Mecker, Mecker, Mecker

Nürnberg

 – Meckern ist immer leichter, als von anderen angemeckert zu werden.-
(Wolfgang Bötsch)

 

Wie oft beschwert ihr euch???

Meckern,

dass tun wir doch alle gerne… Und oft… Auch ich mache das sehr oft.

  • Über mich selbst, weil es mir an Disziplin mangelt um an meinen Zielen zu arbeiten.
  • Über meinen Mann, der zu wenig zu Hause ist und mich nicht so unterstützten kann wie ich mir das wünschen würde.
  • Über meine Mutter, die kein Interesse an Ihren Enkeln hat.
  • Über meine Kinder, die nur am Streiten sind und nur Blödsinn im Kopf haben.

Das könnte echt Endlos so weitergehen. Aber wisst ihr was?

Meckern und sich beschweren ist scheiße!!!!

Es lenkt ab von den wirklich wichtigen Dingen! Das habe ich vergangenes Wochenende erst gemerkt.

 

Nürnberg

Ich war in Nürnberg, bei einem Bloggerevent. Da auf dem ursprünglichen Ticket als Beginn 9:00 Uhr vermerkt war, musste ich einen Tag vorher anreisen. Auf der Suche nach einer Unterkunft, stieß ich auf das Hotel Five. Mitten in der Stadt, am Puls des Lebens, liegt dieses kleine (aber feine) Boutiquehotel mit dem zum Haus gehörenden Five Diner.

Die Bilder sprachen mich an, die Speisekarte noch mehr und so war das Zimmer schnell reserviert.

Nachdem ich Christine von Pretty-You von dem Hotel erzählte entschied sie sich ebenfalls, dort ein Zimmer zu buchen. Ich freute mich unheimlich auf den Abend mit Christine, den wir kannten uns schon von einem anderen Bloggerevent. Ich reservierte uns also einen Tisch im FiveDiner. Da ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen wollte reiste ich erst sehr spät an, aber das war für das Hotel kein Problem. Ich checkte ein, warf meine Reisetasche ins Zimmer und stürzte ins Diner. Wir bestellten Caipi’s und nach den ersten paar Minuten im Diner entspannte ich immer mehr. Das mag vielleicht AUCH an den Caipi’s gelegen haben. Ganz sicher lag es aber am Personal des Diners und am Captain Tobi. Sie sorgten mit ihrer guten Laune dafür, dass auch die Gäste den Stress vergaßen und einfach einen tollen Abend hatten. Wir bestellten Burger und anschließend noch Nachtisch und hatten einen wunderbaren Abend. Wir redeten und lachten und hatten einfach Spaß! Kein Wunder, dass es so voll war, das Essen war spitze und das Personal verbreitete gute Laune wo immer es ging.

Als ich um etwa 23:30 mein Zimmer betrat war ich richtig begeistert. Die Einrichtung total stylisch und schön. Das Zimmer und das Bad sauber und ruhig. Der Fernseher groß und die Bar gut gefüllt. Alles was man braucht. 😉

Familie

Dennoch fehlte mir meine Familie. Ich bin sehr selten allein und daher versuchte ich, die Zeit zu genießen. Zu Hause ist nämlich NIX mit ausschlafen….. Am Bett lag es nicht, denn das war hervorragend. Ich konnte einfach nicht schlafen und wälzte mich hin und her. Früher als geplant stand ich auf.

Beim Bloggerevent war es interessant, ich traf viele liebe Menschen. Und lernte viele weitere liebe Menschen kennen. Dennoch war es nicht passend für meinen Blog und so entschied ich mich, vorzeitig nach Hause zu fahren.

