Curaçao Urlaub: Meine Erfahrungen, Tipps & Highlights für deine Karibikreise
Transparenzhinweis: Zu dieser Curaçao Reise wurde ich von Corendon eingeladen. Für diesen Artikel werde ich nicht bezahlt und Corendon hat keinen Einfluss darauf, was oder wie ich über meine Erfahrungen berichte.
Curaçao. Allein der Name klingt schon nach türkisblauem Meer, Palmen und Karibikfeeling. Und obwohl ich wirklich viel reise, war die Karibik für mich bisher tatsächlich noch komplettes Neuland. Umso gespannter war ich, als die Einladung von Corendon kam, Curaçao für ein paar Tage kennenzulernen.
Vier Nächte sind natürlich viel zu kurz, um eine ganze Insel zu entdecken. Das war mir von vornherein klar. Trotzdem haben sie ausgereicht, um einen ziemlich guten ersten Eindruck zu bekommen. Vor allem, um festzustellen, dass Curaçao ganz anders ist, als ich mir einen klassischen Karibikurlaub vorgestellt hatte.
Denn nur am Strand liegen und zwischendurch zum Buffet gehen? Das wäre definitiv nichts für mich. Zum Glück muss man das auf Curaçao auch nicht. Wir waren in Willemstad unterwegs, sind mit dem Buggy durch eine staubige Kakteenlandschaft gefahren, haben Höhlen erkundet, Curaçao-Likör probiert und in herrlich warmem Wasser geschnorchelt.
Gleichzeitig konnte ich mir anschauen, wie sich ein All-Inclusive-Urlaub bei Corendon mit dem Entdecken der Insel verbinden lässt.
Und spätestens auf dem Rückflug war für mich klar: Mit Curaçao bin ich noch nicht fertig. Beim nächsten Mal hätte ich gern meine Familie dabei und deutlich mehr Zeit.
Bevor ich dir aber erzähle, warum mir Curaçao so gut gefallen hat, müssen wir erst einmal hinkommen. Und das war bei mir deutlich komplizierter als geplant.

Curaçao Urlaub: Das Wichtigste vorab
Curaçao liegt in der südlichen Karibik, vor der Küste Venezuelas, und gehört zum Königreich der Niederlande. Die Insel ist bekannt für ihre Strände, das türkisfarbene Wasser und die bunten Häuser von Willemstad. Aber auch die trockene Landschaft mit ihren riesigen Kakteen gehört zu Curaçao.
Wenn du selbst eine Reise planst, sind diese Informationen hilfreich:
- Anreise: Ich bin von Amsterdam mit Corendon Airlines nach Curaçao geflogen. Ab dem 14. Dezember 2026 bietet Corendon auch Direktflüge ab Düsseldorf an.
- Flugzeit: Mein Flug ab Amsterdam dauerte ungefähr zehn Stunden.
- Einreise: Für die Einreise nach Curaçao benötigst du einen gültigen Reisepass und musst vor deiner Ankunft eine digitale Einreisekarte ausfüllen. Das gilt auch für mitreisende Kinder. Informiere dich vor deiner Reise über die aktuellen Einreisebestimmungen für Curaçao.
- Sprache: Auf Curaçao werden unter anderem Papiamentu, Niederländisch, Englisch und Spanisch gesprochen.
- Fortbewegung: Für Ausflüge auf eigene Faust würde ich einen Mietwagen empfehlen.
- Reisezeit: Ich war im September auf Curaçao und hatte fast durchgehend Sonne, hohe Temperaturen und eine ordentliche Portion Luftfeuchtigkeit.
Meine Erfahrungen beziehen sich auf einen viertägigen Aufenthalt im September 2026. Gerade beim Wetter und bei der Frage, wie viel man auf der Insel unternehmen kann, solltest du das im Hinterkopf behalten.
Ein günstiges Reiseziel ist Curaçao nicht unbedingt. Bei meiner Recherche für einen Familienurlaub mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern habe ich Pauschalreisen für rund 6.800 bis über 11.000 Euro gefunden. Warum die Angebote so unterschiedlich ausfallen und ob sich die lange Anreise für uns als Familie lohnen würde, erzähle ich dir weiter unten.
Das hier erwartet dich
- Anreise nach Curaçao: Mein Flugchaos zwischen Stuttgart und Amsterdam
- Mit Corendon Airlines nach Curaçao: meine erste Langstrecke
- Ankunft auf Curaçao: Die Hitze hat mich umgehauen
- The Rif at Mangrove Beach: Meine Erfahrungen mit dem Corendon-Hotel
- Lohnt sich All Inclusive auf Curaçao?
- Willemstad auf Curaçao: Noch bunter als erwartet
- Curaçao Sehenswürdigkeiten und Ausflüge: Meine Highlights
- Strände und Schnorcheln auf Curaçao
- Braucht man auf Curaçao einen Mietwagen?
- Curaçao im September: meine Erfahrungen mit Wetter und Klima
- Wie sicher habe ich mich auf Curaçao gefühlt?
- Curaçao mit Kindern: Würde ich hier Familienurlaub machen?
- Was kostet ein Curaçao Urlaub für eine Familie?
- Wie lange sollte man auf Curaçao bleiben?
- Was würde ich beim nächsten Curaçao-Urlaub anders machen?
- Mein Curaçao-Fazit: Würde ich wiederkommen?
- Häufige Fragen zu einem Curaçao Urlaub

