach.
Danach musste ich nur noch in die Metro steigen. Kein Umsteigen und keine komplizierte Suche nach der richtigen Verbindung. Nach ungefähr 15 Minuten war ich bereits an der Station Nørreport.
Gerade bei einem kurzen Aufenthalt finde ich das perfekt. Ich möchte schließlich meine Zeit in Kopenhagen verbringen und nicht erst eine Stunde damit, irgendwie vom Flughafen in die Innenstadt zu kommen.
Mein Hoteltipp für Kopenhagen: Scandic Nørreport
Mein Hotel hätte für diesen Aufenthalt kaum besser liegen können. Das Scandic Nørreport befindet sich direkt an der gleichnamigen Station und damit nur wenige Schritte von Metro und Zug entfernt. Die Torvehallerne sind ebenfalls keine zwei Minuten zu Fuß entfernt und meine komplette Kopenhagen Route konnte ich direkt vom Hotel aus starten.
Als ich gegen 12:30 Uhr dort ankam, konnte ich sogar sofort einchecken.
Dabei musste ich die Rezeption erst einmal suchen, denn die befindet sich nicht unten am Eingang, sondern im sechsten Stock. Dort oben liegen auch der Frühstücksbereich und die Rooftop Bar.
Die Mitarbeiterin beim Check-in war unglaublich freundlich und fragte mich sogar, ob ich lieber ein Zimmer zum ruhigeren Innenhof oder zur Straße haben möchte. Zur Straße sei es etwas lauter, dafür wäre die Aussicht schöner. Natürlich nahm ich die Aussicht.

Mein Zimmer im Scandic Nørreport
Ich hatte ein Superior Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung. Für eine Städtereise fand ich die Größe vollkommen ausreichend. Das Zimmer war sauber und modern eingerichtet, das Bad gefiel mir ebenfalls sehr gut und vor allem das Bett war richtig bequem.
Im Schrank gab es einen Safe und sogar Bügeleisen und Bügelbrett. Letzteres ist vielleicht kein Grund, ein Hotel zu buchen, aber nach einer Reise mit Kleidung im Koffer durchaus praktisch.
Begeistert hat mich außerdem die gepolsterte Fensterbank. Das war mein Lieblingsplatz, denn dort konnte ich gemütlich sitzen und das Treiben der Stadt von oben beobachten.


Frühstück und Rooftop Bar mit Blick über Kopenhagen
Das Frühstück war für mich eines der Highlights des Hotels. Die Auswahl war riesig, alles war wunderschön angerichtet und geschmeckt hat es auch.
Besonders begeistert war ich, als ich Iced Coffee auf dem Frühstücksbuffet entdeckte. Dazu gab es frisch zubereitete Eierspeisen und das Ganze mit Blick über Kopenhagen.
Die Rooftop Bar habe ich gleich mehrfach genutzt. Am ersten Abend saß ich dort bei einem Aperol und am Freitagabend bin ich noch einmal hochgegangen. Freitags und samstags legt dort ein DJ auf und so saß ich am Ende des zweiten Tages meiner Pressereise mit der kompletten Truppe und einem Drink über den Dächern Kopenhagens und hörte Musik.
Ich würde das Scandic Nørreport tatsächlich auch privat buchen. Gerade wenn man nur wenig Zeit in Kopenhagen hat, ist die Lage für mich ein riesiger Vorteil.

Kopenhagen zu Fuß oder mit dem Fahrrad?
Kopenhagen gilt als eine der fahrradfreundlichsten Städte der Welt und natürlich gehören die vielen Fahrräder einfach zum Stadtbild dazu. Vor meiner Reise hätte ich deshalb wahrscheinlich gedacht, dass ein Fahrrad perfekt ist, wenn man möglichst viel von der Stadt sehen möchte. Vor Ort habe ich das allerdings etwas anders wahrgenommen.
Im Gespräch mit Einheimischen wurde mir davon abgeraten, mich als Touristin einfach auf ein Fahrrad zu setzen und loszufahren. Nicht, weil Fahrradfahren in Kopenhagen besonders gefährlich wäre, sondern weil hier unglaublich viele Menschen mit dem Rad unterwegs sind und es Regeln und Abläufe gibt, die für die Kopenhagener völlig selbstverständlich sind, die man als Besucher aber vielleicht gar nicht kennt.
Nachdem ich den Fahrradverkehr selbst gesehen hatte, konnte ich durchaus verstehen, was sie meinten. Für meine Route hätte ich ein Fahrrad sowieso nicht gebraucht. Alle Stationen lagen nah genug beieinander, um sie problemlos zu Fuß zu erreichen. Und ganz ehrlich: Ich fand das sogar schöner.
Zu Fuß konnte ich stehen bleiben, wann immer ich wollte, spontan in einen Laden gehen, durch den Kongens Have schlendern oder einfach einer Straße folgen, weil sie interessant aussah. Wahrscheinlich wäre ich sonst auch nie zufällig auf dem Fluid Festival gelandet.
Wenn du Kopenhagen zum ersten Mal besuchst und nur die Innenstadt entdecken möchtest, würde ich meine Route deshalb jederzeit wieder zu Fuß gehen.
Alleine als Frau in Kopenhagen unterwegs
Da dieser Nachmittag meine freie Zeit vor dem eigentlichen Programm meiner Reise war, war ich alleine in Kopenhagen unterwegs. Bei einer Städtereise werde ich abends automatisch immer etwas aufmerksamer.
Natürlich habe ich auf meine Sachen geachtet. Meine Handtasche hatte ich vor dem Körper, mein Handy an einer Kette und meine Kamera sowieso meistens in der Hand. Das sind Dinge, auf die ich in jeder größeren Stadt achte.
Aber alles in allem bin ich alleine durch die Straßen gelaufen, habe mich in Nyhavn ans Wasser gesetzt, bin spontan auf einem Festival gelandet und war bis kurz vor der Schließung auf dem Rundetårn unterwegs. Auch auf dem Rückweg zum Hotel hatte ich zu keiner Zeit ein ungutes Gefühl.
Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung und keine Garantie dafür, dass nichts passieren kann. Aber wenn du dich fragst, ob ich mich als allein reisende Frau in Kopenhagen wohlgefühlt habe, kann ich das ganz klar mit Ja beantworten.
Meine Tipps für Kopenhagen an einem Tag
Nach diesem Nachmittag würde ich vor allem eines anders machen: meine Powerbank nicht im Hotel liegen lassen. Ansonsten würde ich meine Tour tatsächlich genauso wieder planen. Oder besser gesagt: nicht zu viel planen.
Überlege dir vorher, welche zwei oder drei Sehenswürdigkeiten du auf keinen Fall verpassen möchtest. Wenn du etwas von innen besichtigen möchtest, prüfe vorher die Öffnungszeiten und plane dafür ausreichend Zeit ein. Und dann lass dir dazwischen ein bisschen Luft.
Kopenhagen ist für mich eine Stadt, bei der es sich lohnt, einfach mal stehen zu bleiben. Setz dich mit einem Kaffee irgendwo hin, lauf durch einen Park oder gönn dir in Nyhavn ein völlig überdimensioniertes Softeis und beobachte eine Weile, was um dich herum passiert.
Bequeme Schuhe würde ich ebenfalls einpacken. Ich habe meine komplette Route zu Fuß zurückgelegt und dabei kommen natürlich einige Kilometer zusammen.
Und falls du gerne fotografierst oder filmst: Powerbank. Ich erwähne es lieber noch einmal.

