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Schwere Allergien im Alltag

Schwere Allergien beeinflussen immer mehr unser Leben. Auch meins, denn wie ihr wisst ist mein Sohn auch betroffen. Zusätzlich zur Laktoseintoleranz, einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, sind auch noch Allergien gegen alle Milchbestandteile und einen bestimmten Konservierungsstoff bekannt geworden.

 

Dass so eine Allergie aber auch ganz plötzlich, quasi von heute auf morgen auftreten kann, habe ich mal bei der Arbeit erlebt. Meine Kollegin (43), die bis dato keine Allergien hatte, hatte eine Karotte gegessen. Daraufhin wurde ihr Gesicht immer runder, es schwoll unheimlich schnell an, ihre Haut rötete sich und brannte, dennoch wollte sie selbstständig nach Hause fahren.

Das jedoch ließen wir nicht zu. Wir alarmierten die Ersthelfer unter unseren Kollegen und diese riefen dann den Krankenwagen. Ihr ist zum Glück nichts passiert… Aber was wäre gewesen, wenn auch ihr Hals angeschwollen wäre???

 

schwere-Allergien

So nützlich, doch für manche so gefährlich!

 

Meine persönliche Erfahrung

Das ist meiner Mutter mal passiert, die aus einer Cola-Dose getrunken hatte. Was sie nicht bemerkt hatte ist, dass da eine Biene reingekrabbelt war. Als meine Mutter einen großen Schluck nahm, gelangte die Biene in ihren Mund und stach sie. Oh ich kann euch sagen, das war echt Hölle!

Ich war vielleicht 13 oder 14 Jahre alt. Zum Glück wohnten wir (fast direkt) neben einem Krankenhaus. Mit der ganzen Überzeugungskraft eines Teens habe ich meine Mutter gezwungen dort hinzugehen als ich merkte, dass ihr Hals angeschwollen war und sie schlechter Luft bekam. Ich sag es euch…. SIE trinkt gar nicht mehr aus Dosen und ich hab meistens meinen Finger auf der Öffnung, wenn ich dann doch mal eine Dose kaufe! Das hat sich in mein Hirn gebrannt.

 

Oft WISSEN Betroffene gar nicht, dass sie Allergien haben. Manchmal kann es entscheidend sein, dass Ihr Umfeld erkennt, dass etwas nicht stimmt und entsprechend reagiert.

 

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Ja auch Flauschi  kann Allergien auslösen….

 

Schwere Allergien bei Kindern

Aber auch Kinder sind betroffen und manchmal ist es ein langer Weg, bis es erkannt ist. Ich habe mit einer befreundeten Mama gesprochen, wie das Leben mit den Allergien ihres Sohnes für die ganze Familie ist.

Damals, als dieser liebe kleine Junge bei uns zu Cataleyas Geburtstag eingeladen war, stellte es mich vor eine wahnsinnige Herausforderung einen Kuchen ohne Ei zu backen. Dennoch wollte ich nicht, dass er ausgegrenzt wird. Ich wollte, dass er, wie alle anderen Kinder auch, ein Stück Geburtstagstorte essen kann.

Aber lest selbst, was seine Mama zu den Allergien ihres Sohnes zu sagen hat…

 

 

Quelle: schwere-allergie.de

Interview mit einer betroffenen Mama

Ich habe eine befreundete Mami gebeten mir etwas über die Allergien ihres Sohnes zu erzählen, hier ist für euch das Interview:

 

Welche Allergien sind bei deinem Sohn vorhanden?
– Mein Sohn hat eine Lebensmittelallergie gegen Hühnereiklar, Roggenmehl und Curry. Außerdem eine Gräser und Pollenallergie.

 

Wie habt ihr die Allergien entdeckt und wie als war dein Sohn da?
– Mein Sohn hat immer schon schlecht geschlafen, er war nachts total unruhig. Er war fast immer erkältet und hatte oft Bronchitis und ab und an auch Pseudokruppanfälle in der Nacht. Mir wurde in der Phase, in der mein Mann und ich fast nicht mehr konnten, ein Arzt empfohlen. Ein HNO, der als Kassenarzt behandelt, aber auch homöopathisch. Dieser Arzt hat aufgrund einer einfachen Blutuntersuchung diese Allergien festgestellt. Mein Sohn war da 3 Jahre alt.

 

Welche Gefahren bestehen für ihn, wenn er mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt?
– Es bestand bisher keine Lebensgefahr, wenn er mit diesen Lebensmitteln in Kontakt kam. Er bekommt aber starke Bauchschmerzen und Hautausschläge.