Anreise nach Curaçao: Mein Flugchaos zwischen Stuttgart und Amsterdam
Eigentlich sollte meine Reise ganz entspannt am Flughafen Stuttgart beginnen. Von dort war für Antje und mich ein Zubringerflug mit KLM nach Amsterdam gebucht, bevor es mit Corendon weiter nach Curaçao gehen sollte. Eigentlich!
Der Flug nach Amsterdam sollte morgens gegen 6 Uhr starten, wurde aber auf etwa 14 Uhr verschoben. Damit war sofort klar: Unseren Corendon-Flug nach Curaçao würden wir nicht mehr erreichen.
Da der Weiterflug nicht mit KLM gebucht war, konnte oder wollte man uns dort nicht wirklich weiterhelfen. Also musste Plan B her.
Von Frankfurt aus hatten wir bessere Chancen, noch rechtzeitig nach Amsterdam zu kommen. Um 9:30 Uhr sollte ein Lufthansa-Flug starten. Jetzt mussten wir nur noch irgendwie rechtzeitig nach Frankfurt gelangen. Also ab in den Zug.
Mein Fotorucksack auf dem Weg nach Berlin, ich auf dem Weg nach Curaçao
Wenn alles nach Plan lief, sollten wir gegen 8:10 Uhr am Frankfurter Flughafen ankommen. Knapp, aber machbar, dachte ich.
Allerdings mussten wir in Mannheim umsteigen. Und als wir bereits im nächsten Zug saßen und Antje gerade einen Kaffee holen war, stellte ich plötzlich fest: Mein Rucksack war weg. Nicht irgendein Rucksack. Mein Fotorucksack. Mit meiner kompletten Kameraausrüstung für diese Pressereise nach Curaçao. Ich hatte ihn vor lauter Stress im ersten Zug stehen lassen.
Ich war völlig aufgelöst und suchte den Zugführer unseres neuen Zuges. Der nahm die Sache zum Glück sofort ernst und telefonierte herum. Wenig später kam zumindest die erste gute Nachricht: Mein Rucksack war tatsächlich gefunden worden. Der Zugführer des vorherigen Zuges hatte ihn an sich genommen.
Das Problem: Dieser Zug fuhr weiter und mein Rucksack mit ihm. Eine Abholung meiner Sachen war erst an der Endhaltestelle möglich. Und die war Berlin Gesundbrunnen.
Super. Ich wollte aber nach Curaçao!
Ich erklärte unserem Zugführer, vermutlich ziemlich aufgelöst, dass in diesem Rucksack meine komplette Fotoausrüstung steckt, ich gerade auf dem Weg zu einer Pressereise in die Karibik bin und diesen Rucksack dringend brauche. Daraufhin setzte dieser Mann tatsächlich Himmel und Hölle für mich in Bewegung.
Er organisierte, dass mein Rucksack am Frankfurter Hauptbahnhof an die Zugführerin eines anderen ICE übergeben wurde. Und dieser ICE hatte praktischerweise als nächsten Halt den Frankfurter Flughafen. Plötzlich bestand also tatsächlich die Chance, dass mein Fotorucksack und ich uns noch rechtzeitig vor meinem Flug wiedersehen würden.
Währenddessen lief uns allerdings die Zeit davon. Die Gepäckabgabe für unseren Lufthansa-Flug sollte um 8:30 Uhr schließen. Antje kümmerte sich deshalb schon einmal um unsere Koffer, während ich auf den Zug mit meinem Rucksack wartete.
Happy End am Frankfurter Flughafen
Und dann kam er tatsächlich. Gegen 8:22 Uhr bekam ich meinen Fotorucksack zurück. Ich weiß gar nicht, ob man beschreiben kann, wie erleichtert ich in diesem Moment war. Ich war gleichzeitig sauer auf mich selbst, völlig fertig von diesem ganzen Morgen und einfach nur glücklich, meine Kameraausrüstung wieder bei mir zu haben.
Als Antje und ich uns gegen 8:35 Uhr vor der Sicherheitskontrolle wiedertrafen, waren unsere Koffer eingecheckt, mein Fotorucksack war wieder da und ich hätte vor Erleichterung eigentlich nur noch weinen können. Dabei hatte die eigentliche Reise noch nicht einmal angefangen.
Wenig später saßen wir aber tatsächlich im Lufthansa-Flieger nach Amsterdam. Und nachdem dieser Morgen gefühlt schon genug Aufregung für eine komplette Reise geboten hatte, wollte ich eigentlich nur noch eines: Endlich in den Flieger nach Curaçao steigen.

Mit Corendon Airlines nach Curaçao: meine erste Langstrecke
In Amsterdam angekommen, wurde es endlich entspannt und die eigentliche Reise konnte beginnen. Nach diesem Morgen kam es mir fast unwirklich vor, tatsächlich am Check-in-Schalter von Corendon zu stehen.
Der Check-in verlief unkompliziert und dann hieß es nur noch durch die Sicherheitskontrolle und ab ans Gate.
Für mich war der Flug nach Curaçao etwas Besonderes, denn es war tatsächlich mein erster Langstreckenflug. Ich liebe Fliegen, aber knapp zehn Stunden im Flugzeug? Wie sich das wohl anfühlen würde? Ich hatte absolut keine Ahnung!

Wie bequem ist ein Langstreckenflug mit Corendon Airlines?
Mein Platz war am Gang in der mittleren Dreierreihe und auf dem Hinflug hatte ich richtig Glück: Der Mittelsitz neben mir blieb frei. Dadurch hatte ich natürlich besonders viel Platz. Aber auch grundsätzlich fand ich den Sitz bequem und die Beinfreiheit für mich völlig ausreichend.
Nach etwa zwei Stunden gab es ein warmes Essen. Zur Auswahl standen Pasta und Hähnchen. Ich entschied mich für das Hähnchen. Und das fand ich tatsächlich lecker. Später wurde noch ein kleiner Snack serviert und auch Getränke gab es während des Fluges mehrmals.
Für Unterhaltung sorgte das Entertainment-System mit Filmen, Serien und Spielen, allerdings auf Englisch oder mit niederländischen Untertiteln. Besonders spannend fand ich die Kameras am Flugzeug, über die ich immer wieder verfolgen konnte, wo wir gerade unterwegs waren. Eine USB-Buchse zum Laden des Handys gab es ebenfalls.
Leider konnte ich meine eigenen Kopfhörer nicht per Bluetooth mit dem Entertainment-System verbinden. Dabei gibt es für solche Fälle sogar spezielle Bluetooth-Adapter (Amazon Affiliate Link) Hätte ich mich vorher mal schlau gemacht! Beim nächsten Langstreckenflug bin ich jedenfalls besser vorbereitet.
Trotzdem vergingen die knapp zehn Stunden erstaunlich schnell. Ich habe mich unterhalten, ein bisschen geschlafen und auf meinem Handy gespielt. Vor meinem ersten Langstreckenflug hatte ich mir diese lange Zeit im Flugzeug deutlich schlimmer vorgestellt.
Auf dem Rückflug saß ich wieder am Gang. Dieses Mal war der Mittelsitz neben mir allerdings besetzt und dadurch war es natürlich etwas enger. Trotzdem war auch der Rückflug angenehm und ich konnte auf dem Nachtflug sogar schlafen.
Würde ich wieder mit Corendon Airlines fliegen?
Auf jeden Fall! Ich habe mich an Bord wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich bin noch ab Amsterdam nach Curaçao geflogen. Ab dem 14. Dezember 2026 geht das mit Corendon aber auch direkt ab Düsseldorf. Nach meiner etwas chaotischen Anreise über Amsterdam muss ich wohl nicht erklären, welche Variante ich beim nächsten Mal wählen würde, oder?
Mit Corendon war ich übrigens schon einmal unterwegs. Damals ging es gemeinsam mit meinem Mann nach Ägypten. Wie uns der Direktflug nach Sharm El Sheikh gefallen hat, kannst du in meinem Erfahrungsbericht nachlesen.