 

Heimweg

Als ich im Zug saß spürte ich sie wieder… Diese Sehnsucht nach meiner Familie, nach meinen Kindern. Ich freute mich unheimlich auf die 3. Wir waren gerade mal 26 Stunden getrennt, dennoch kam es mir wie eine Ewigkeit vor. Und während ich so im Zug saß und aus dem Fenster schaute füllten sich meine Augen mit Tränen. Es kam mir so lächerlich vor, all die Dinge über die ich mich täglich beschwerte. Über die ich mich aufregte, statt sich zu freuen, welch wundervollen anderen Dinge passierten. Dinge über die ich lächeln oder vor Glück weinen konnte…..

  • Dass wir alle gesund sind.
  • Dass meine Tochter mir zuruft, sie wird mich vermissen.
  • Oder mein Sohn mit 2,5 Jahren: „Liebe dich Mama!“ sagt.
  • Mein Mann freitags früher als gewohnt oder auch mal zwischendurch zu Hause ist.
  • Dass meine Kinder Liebe erfahren.
  • Dass wir ein zu Hause und genug zu essen haben.
  • Wir in Frieden leben.
  • Wir zusammen sind.
  • Ich eine tolle Zeit hatte.
  • Meine Kinder Großeltern haben (meine Schwiegereltern), die sie lieben.
  • Dass mein Mann mich immer unterstützt und hinter mir steht in allem was ich mache.
  • Dass wir arbeiten können und dürfen.
  • Dass unsere Kinder den Kindergarten besuchen und so vieles lernen und Freunde finden können.
  • Wir Geschwister/ Familie haben auf die man sich verlassen kann.
  • Und wir aus schweren Krisen gestärkt hervorgehen. Zusammen! Als Familie!

 

Meine Tochter (morgen dann 4) sagt immer: „Ich liebe euch bis zum Mond, bis zur Sonne und allen Sternen und wieder zurück. Wir sind eine Familie!“

 

Und dann?

All das ging mir durch den Kopf auf dieser Zugfahrt zurück zu meinen Lieben! Ich wollte mich weniger beschweren und weniger Meckern, dafür mehr Dankbarkeit zeigen für all das Tolle was mir/ uns passiert.

Ich möchte mir dieses Gefühl der Sehnsucht in Erinnerung rufen, wenn meine Kinder bocken oder sich streiten. Diese Freude, die ich spürte, weil ich sie bald wiedersehen durfte.

Noch 3 Stunden…. Noch 2 Stunden…. noch 1 Stunde….

 

Und dann?
Dann schließe ich sie in die Arme und drücke sie fest an mich. Und während die zwei sich sicher auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause streiten werden, beschwere ich mich, dass meine Kinder nicht brav sind. 😆 😆 😆

5 Gedanken zu „Mecker, Mecker, Mecker

  • 26. November 2016 um 20:58
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    Hallo Kati,
    als ich diesen Beitrag gelesen habe, war ich gerade in einer „Mecker-Schleife“. Mit nichts und niemandem war ich zufrieden. Dann las ich Deinen Artikel und hab mir ebenfalls eine Liste gemacht für was ich alles dankbar sein kann. Das hilft sehr wenn ich mal wieder unzufrieden bin. Liebe Grüße Daniela

  • 21. November 2016 um 9:26
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    Mein Vorsatz: Meckern einstellen und mich auf die wichtigen Dinge besinnen 🙂
    Bin glücklich und habe ja überhaupt keinen Grund zu meckern (liegt wohl in den Genen).

  • 11. Oktober 2016 um 5:22
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    Ganz toll geschrien?Liebe Grüsse Kerstin

  • 10. Oktober 2016 um 21:14
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    ja… ich hoffe ganz ganz bald….

  • 10. Oktober 2016 um 20:30
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    Hallo liebe Kati,

    was für ein wundervoller Beitrag und das sage nicht nur, weil ich dabei war 🙂 Ich finde es toll, wie du über deine Familie berichtest und was eigentlich Leben wichtig ist. Ich hatte großen Spaß mit dir und vermisse das leckere Essen aus dem Hotel! Vielleicht auf ein baldiges Wiedersehen 🙂 LG Christine von http://pretty-you.de/

    PS: Kannst du mir noch die Fotos vor der Holzwand senden 😉

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