Gefahren im Internet und wie wir unsere Kinder schützen können

Dieser Beitrag über Gefahren im Internet kennzeichne ich als WERBUNG, da ich Seiten verlinke und Marken nenne.

Misstrauen und Schutz

Ich bin ein sehr misstrauischer Mensch, besonders im Netz. Ich hinterfrage, ich überlege und NIE, NIE im Leben klicke ich irgendwelche Links in E-Mails an.

Tatsächlich lösche ich lieber die eine Mail zu viel als in eine Falle zu Tappen. Doch das ist wohl nur ein kleiner Teil der Verbrechen, die heutzutage im Netz verübt werden. Die täglichen Nachrichten über misshandelte und getötete Kinder machen mir da größere Bauchschmerzen. Ein Großteil der Täter kommt aus dem näheren Umfeld des betroffenen Kindes, ein Teil aber nimmt den Kontakt zum Kind im Internet auf. Als Mama frage ich mich tatsächlich immer öfters, wie ich meinen Kindern all diese Gefahren im Netz erkläre und wie ich Sie davor schützen kann!

 

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Zahlen, Daten, Fakten

Vor kurzem erschien ein sehr guter Artikel auf dem Online Portal der Welt zum Thema: „Gewalt gegen Kinder: BKA warnt vor neuen Missbrauchsformen“, darin heißt es z. B.

Jede Woche werden mindestens zwei Kinder unter 14 Jahren Opfer eines Tötungsdeliktes; 143 waren es im vergangenen Jahr, die meisten davon im Vorschulalter. „Die Täter sind meistens aus dem sozialen Nahbereich“, sagt Münch: Väter, Mütter, Familienmitglieder, Freunde. Und auch Misshandlungen und sexueller Missbrauch spielen sich weit überwiegend im engsten sozialen Umfeld ab……..
4247 Misshandlungen und 13.539 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch sind 2017 aktenkundig geworden. „Damit repräsentiert die Polizeiliche Kriminalstatistik nur einen Bruchteil der tatsächlichen Missbrauchstaten“, sagt Jörg Fegert. 

….. Eine immer größere Bedeutung spielt dabei das Internet: Insgesamt 16.317 Fälle von Herstellung, Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Materials weist die PKS für 2017 auf – ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch hier handele es sich lediglich um die Spitze des Eisbergs, stellt Münch klar.

Die meisten Hinweise auf Missbrauchsdarstellungen im Internet erhalten die deutschen Behörden demnach aus den USA, wo es für die Provider eine Meldepflicht für verdächtige Inhalte gibt. Rund 35.000 solcher Hinweise mit Bezug zu Deutschland habe das BKA im vergangenen Jahr erhalten. Davon hätten aber 55 Prozent nicht weiterverfolgt werden können, weil aufgrund der ausgesetzten Vorratsdatenspeicherung keine IP-Adressen ermittelt werden konnten – ein Zustand, der für den BKA-Chef nur „schwer erträglich“ ist: „Wir brauchen das Handwerkszeug für die Strafverfolgung.“ ……
(Quelle Artikel auf www.welt.de)

 

Das macht mich unheimlich betroffen und deshalb habe ich mit dem Kriminologen Thomas-Gabriel Rüdiger über seine Arbeit und die Gefahren im Netz für unsere Kinder gesprochen.

 

Originalbild unter: http://stine.fotograf.de/photo/57fa440c-9c38-4133-afc5-0b170a7fb1aa
Quelle: Thomas-Gabriel Rüdiger

 

Wer ist das eigentlich?

Thomas, stell dich bitte meinen Lesern kurz vor:

Thomas: Tja wie fange ich da an. Mein Name ist Thomas-Gabriel Rüdiger, ich war Polizist und habe parallel Kriminologie studiert. Mittlerweile bin ich als ein Cyberkriminologe am Institut für Polizeiwissenschaften tätig. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit den Ursachen und der Phänomenologie von digitalen Straftaten, aber auch mit digitaler Polizeiarbeit. Dabei muss man sagen, das mein Interesse an digitalen Themen tatsächlich auch privater Natur ist, so würde man mich vermutlich normalerweise als einen „Nerd“ bezeichnen. Dieses starke Interesse für digitale Themen hat mir dann letztlich aber in meinem Forschungsfeld viel geholfen.

 

Was sind deine Aufgaben?