 

Gab es auch schon einen Notfall? Wie habt ihr reagiert?
– Einen Notfall aufgrund der Allergien gab es noch nicht…. Einmal sind wir aufgrund eines Kruppanfalls (Das ist eine Entzündung der Atemwege aufgrund eines viralen Infekts – nur in seltenen Fällen liegt eine allergische Ursache vor.) nachts in die Kinderklinik gefahren.

 

Wie geht ihr im Alltag damit um?
– Wir haben nach diesem Bluttest unsere Ernährung umgestellt. Wir essen alle ohne Hühnerei, Nudeln aus Hartweizengrieß, Kuchen ohne Ei bzw. mit Eiersatzpulver, um Allergene zu vermeiden. Curry zu vermeiden finde ich nicht schwierig. Bei manchen Lebensmitteln ist das allerdings schwer, z. B. bei Maultaschen. Inzwischen gibt es aber auch da vegane ohne Ei.

 

Meinem Christian, der Laktoseintoleranz hat und eine Allergie gegen alle Milchbestandteile, zu erklären warum er keine Milchschnitte essen darf war hart, da er noch so klein ist. Wie war das bei euch? Wie hast du deinem Sohn erklärt, warum er diese Lebensmittel vermeiden muss?
– Mein Sohn hat ziemlich schnell verstanden, dass ihm diese Lebensmittel nicht gut tun. Außerdem zeigt ihm sein Körper ganz genau, was gut für ihn ist und was nicht. z.B. macht er sich gar nicht viel aus Kuchen ;-).

Es gab zwar schon auch Probleme und auch öfters Tränen. Ich habe aber auch immer Kuchen ohne Ei dabei, wenn wir bei einem Geburtstag sind oder so… oder Brot ohne Roggenmehl oder Kekse ohne Ei…. ich habe es ihm immer so erklärt, dass er davon Bauchschmerzen bekommt und er sich dann immer kratzen muss… Das hat ihm schon gereicht darauf zu verzichten.

Schlimmer war die Oma, sie hatte es am Anfang nicht verstanden, dass mein Sohn Allergien hat… wohl ein Generationsproblem. Inzwischen klappt das aber auch total gut.

Wir waren im Frühjahr beim erneuten Bluttest. Die Ärztin hat gemeint, dass sich die Allergiewerte stark gebessert haben. Aufgrund des strickten Verzichts. Er kann heute auch mal ein Keks mit Ei essen, ohne dass er gleich Bauchschmerzen bekommt. Wir halten uns aber trotzdem weiterhin daran.

Vielen Dank meine Liebe für deine Zeit!

 

schwere Allergien

An zu viel Hygiene kann es, bei meinem Sohn, nicht liegen…. 😉 

 

Was ist ein anaphylaktischer Schock überhaupt?

Eine Anaphylaxie, auch anaphylaktischer Schock oder auch Allergieschock genannt, ist eine Reaktion des Körpers auf bestimmte Allergene, normalerweise ganz harmlose Stoffe. Das können die unterschiedlichsten Sachen sein. Bei meinem Sohn ist das die Milch, bei dem kleinen Freund meiner Tochter sind das Eier, bei meiner Kollegin die Karotten und bei meiner Mutter die Bienenstiche (nein ich meine nicht den Kuchen).

Typisch für eine Anaphylaxie ist, dass die Symptome plötzlich und an mindestens zwei Organsystemen auftreten. So können Atemwege, der Magen-Darm-Trakt, die Haut oder das Herz-Kreislauf-System betroffen sein.

Das Ganze geht wahnsinnig schnell! Innerhalb weniger Minuten schreitet die Anaphylaxie voran und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Ein Notfallset kann Leben retten. Zumindest an jedem Arbeitsplatz und in jedem Allergiker Haushalt sollte es, meiner Meinung nach, vorhanden sein. Das Set besteht vor allem aus 3 Arzneimitteln: Antihistaminikum, Kortisonpräparat und Adrenalin-Autoinjektor. Mehr Infos zum Notfallset und zur Anaphylaxie-Behandlung bekommt ihr hier: Link zum Video

 

Wer kann von einem anaphylaktischen Schock betroffen sein?

Besonders gefährdet sind natürlich die, die bereits eine extrem starke allergische Reaktion hatten. Aber auch bei Menschen, die bisher keine sehr schwere Reaktion mit Lebensmittelallergien, Insektengiftallergien oder Arzneimittelallergien erlitten haben, kann die Anaphylaxiegefahr erhöht sein.