Ankunft auf Curaçao: Die Hitze hat mich umgehauen
Als wir am Abend auf Curaçao aus dem Flugzeug stiegen, war mein erster Gedanke nicht: Wow, Karibik! Mein erster Gedanke war eher: Wow, ist das heiß hier.
Obwohl es längst dunkel war, lagen die Temperaturen noch bei über 30 Grad. Dazu kam eine Luftfeuchtigkeit, die ich so nicht erwartet hatte.
Jedes Mal, wenn ich in den nächsten Tagen einen klimatisierten Raum verließ, fühlte es sich an, als würde mir jemand eine Pfanne ins Gesicht schlagen. Daran musste ich mich tatsächlich erst einmal gewöhnen.
Vom Flughafen ging es mit dem Transfer in etwa 15 bis 20 Minuten zu unserem Hotel. Viel von Curaçao konnte ich auf der Fahrt natürlich noch nicht erkennen, schließlich war es inzwischen dunkel. Dafür war ich nach diesem Tag einfach nur froh, angekommen zu sein.
Für die nächsten vier Nächte war das The Rif at Mangrove Beach Corendon, Curio by Hilton mein Zuhause.

The Rif at Mangrove Beach: Meine Erfahrungen mit dem Corendon-Hotel
Das The Rif at Mangrove Beach Corendon, Curio by Hilton liegt direkt neben dem Mangrove Beach Corendon, Curio by Hilton. Beide Hotels bieten All Inclusive an.
Während meines Aufenthalts konnte ich die Einrichtungen beider Hotels nutzen. Das fand ich besonders interessant, weil ich dadurch einen direkten Eindruck davon bekommen habe, welches Hotel für welche Art von Urlaub besser geeignet sein könnte.


Mein Swim-up-Zimmer im The Rif
Mein Zimmer im The Rif war die Nummer 4019, ein Swim-up-Zimmer im Erdgeschoss. Und das bedeutete tatsächlich: Terrassentür auf und direkt vom Zimmer in den Pool. Das hat schon was!
Über meine Terrasse konnte ich direkt ins Wasser steigen. Den Pool teilte ich mir allerdings mit weiteren Swim-up-Zimmern. Es war also kein privater Pool nur für mich, das störte mich aber nicht weiter.
Aber brauche ich persönlich ein Swim-up-Zimmer? Wahrscheinlich nicht. Ich bin einfach viel lieber am Meer als am Pool. Wenn du gerne zwischendurch ins Wasser springst, ohne erst deine Sachen zu packen und eine Liege zu suchen, ist das aber natürlich schon ziemlich praktisch.
Das Zimmer selbst hat mir sehr gut gefallen. Es war modern, großzügig und für zwei Personen mehr als ausreichend. Es gab eine Kaffeemaschine, einen Wasserkocher und eine Minibar, die täglich aufgefüllt wurde. Auch im Bad war alles vorhanden, was ich brauchte, bis hin zum Mundwasser. Das hatte ich so bisher tatsächlich noch in keinem Hotelzimmer.
Einen Kritikpunkt hatte mein Zimmer allerdings: die Aussicht. Direkt gegenüber von meinem Zimmer und dem Pool befand sich das Parkhaus des Hotels. Zwar gab es zwischen Pool und Parkhaus etwas Bepflanzung, aber als Sichtschutz war das nicht ausreichend. Gerade abends, wenn dort die Beleuchtung an war oder Autos einparkten, fiel das ziemlich auf.
Das fand ich besonders schade, weil ich sonst wahrscheinlich abends einfach die Vorhänge offengelassen hätte. Vor meinem Zimmer waren immer wieder kleine Eidechsen und bunte Vögel unterwegs, die ich vom Bett aus hätte beobachten können.
Ein einfacher Sichtschutz, zum Beispiel aus Holz, hätte hier meiner Meinung nach schon einen großen Unterschied gemacht. Für mich persönlich wäre ein Swim-up-Zimmer definitiv kein Muss. Schön war es trotzdem und ich kann gut verstehen, warum andere Gäste gerade diese Zimmerkategorie buchen.

The Rif oder Mangrove Beach: Welches Hotel würde ich wählen?
Meine Entscheidung wäre tatsächlich davon abhängig, mit wem ich nach Curaçao reise.
Mit meinem Mann würde ich wieder das The Rif wählen. Es ist ruhiger, wirkt etwas gediegener und hat für mich einfach besser zu einer Reise zu zweit gepasst. Mit meinen Kindern würde ich dagegen im Mangrove Beach übernachten. Dort gibt es den großen Aquapark, einen schönen Poolbereich und der Strand hat mir persönlich sogar besser gefallen als der kleinere Strandabschnitt beim The Rif.
Gerade mit Teenagern könnte ich mir das sehr gut vorstellen. Außerdem gibt es Familienzimmer und verschiedene größere Zimmerkategorien, die für uns zu viert interessant wären.
Während meines Aufenthalts waren beide Hotels übrigens komplett ausgebucht. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, morgens um sieben mit dem Handtuch losziehen zu müssen, um mir noch eine Liege zu sichern. Am Strand waren auch tagsüber immer wieder freie Liegen und Sonnenschirme zu finden. Einige besonders hübsche Liegeplätze mit großen Schirmen aus Palmblättern kosteten allerdings extra. Mir haben die normalen Liegen völlig gereicht.
Und dann gab es noch etwas, das ich an beiden Hotels sehr schnell zu schätzen gelernt habe: All Inclusive.