Mein Fazit: Lohnt sich Kopenhagen für nur einen Tag?
Definitiv.
Natürlich habe ich an meinem Nachmittag längst nicht alles gesehen, was Kopenhagen zu bieten hat. Aber genau das war auch gar nicht mein Ziel.
Ich wollte einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen und hatte am Ende das Gefühl, viel mehr als das bekommen zu haben. Ich habe typische Sehenswürdigkeiten gesehen, richtig gutes Smørrebrød gegessen, eingekauft, Menschen beim Picknick beobachtet, am Wasser gesessen, bin zufällig auf einem Festival gelandet und habe den Tag mit einem Blick über die Dächer Kopenhagens beendet.
Und vielleicht ist genau das mein wichtigster Tipp für Kopenhagen: Versuche nicht, möglichst viel zu schaffen.
Denn manchmal sind es eben nicht nur die Sehenswürdigkeiten, an die man sich später erinnert, sondern der Wein neben einer fremden Dänin, ein viel zu großes Softeis oder die Musik, der man einfach mal spontan gefolgt ist.

Häufige Fragen zu Kopenhagen an einem Tag
Reicht ein Tag für Kopenhagen?
Ja, für einen ersten Eindruck auf jeden Fall. Natürlich kannst du in einem Tag nicht alle Sehenswürdigkeiten Kopenhagens besichtigen. Viele der bekannten Orte in der Innenstadt liegen aber so nah beieinander, dass du auch zu Fuß erstaunlich viel sehen kannst. Meine Route habe ich sogar an nur einem Nachmittag und Abend geschafft.
Kann man Kopenhagen gut zu Fuß erkunden?
Die Innenstadt meiner Erfahrung nach sehr gut. Meine komplette Route von Nørreport über Rosenborg, Amalienborg und Nyhavn bis zum Rundetårn bin ich zu Fuß gelaufen. Metro oder Bus habe ich dafür nicht gebraucht.
Welche Sehenswürdigkeiten kann man an einem Tag in Kopenhagen sehen?
Auf meiner Route lagen die Torvehallerne, Schloss Rosenborg und Kongens Have, die Frederikskirche, Schloss Amalienborg, Nyhavn, Kongens Nytorv, Strøget und der Rundetårn. Wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten auch von innen besichtigen möchtest, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen.
Wie kommt man vom Flughafen Kopenhagen in die Innenstadt?
Ich bin mit der Metro direkt vom Flughafen bis Nørreport gefahren. Die Fahrt dauerte ungefähr 15 Minuten und ich musste nicht umsteigen. Für mein Ticket für drei Zonen habe ich 30 DKK bezahlt.
Lohnt sich der Rundetårn?
Für mich ganz klar ja. Der Aufstieg über den spiralförmigen Gang war deutlich angenehmer als erwartet und die Aussicht über Kopenhagen war für mich eine der schönsten Erfahrungen des Tages. Wenn du bei wenig Zeit nur eine Sehenswürdigkeit von innen besuchen möchtest, wäre der Rundetårn meine Empfehlung.
Wo kann man in Kopenhagen gut Smørrebrød essen?
Ich habe in den Torvehallerne sowohl Rørt als auch Hallernes ausprobiert. Beide waren gut, mein persönlicher Favorit war aber Rørt. Mein Smørrebrød wurde dort nach der Bestellung frisch für mich zubereitet und hat mir geschmacklich besser gefallen.
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