Was den wenigsten Menschen bewusst ist: Anaphylaktische Reaktionen können jeden treffen, auch wenn es zuvor noch nie zu allergischen Reaktionen gekommen ist, wie bei meiner Kollegin die die Karotte gegessen hat. Die Gefahr, die von der Anaphylaxie ausgeht, wird oft unterschätzt.

 

Quelle: schwere-allergie.de

 

Aktuelle Infos zum Thema schwere Allergien findet ihr auf der folgenden Seite:

https://www.facebook.com/schwereallergie.de/

 

 

Seid ihr selbst betroffen oder habt ihr Allergiker in der Familie?

Erzählt mir doch eure Geschichte, am besten hier als Kommentar, damit auch andere davon profitieren können!

6 Gedanken zu „Anzeige – Schwere Allergien im Alltag

  • 13. September 2017 um 14:55
    Permalink

    Das ist ein sehr ausführlicher Bericht.
    Du gehst wirklich auf das Thema ein und sprichst dabei so wohl von deinen Erfahrungen als auch von den Erfahrungen einer anderen Mutter .
    Toller Bericht
    Lg denise

  • 3. September 2017 um 12:46
    Permalink

    Hi Kati,

    ein sehr interessanter Beitrag. Ich selbst entwickle wahrscheinlich gerade eine Wespenstich-Allergie, was mich gerade im August extrem beunruhigt, wenn die Viecher einfach überall herumschwirren. Auf meinem Dachboden habe ich das zweite Mal in Folge ein Nest. Wäsche aufhängen wird immer zum Akt. Ich wurde vor ca. 5 Jahren zum ersten Mal gestochen, ähnlich wie deine Mutter. Habe einen Schluck aus einer Bierflasche genommen und die Wespe mitgenommen. Zum Glück habe ich es gemerkt und sie ausgespuckt, sie stach mich unter der Lippe im Mund. Es tat etwas weh, ansonsten war alles gut. Letztes Jahr im Urlaub dann wurde ich wieder gestochen, diesmal reagierte mein Körper mit einer Kreislaufschwäche, was ich sehr beunruhigend fand. Außerdem hat es so krass wehgetan, da hatte ich eine Woche was von. Zu der Zeit gab es eine Wespenplage in Schweden und der Urlaub war deswegen relativ anstrengend. Na ja, ich habe jetzt richtig Angst vor einem weiteren Stich, da ich gelesen habe, dass sich Allergien von Stich zu Stich weiterentwickeln können und auf so einen Schock hab ich echt keine Lust. Ich saß dieses Jahr gar nicht auf meinem Balkon, weil ich solche Angst habe. Meine Fenster kann ich auch kaum noch öffnen, weil die Wespen vom Dachboden ständig in die Wohnung reinfliegen. So nervig!!!

    Dieses Notfall-Kit interessiert mich, das schau ich mir mal genauer an, Danke für den Tipp!

    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  • 22. August 2017 um 18:12
    Permalink

    Hallo Liebes,

    ich selbst habe zwar keine Allergie, aber ich habe eine Sorbitintolleranz und darf deswegen fast keine Früchte mehr und ganz vieles andere ist auch gestrichen worden. Ich muss sogar darauf achten, dass ich keine Zahnpasta mit Sorbit verwende. Bei mir wird es zum Glück nicht so schlimm, dass ich um mein Leben fürchten muss, aber es schränkt dennoch mein Leben ein. Einfach Essengehen ist eine Herausforderung!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  • 22. August 2017 um 11:36
    Permalink

    Das hast du super beschrieben ich kann seit Anfang des Jahres ein Lied davon singen. Neben einer neuaufgetretenen Allergie gegen Frühblüher (ich dachte erst ich wäre Dauererkältet) die sich aber zum Glück bisher nur mit schnupfennase und Husten Reiz äußert und noch recht harmlos ist (wenn auch echt lästig) habe ich im März auch ganz plötzlich heftig auf ein Antibiotikum reagiert das ich ein paar Wochen vorher noch sehr gut vertragen habe. So ca eine halbe Stunde nach der Einnahme hab ich ganz plötzlich Herzrasen und Ausschlag am ganzen Körper bekommen und musste in die Notaufnahme. Der Herzschlag war über 180 der Blutdruck auch sehr hoch so das ich deswegen schlecht Luft bekommen habe. War wie ein dicker Kloß im Hals. Aber am schlimmsten war für mich eigentlich dieser Ausschlag der Juckreiz war von den Fußsohlen bis zum Kopf. Schrecklich. Bis dahin kannte ich das nicht von mir selbst hab zwar eine Allergie auf manche Duftstoffe und Latex aber das war nie so heftig.

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