Lohnt sich All Inclusive auf Curaçao?
Ich hätte nicht gedacht, dass mir All Inclusive auf Curaçao so gut gefallen würde. Denn wir waren fast jeden Tag unterwegs und haben trotzdem die Vorteile unseres Hotels genutzt.
Nach einem langen Ausflugstag zurückzukommen und nicht erst überlegen zu müssen, wo wir abends essen gehen oder was das Restaurant kostet, fand ich ziemlich entspannt. Tagsüber die Insel entdecken und anschließend im Hotel essen, trinken und den Abend genießen. Für mich hat diese Kombination richtig gut funktioniert.
Auch beim Essen hatte ich während der vier Tage nichts zu meckern. Zum Frühstück ging es meistens ans Buffet, das eine große Auswahl hatte, ohne mich komplett zu erschlagen. Besonders angetan hatten es mir die gebackenen Bananen.
Und dann war da noch der Mann an der Omelett-Station. Die Omeletts wurden frisch nach Wunsch zubereitet. Damit später auch jeder das Richtige bekam, malte er mit flüssigem Ei kleine Bilder auf die Grillplatte. Als ich an der Reihe war, bestellte ich mein Omelett und fügte „A sun, please“ hinzu. Bekommen habe ich tatsächlich eine Sonne. Daneben schrieb er mit Ei dann aber auch noch „please“.
Solche Kleinigkeiten sind es, an die ich mich hinterher wahrscheinlich länger erinnere als an die komplette Auswahl eines Frühstücksbuffets.





Mein liebster Start in den Tag: Kaffee am Strand
Noch vor dem Frühstück gab es für mich allerdings ein anderes Ritual. Das kleine Café Monti öffnete bereits um 7 Uhr morgens und dort gab es den besten Kaffee überhaupt, allerlei Gebäck und frisches Obst.
Also holten Antje und ich uns morgens um sieben unseren Kaffee und setzten uns damit an den Strand. Keine große Aktivität, keine Sehenswürdigkeit und kein spektakulärer Programmpunkt, aber einer meiner liebsten Momente dieser Reise.
Vielleicht lag es auch daran, dass Curaçao um diese Uhrzeit noch einmal ganz anders wirkte. Die Ruhe war magisch, es waren wenig Menschen unterwegs und wir konnten einfach aufs Wasser schauen und dabei unseren Kaffee genießen.
Noch bevor der Tag richtig losging, mit einem Kaffee am Strand zu sitzen, könnte ich jedenfalls problemlos zu einer festen Urlaubsgewohnheit machen.


Buffet oder À-la-carte-Restaurant?
Neben dem Buffet konnten wir auch verschiedene À-la-carte-Restaurants ausprobieren. Besonders gut gefallen haben mir das türkische Restaurant Sofra und das Harbor.
Im Sofra haben wir gemeinsam mit der ganzen Gruppe verschiedene Spezialitäten probiert und im Harbor hatte ich einen richtig guten Caesar-Salad. Die À-la-carte-Restaurants musste man für den Abend vorab reservieren. Das sollte man bei der Urlaubsplanung im Hinterkopf behalten.
Mittags gab es auch am Strand etwas zu essen. Und Eis natürlich ebenfalls.
Als angeheiratete Schwäbin war das schon ziemlich genial: Während meines Aufenthalts habe ich für Essen und Getränke im Resort nichts zusätzlich ausgegeben. Bestellen, essen, trinken, fertig. Gerade nach einem langen Ausflugstag fand ich das ziemlich komfortabel.
Ob sich All Inclusive auch finanziell für dich lohnt, hängt natürlich davon ab, wie oft du im Hotel isst und trinkst. Wenn du jeden Tag von morgens bis abends unterwegs bist, sieht die Rechnung natürlich anders aus als bei jemandem, der viel Zeit in der Anlage verbringt.




Aber eine Woche nur im Resort?
Am letzten Tag bekam ich unfreiwillig die Gelegenheit, genau das auszuprobieren. Unser Rückflug hatte Verspätung und dadurch wurden wir erst am Abend am Hotel abgeholt. Ich hatte also noch einen kompletten zusätzlichen Tag am Strand.
Ich war schnorcheln, habe gegessen, in der Sonne gelegen und versucht, auf diese verdammt hohe Schaukel am Strand zu kommen. Bei mir hing die Sitzfläche ungefähr auf Brusthöhe. Ohne ordentlich Kraft in den Armen elegant auf dieses Ding zu klettern? Keine Chance. Meine Karriere als Instagram-Schaukelmodel war damit beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Dafür hatten wir aber ordentlich was zum Lachen.
Der zusätzliche Strandtag war schön, ich konnte das komplette Resort nochmals von einer anderen Seite erleben und habe Ecken entdeckt, die mir vorher nicht aufgefallen waren. Aber er hat mir auch gezeigt, dass ich während einer Reise mehr brauche als Pool, Strand und Buffet.
Für meinen nächsten Curaçao-Urlaub würde ich deshalb wieder ein schönes Hotel als Ausgangspunkt wählen und von dort aus die Insel entdecken.

Willemstad auf Curaçao: Noch bunter als erwartet
Eine der schönsten Überraschungen lag gerade einmal rund 15 Gehminuten von unserem Hotel entfernt: Willemstad. Natürlich kannte ich vorher die typischen Bilder der bunten Häuser am Wasser. Trotzdem hatte ich mir die Hauptstadt von Curaçao irgendwie anders vorgestellt.
Vor allem hatte ich nicht erwartet, dass sich die Farben durch so viele Straßen ziehen und dass es neben den bekannten Häuserfassaden auch richtig viel Street Art und weitere Kunstwerke zu entdecken gibt.
Bei unserem ersten Besuch fuhren wir mit dem Bus nach Punda und machten zunächst eine kleine Stadtrundfahrt mit einem Touristenzug. Das klingt vielleicht so richtig touristisch, war für den Einstieg aber gar nicht schlecht. Dabei erfuhren wir einiges über Curaçao, seine Geschichte und die Menschen, die hier leben.
Besonders spannend fand ich das Thema Sprachen. Auf Curaçao begegnen einem neben Niederländisch auch Papiamentu, Englisch und Spanisch. Während unserer Tour wurde uns erzählt, welche große Rolle die verschiedenen Sprachen im Alltag spielen. Gerade solche Dinge finde ich auf Reisen mindestens genauso interessant wie die nächste Sehenswürdigkeit.
Die berühmte Königin-Emma-Brücke konnten wir leider nicht überqueren, denn sie wurde während unseres Aufenthalts gerade renoviert. Stattdessen brachte uns die Fähre von Punda nach Otrobanda. Die schwimmende Brücke hebe ich mir also für einen weiteren Besuch auf.
Einen einzelnen Ort, den du in Willemstad unbedingt gesehen haben musst, könnte ich dir gar nicht nennen. Mir hat vielmehr die Mischung gefallen. Die bunten Häuser, die kleinen Straßen mit ihren charmanten Shops, Street Art, Kunstinstallationen und natürlich die großen Curaçao- und Dushi-Schriftzüge.
Mein Tipp wäre deshalb ganz simpel: Nimm dir Zeit und lauf einfach mit offenen Augen durch die Stadt.

Willemstad mit und ohne Kreuzfahrtschiffe
Bei meinem Besuch war Willemstad erstaunlich ruhig. Einige Geschäfte hatten geschlossen, Souvenirs und natürlich Magnete konnte ich aber trotzdem kaufen. Mir wurde erklärt, dass sich das Stadtleben deutlich verändern kann, wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen.
Wie sich Willemstad an einem richtig vollen Kreuzfahrttag anfühlt, konnte ich selbst allerdings nicht erleben. Wenn du die Stadt möglichst ohne große Menschenmengen erkunden möchtest, würde ich deshalb vorab nachschauen, wann Kreuzfahrtschiffe im Hafen erwartet werden.
Vom Hotel aus waren wir später auch zu Fuß in Willemstad unterwegs. Der Rückweg führte teilweise direkt an der Straße entlang und war sicherlich nicht der schönste Spaziergang auf Curaçao. Für mich war die Nähe zur Stadt trotzdem ein großer Vorteil. So konnte ich Willemstad auch außerhalb unseres organisierten Ausflugs noch einmal erkunden.

Curaçao Sehenswürdigkeiten und Ausflüge: Meine Highlights
Während unserer vier Tage hatten wir ein ziemlich abwechslungsreiches Programm. Und gerade bei den Ausflügen habe ich gemerkt, dass Curaçao viel mehr zu bieten hat als schöne Strände.




Mit dem Buggy durch Curaçaos staubige Landschaft
Einer der Ausflüge, bei denen wir vorher nicht so genau wussten, was uns erwartet, war unsere Buggy-Tour. Kurz vor dem Start erfuhren wir dann zumindest eine wichtige Sache: Wir würden ziemlich dreckig werden. Wie dreckig, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden.
Wir saßen zu viert in einem Buggy und Antje übernahm das Fahren. Eine Schutzbrille und einen Schlauchschal, mit denen wir unser Gesicht vor dem Staub schützen konnten, bekamen wir vor Ort und ich war im Nachhinein sehr froh, dass ich dunkle Kleidung angezogen hatte.
Die Landschaft, durch die wir fuhren, war so ganz anders als das Bild, das ich vorher von der Karibik im Kopf hatte. Statt üppigem Grün sahen wir trockene Landschaft, riesige Kakteen, das Meer immer zu unserer rechten und sogar die Windräder der Insel aus nächster Nähe.
Und überall war Staub. Bei einem Zwischenstopp schaute ich irgendwann auf meine Beine und dachte tatsächlich kurz, ich hätte während meiner Zeit auf Curaçao ordentlich Farbe bekommen. Dann fuhr ich mit einem Finger über mein Schienbein und darunter kam ein heller Streifen zum Vorschein. Das war keine Bräune. Das war Staub von Curaçao.
An diesem Tag bewährte sich übrigens ein ziemlich unspektakulärer Gegenstand aus meinem Gepäck ganz besonders. Mein Mikrofasertuch hatte ich eigentlich eingepackt, um unterwegs meine Kamera sauber zu halten. Nach einer Weile konnte ich nicht anders und fuhr damit bei einem Stopp über Antjes Schutzbrille. Ihre Worte danach werde ich so schnell nicht vergessen: „Oh, ach so sieht es hier aus!“
Mein Tipp: Zieh für eine solche Tour Kleidung an, bei der es dir nichts ausmacht, wenn sie richtig staubig wird. Weiße Sneaker sind nach dieser Tour definitiv nicht mehr weiß! Und ein Mikrofasertuch kann offenbar auch ganz andere Aufgaben übernehmen als ursprünglich geplant.



Playa Kalki und endlich dieses karibische Türkis
Eigentlich sollte unser Tag noch etwas anders verlaufen, aber wie so oft auf dieser Reise wurde der Plan spontan geändert. Unser ursprünglich vorgesehenes Restaurant hatte geschlossen und so landeten wir schließlich an der Playa Kalki. Im Nachhinein war ich darüber überhaupt nicht traurig.
Playa Kalki war eindeutig der schönste Strand, den ich während dieser kurzen Reise gesehen habe. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass es neben den Hotelstränden auch der einzige andere Strand war, den ich besucht habe.
Das Wasser hatte genau dieses unglaublich schöne Türkis, das ich mir von der Karibik vorgestellt hatte. Es war warm und so klar, dass ich am liebsten viel länger geblieben wäre. Der Strand besteht teilweise aus Sand und teilweise aus Steinen. Meine Wasserschuhe waren deshalb Gold wert. Generell gab es während dieser Reise einige Momente, in denen ich ziemlich froh darüber war, sie eingepackt zu haben, denn auch am Hotelstrand kamen sie zum Einsatz.
Zum Mittagessen gab es für mich gegrilltes Hähnchen, das richtig lecker war. Nur das Essen mit Plastikbesteck gestaltete sich etwas schwieriger. Anschließend gab es noch frisches Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss. Türkisblaues Meer, leckeres Essen und danach eine frische Kokosnuss in der Hand. Was will man mehr?


Hato Caves: schwitzen unter der Erde
Auch die Hato Caves haben mich überrascht. Schon allein deshalb, weil ich bei einer Höhle normalerweise damit rechne, nach unten zu gehen. Hier geht es aber erst einmal nach oben.
Über ungefähr 50 bis 60 Stufen gelangten wir zum Eingang der Höhle. Besonders anstrengend fand ich den Aufstieg nicht. Was mich deutlich mehr beschäftigt hat, war die Luftfeuchtigkeit.
Ich dachte ja inzwischen, ich hätte verstanden, was hohe Luftfeuchtigkeit auf Curaçao bedeutet. Die Hato Caves haben mich eines Besseren belehrt. Obwohl Ventilatoren für etwas Luftbewegung sorgten, lief mir der Schweiß irgendwann wirklich überall herunter.
Die Höhle selbst fand ich trotzdem absolut sehenswert. Besonders die kleinen Fledermäuse, die dicht aneinander gekuschelt an der Decke hingen, sind mir in Erinnerung geblieben.
Für mich als Bloggerin gab es allerdings einen kleinen Wermutstropfen. Fotografieren und Filmen war nur an zwei Stellen erlaubt. Für den Besuch selbst spielt das natürlich keine große Rolle. Wenn man wie ich möglichst viele Eindrücke mit nach Hause nehmen möchte, ist es trotzdem schade.

Landhuis Chobolobo: Wo der Blue Curaçao hergestellt wird
Was wäre eine Reise nach Curaçao ohne Blue Curaçao? Wir besuchten das Landhuis Chobolobo, in dem Senior & Co. den bekannten Curaçao-Likör herstellt. Die eigentliche Produktion lief während unseres Besuchs leider nicht. Dafür erfuhren wir bei der Führung mehr über die Herstellung und durften anschließend natürlich auch probieren.
Und ja, ich habe natürlich etwas mitgenommen. Neben einem kleinen Set mit verschiedenen Likören in 50-ml-Flaschen, darunter natürlich auch ein blauer Curaçao, landete eine größere Flasche Tamarèin Tamarind Liqueur in meinem Gepäck. Der schmeckte mir tatsächlich am besten!


Mein erstes Mal Bananensuppe
Kulinarisch gab es außerhalb des Hotels ebenfalls einiges zu entdecken. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Abendessen im Gouverneur De Rouville. Das Restaurant hat eine wunderschöne Atmosphäre und das Essen war richtig gut.
Dort habe ich außerdem etwas gegessen, das ich vorher noch nie probiert hatte: Bananensuppe. Ich war zunächst nicht sicher, was ich davon halten sollte. Aber hey, zum Glück habe ich sie bestellt, denn die Suppe war richtig lecker. Danach gab es noch ein Lachssteak und ein wunderbares Dessert mit verschiedenen kleinen Köstlichkeiten, darunter einem Brownie. Manchmal sind es eben genau diese Dinge, die man zu Hause vermutlich nie bestellen würde und an die man sich später besonders gut erinnert.

Strände und Schnorcheln auf Curaçao
Für eine Karibikreise habe ich während dieser vier Tage erstaunlich wenige Strände gesehen. Dafür habe ich das Wasser umso mehr genossen.
Besonders am Mangrove Beach konnte ich direkt vom Hotel aus schnorcheln. Vor dem Strand befindet sich ein geschützter Bereich, wodurch das Wasser dort sehr ruhig war. Gerade weil ich keine super Schwimmerin bin, habe ich mich dort sehr wohlgefühlt.
Unter Wasser gab es einiges zu sehen. Welche Fischarten mir dort genau begegnet sind, kann ich dir allerdings nicht sagen. Dafür fehlt mir schlicht das Fachwissen. Schön anzusehen waren sie trotzdem.
Das Wasser war angenehm warm. Ich hätte problemlos ewig darin bleiben können. Wenn viele Menschen im Wasser waren, wurde es durch den aufgewirbelten Sand etwas trüber, ansonsten war die Sicht ziemlich gut. Und hier kommt mein Tipp, den ich beim nächsten Mal selbst definitiv beherzigen werde: Nimm zum Schnorcheln ein UV-Shirt mit.
Ich hatte mich vorher eingecremt und hatte mir trotzdem nach etwa eineinhalb bis zwei Stunden im Wasser einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Der begleitete mich dann natürlich auch nach Hause, aber erst da fiel mir auf, wie viele Menschen ich gesehen hatte, die mit UV-Shirts schnorcheln. Manchmal lernt man eben erst hinterher.
Das UV-Shirt steht für meinen nächsten Curaçao-Urlaub jedenfalls ganz oben auf der Packliste. Wenn du gerade selbst deine Koffer für dich und deine Familie packst, findest du in meiner Packliste für den Urlaub mit Kindern noch weitere Tipps.
Wenn du möglichst viele verschiedene Strände kennenlernen möchtest, solltest du dich allerdings nicht nur auf den Hotelstrand beschränken. Allein Playa Kalki hat mir gezeigt, wie unterschiedlich die Strände auf Curaçao sein können. Mehr als diese persönlichen Eindrücke kann ich nach meinem kurzen Aufenthalt aber noch nicht seriös vergleichen.

Braucht man auf Curaçao einen Mietwagen?
Während dieser Reise brauchte ich keinen Mietwagen, denn unsere Transfers und Ausflüge waren organisiert. Sollte ich privat wieder nach Curaçao reisen, sieht das natürlich anders aus. Dann würde ich direkt am Flughafen einen Mietwagen übernehmen und ihn für den gesamten Aufenthalt behalten.
Schon während unserer Fahrten über die Insel hatte ich ständig das Gefühl, irgendwo gerne anhalten oder einfach einmal abbiegen zu wollen. Dazu kommen die vielen Strände, die ich dieses Mal gar nicht gesehen habe.
Der Verkehr wirkte auf mich während unseres Aufenthalts nicht besonders hektisch und auch die Straßen machten auf den Strecken, die wir gefahren sind, einen guten Eindruck. Natürlich ist das nur meine Wahrnehmung als Mitfahrerin und keine umfassende Bewertung des Straßennetzes. Für mich überwiegt aber ganz klar die Freiheit, die ein eigenes Auto auf Curaçao bietet.
Wenn du hauptsächlich im Resort entspannen und nur gelegentlich einen organisierten Ausflug machen möchtest, brauchst du meiner Meinung nach nicht unbedingt einen Mietwagen. Wenn du die Insel auf eigene Faust erkunden möchtest, würde ich dagegen einen einplanen.

Curaçao im September: meine Erfahrungen mit Wetter und Klima
Wenn ich vor der Reise an die Karibik gedacht habe, hatte ich neben Palmen, Strand und türkisfarbenem Meer vor allem eine üppig grüne Landschaft vor Augen. Curaçao sah im September teilweise ganz anders aus.
Viele Bereiche der Insel waren trocken und karg. Dazu die riesigen Kakteen, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Ich würde Curaçao deshalb gerne noch einmal zu einer anderen Jahreszeit erleben und sehen, wie sehr sich die Landschaft verändert.
Beim Wetter hatten wir während unserer vier Tage dagegen fast durchgehend Sonne. Am letzten Tag war es etwas bewölkter und irgendwann fielen vielleicht fünf Regentropfen. Das war es dann auch schon mit unserem Regen auf Curaçao.
Was ich deutlich unterschätzt hatte, war die Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen lagen tagsüber gefühlt ständig über 30 Grad und zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit war das anfangs schon eine Umstellung. Abends sorgte der Wind dafür, dass es angenehmer wurde. Warm und feucht blieb es trotzdem.
Ein weiterer Vorteil von Curaçao ist die Lage außerhalb des eigentlichen Hurrikangürtels. Dadurch ist das Risiko, dass ein Hurrikan direkt über die Insel zieht, vergleichsweise gering und Curaçao gilt als ganzjähriges Reiseziel. Natürlich bedeutet das nicht, dass es dort nie stürmt oder regnet.
Ob September für dich die beste Reisezeit ist, hängt deshalb vermutlich davon ab, was du suchst. Ich hatte während meines Aufenthalts jedenfalls tolles Strandwetter. Aus vier Tagen würde ich aber keine allgemeine Wettergarantie für den ganzen September ableiten.


Wie sicher habe ich mich auf Curaçao gefühlt?
Das Thema Sicherheit gehört für mich zu einer Reiseplanung dazu. Gerade wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, möchte ich vorher wissen, wie frei wir uns an einem Reiseziel bewegen können. Während meiner Zeit auf Curaçao habe ich mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt.
Wir waren in Willemstad unterwegs, sind später zu Fuß zurück zum Hotel gelaufen und haben uns natürlich auch außerhalb der touristischen Innenstadt bewegt. Ich wurde weder unangenehm angesprochen noch hatte ich irgendwo das Gefühl, besonders aufpassen zu müssen.
Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist: Auch innerhalb der Hotelanlage gab es keine Situationen, in denen ich mich als Frau, die ohne ihren Mann unterwegs war, unwohl oder bedrängt gefühlt habe.
Trotzdem möchte ich daraus keine allgemeine Aussage machen, dass auf Curaçao nichts passieren kann. Dafür war ich viel zu kurz dort und außerdem meistens mit anderen Menschen unterwegs. Allein nachts war ich beispielsweise nicht in Willemstad. Ich kann deshalb nur meine eigene Erfahrung wiedergeben. Die war aber durchweg positiv.
Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen würde ich natürlich trotzdem treffen. Wertgegenstände nicht unbeaufsichtigt liegen lassen, im Mietwagen nichts sichtbar zurücklassen und sich vor Ausflügen über die jeweilige Gegend informieren.

Curaçao mit Kindern: Würde ich hier Familienurlaub machen?
Diese Frage kann ich nach meiner Reise ziemlich eindeutig beantworten: Ja.
Meine beiden Kinder waren dieses Mal allerdings nicht dabei. Deshalb wäre es unseriös, dir jetzt einen Erfahrungsbericht über Curaçao mit Teenagern zu verkaufen. Aber während der vier Tage habe ich ziemlich oft gedacht: Das würde meinem Sohn gefallen. Oder: Hier müsste meine Tochter jetzt dabei sein.
Bei der Hotelwahl wäre für mich das Mangrove Beach der Favorit. Warum ich es mit meinen Kindern dem The Rif vorziehen würde, habe ich weiter oben bereits erklärt. Mindestens genauso spannend finde ich aber alles, was wir außerhalb des Hotels gemeinsam unternehmen könnten.
Buggy fahren, schnorcheln, verschiedene Strände ausprobieren, Höhlen erkunden, Willemstad entdecken und mit einem Mietwagen einfach losfahren. Genau diese Mischung passt zu der Art, wie wir als Familie gerne reisen.
Bei der Planung würde ich allerdings darauf achten, welche Aktivitäten für welches Alter angeboten werden. Gerade bei einer Buggy-Tour können Altersvorgaben gelten. Ob meine Kinder Curaçao genauso toll finden würden wie ich? Das würde ich tatsächlich gerne noch herausfinden.
Viele Ideen hätte ich für einen Familienurlaub auf Curaçao also schon. Bleibt allerdings noch eine Frage, die bei vier Personen nicht ganz unwichtig ist: Was würde uns das Ganze eigentlich kosten?
Wenn du selbst gerade einen Urlaub mit älteren Kindern planst, findest du in meinem Artikel Reisen mit Kindern: So wird der Familienurlaub perfekt noch weitere Tipps zur Reiseplanung.



Was kostet ein Curaçao Urlaub für eine Familie?
Aus Neugier habe ich nach meiner Rückkehr geschaut, was uns ein Curaçao Urlaub als vierköpfige Familie kosten würde. Und ich muss sagen, bei manchen Preisen musste ich schon zweimal hinschauen.
Zunächst habe ich direkt auf der Hotelwebseite des Mangrove Beach nachgesehen und für sieben Nächte im Oktober einen Preis von über 8.600 US-Dollar angezeigt bekommen.
Bei Corendon selbst sah die Sache allerdings schon anders aus. Eine Pauschalreise für vier Personen im Familienzimmer mit Verbindungstür, sieben Tagen Reisedauer, fünf Übernachtungen im Mangrove Beach, All Inclusive und Flügen ab Amsterdam wurde mir beispielsweise für die baden-württembergischen Herbstferien für rund 6.800 Euro angeboten. Allerdings müssten wir erst einmal nach Amsterdam kommen.
Noch deutlicher wurde der Preisunterschied bei einer Suche für die Weihnachtsferien. Da lag eine vergleichbare Pauschalreise mit ebenfalls fünf Übernachtungen bereits bei über 11.000 Euro, dann aber mit dem Abflug ab Düsseldorf.
Das sind allerdings nur Momentaufnahmen meiner Preisrecherche im Oktober 2026. Je nach Reisezeitraum, Zimmerkategorie, Verfügbarkeit und gewähltem Angebot können die Preise ganz anders aussehen.
Die Angebote lassen sich natürlich nicht direkt vergleichen, da sich sowohl die Aufenthaltsdauer als auch die enthaltenen Leistungen unterscheiden.
Wenn du selbst einmal schauen möchtest, was eine Reise nach Curaçao kosten würde, findest du auf der Curaçao-Seite von Corendon verschiedene Hotels und Pauschalreisen. Gerade bei den unterschiedlichen Reisezeiten lohnt sich ein genauer Preisvergleich.

Lohnt sich Curaçao für nur fünf Übernachtungen?
Aber genau solche Summen bringen mich ins Grübeln. Denn auch wenn Curaçao mir wirklich gut gefallen hat, stellt sich mir bei einer so langen Anreise die Frage, ob sich fünf Nächte vor Ort für uns als Familie wirklich lohnen würden.
Würde ich dafür so viel Geld ausgeben wollen? Oder würde ich mit meiner Familie für dasselbe Budget lieber ein Reiseziel wählen, das näher liegt und an dem wir dafür länger bleiben können? Darauf habe ich tatsächlich noch keine eindeutige Antwort.
Für mich persönlich wäre deshalb wohl eine längere Reise die bessere Wahl. Dann würde ich auch eher das Gefühl haben, dass sich die lange Anreise und die hohen Kosten lohnen.
Ob ich dafür wieder ein All-Inclusive-Hotel wählen würde oder vielleicht verschiedene Unterkünfte miteinander kombiniere, würde ich bei der Planung genau vergleichen. Denn so schön Curaçao auch ist: Gerade bei einer Fernreise mit der ganzen Familie muss für mich am Ende das Gesamtpaket stimmen.
Und damit bin ich bei einem Punkt, über den ich nach meiner Rückkehr ebenfalls nachgedacht habe: Wie viel Zeit sollte man für Curaçao eigentlich einplanen?


Wie lange sollte man auf Curaçao bleiben?
Vier Nächte reichen! Wenn man anschließend eine ziemlich lange Liste mit Dingen haben möchte, die man nicht geschafft hat. Für einen ersten Eindruck waren meine vier Tage großartig. Für einen richtigen Curaçao-Urlaub wären sie mir aber viel zu kurz.
Und das liegt nicht nur daran, dass es auf der Insel noch so viel zu entdecken gibt. Ich fand auch die Anreise und vor allem die Rückreise ziemlich anstrengend. Knapp zehn Stunden im Flugzeug, die Zeitverschiebung und anschließend noch die Weiterreise nach Hause. Das steckt man nicht unbedingt einfach so weg.
An Ideen für eine längere Reise würde es jedenfalls nicht scheitern. Im Gegenteil, meine Liste ist nach diesen vier Nächten eher länger als kürzer geworden.

Was würde ich beim nächsten Curaçao-Urlaub anders machen?
Mit einem Mietwagen möchte ich vor allem die Strände entdecken, die ich dieses Mal nicht geschafft habe. Außerdem möchte ich endlich dort schnorcheln, wo vielleicht auch Schildkröten unterwegs sind. Ich möchte Flamingos sehen, die Mangroven erkunden und noch mehr von der Insel abseits von Willemstad kennenlernen.
Inzwischen habe ich außerdem Videos von Erlebnissen gesehen, die ich vor meiner Reise überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Dazu gehören zum Beispiel Wasserfahrräder und Begegnungen mit Delfinen. Ob und wo ich das beim nächsten Mal tatsächlich machen würde, müsste ich mir vorher noch genauer anschauen.
Denn bei einer Sache bin ich mir trotz aller Überlegungen zu Kosten und Anreise sicher: Meinem Mann und meinen Kindern würde ich Curaçao wirklich gerne zeigen.

Mein Curaçao-Fazit: Würde ich wiederkommen?
Ja, unbedingt! Allerdings würde ich mir beim nächsten Mal deutlich mehr Zeit nehmen und die Reise etwas anders planen. Denn trotz der langen Anreise und der nicht gerade günstigen Preise hat Curaçao bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wenn ich meine drei größten Highlights nennen müsste, wären es Playa Kalki mit seinem unglaublich warmen Wasser, das bunte Willemstad und die Menschen auf Curaçao.
Gerade sie sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Ich habe sie als unglaublich freundlich und offen erlebt. Irgendwie hatte ich oft das Gefühl, dass sie die Sonne nicht nur um sich herum haben, sondern auch ausstrahlen.
Natürlich war nicht alles perfekt. Und gerade außerhalb der touristischen Bereiche ist mir leider auch Plastikmüll am Straßenrand und in den Büschen aufgefallen. Das fand ich schade, denn die Insel hat landschaftlich so viel zu bieten.
Trotzdem hat Curaçao bei mir genau das geschafft, was ein Reiseziel eigentlich schaffen sollte. Ich bin nicht nach Hause geflogen und dachte: Schön, das habe ich jetzt gesehen. Stattdessen wurde meine Liste mit Dingen, die ich beim nächsten Mal machen möchte, während der Reise immer länger.
Und vielleicht ist genau das mein größtes Kompliment an Curaçao. Ich möchte zurück.

Häufige Fragen zu einem Curaçao Urlaub
Wie lange fliegt man nach Curaçao?
Mein Flug von Amsterdam nach Curaçao dauerte ungefähr zehn Stunden. Ab dem 14. Dezember 2026 bietet Corendon Airlines auch Direktflüge von Düsseldorf nach Curaçao an. Dafür sind ungefähr neuneinhalb Stunden Flugzeit vorgesehen. Die tatsächliche Dauer hängt von der Verbindung und den Flugbedingungen ab.
Wie viele Tage sollte man auf Curaçao bleiben?
Meine vier Nächte waren für einen ersten Eindruck ausreichend. Für einen richtigen Urlaub würde ich persönlich ungefähr zwei Wochen einplanen. So bleibt neben Ausflügen und Inselerkundungen auch genügend Zeit für entspannte Strandtage.
Braucht man auf Curaçao einen Mietwagen?
Wenn du verschiedene Strände und Ausflugsziele unabhängig besuchen möchtest, würde ich einen Mietwagen empfehlen. Während meiner Pressereise waren alle Transfers organisiert. Bei meinem nächsten Besuch würde ich direkt am Flughafen ein Auto übernehmen.
Lohnt sich All Inclusive auf Curaçao?
Für mich ja, obwohl ich normalerweise nicht den ganzen Urlaub in einer Hotelanlage verbringen möchte. Ich fand gerade die Kombination ideal. Tagsüber konnte ich Curaçao entdecken und anschließend im Hotel essen, trinken und entspannen.
Ist Curaçao für einen Urlaub mit Kindern geeignet?
Nach meinem ersten Eindruck würde ich Curaçao definitiv auch mit meinen Teenagern bereisen. Sie waren bei dieser Reise allerdings nicht dabei, deshalb kann ich noch nicht aus eigener Erfahrung über einen Familienurlaub auf Curaçao berichten. Das Mangrove Beach mit Pool, Strand und Aquapark würde für mich bei einer Familienreise aber ganz oben auf der Hotelliste stehen.
Was muss ich vor der Einreise nach Curaçao beachten?
Für die Einreise nach Curaçao benötigst du einen gültigen Reisepass. Außerdem musst du vor der Ankunft die digitale Einreisekarte (Digital Immigration Card) online ausfüllen. Das gilt auch für mitreisende Kinder.
Da sich Einreisebestimmungen ändern können, empfehle ich dir, vor deinem Urlaub noch einmal die offiziellen Reiseinformationen von Curaçao zu kontrollieren.
Was kostet ein Curaçao-Urlaub für eine vierköpfige Familie?
Bei meiner Recherche im Oktober 2026 habe ich Pauschalreisen für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab rund 6.800 Euro gefunden. Für die Weihnachtsferien lagen vergleichbare Angebote sogar bei über 11.000 Euro. Die Preise hängen stark von der Reisezeit und den enthaltenen Leistungen ab. Meine konkreten Preisbeispiele findest du weiter oben im Kostenabschnitt.