Thomas: Einerseits bin ich klassischer Dozent für Kriminologie und rund um alles was mit Cyber zu tun hat und versuche also unsere Polizeianwärter hier möglichst fit zu machen. Andererseits forsche ich aber intensiv zur Cyberkriminologie, publiziere und halte auf internationalen und nationalen Tagungen entsprechende Vorträge. Medienarbeit gehört dann auch noch dazu. Tatsächlich verbringe ich letztlich aber einen großen Teil im digitalen Raum, da man in diesem Themenfeld immer up to date bleiben muss, da kommt man um eine Art teilnehmende Beobachtung nicht herum.

 

Wolltest du schon immer Kriminologe werden?

Thomas: Ich wollte schon immer Polizist werden. Das es den Beruf des Kriminologen gibt war mir gar nicht so bewusst. Ich habe mir aber als Polizist viele Fragen rund um die Entstehung von Kriminalität, die Wirksamkeit von Prävention aber auch die Bedeutung von Strafe und Strafverfolgung gestellt. Daher war für mich der Schritt zur Kriminologie naheliegend und hat mir tatsächlich auch viele Einsichten gebracht.

 

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Kinder im Internet

Was denkst du über Kinder im Netz? Sollte man Kinder am besten vom Internet fernhalten?

Thomas: Von Internet- oder Smartphone Verboten oder Ähnliches halte ich relativ wenig.

Denn das bedeutet meistens, dass man seine Kinder dann auch nicht auf die Herausforderungen des digitalen Raumes vorbereitet. Sobald diese dann z.B. über Freunde doch im Netz unterwegs sind, hat sie niemand darauf vorbereitet.

Das heißt nicht, dass Eltern nicht z.B. gewisse Programme verbieten dürfen, oder auch die Zeit regulieren sollten, wie lange ihr Kind im Netz ist. Es heißt vielmehr, dass  es aus meiner Sicht wichtiger ist, dass sich Eltern die Kompetenzen selbst aneignen um Kinder in diesem Raum zu begleiten.

Wenn ein Kind z.B. ein Spiel installieren will, dann sollten Eltern das Spiel selbst installieren, eine Woche spielen und dann mit ihrem Kind darüber reden. Das mag Wunschgedanke sein, aber im Netz müssen wir zu einer Situation kommen in der Eltern die Ansprechpartner ihrer Kinder sind und nicht die Kinder Ansprechpartner ihrer Eltern.

Welche Gefahren lauern im Internet und wo lauern sie?

Thomas: Es gibt annähernd kein Delikt aus dem physischen Raum, dass kein Äquivalent über oder im Raum hat. Das reicht von Betrug, über Volksverhetzung bis zu Sexualdelikten.

Ein grundsätzliches Problem im Netz ist aber, dass unsere normalen Schutzmechanismen für Kinder nicht mehr funktionieren, da diese häufig auf Visualität des Risikos aufbauen. Was meine ich damit. Wenn ein erwachsener Mann auf einem Spielplatz an ein Kind herantritt und sagen würde „du ich bin auch ein Mädchen komm mit zu mir nach Hause spielen“. Würden sowohl die Eltern, umstehende Erwachsene als auch das Kind sofort das Risiko erkennen und entsprechend handeln können.

Im Internet ist genau diese visuelle Erkennbarkeit von Risiken fast nie möglich. Eltern und Kinder können kaum erkennen wer der Chatpartner oder Mitspieler im Onlinegame wirklich ist. Hier stellt sich auch die Frage warum wir als Gesellschaft kaum problematisieren, dass wir einerseits wollen, dass Kinder am digitalen Raum teilnehmen kann, andererseits keine Lösungen dafür entwickelt haben, wie man ein Miteinander von allen Altersstufen im Internet eigentlich für Kinder sicher gestalten möchte.

 

Auf der anderen Seite haben wir die Situation, dass die Strafverfolgungswahrscheinlichkeit im Netz so gering ist – im Verhältnis zum physischen Raum -, dass die Hemmschwelle zur Tatbegehung sinkt. Ich habe das in meinem Broken Web Ansatz beschrieben und glaube, dass dies eine grundsätzliche Erklärung für die Masse an Hass und anderen Delikten im Internet darstellt.   

 

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Wie bereite ich meine Kinder auf das WWW vor?

Thomas: Wann lasse ich mein Kind zum ersten Mal alleine zur Schule gehen? Wenn ich denke, dass ich es auf alle Risiken vorbereitet habe.

Das wichtigste aus meiner Sicht ist es dabei ein Vorbild zu sein. Das weiß auch jeder selbst, wenn ich immer bei Rot über die Ampel gehe, brauche ich mich nicht wundern, wenn meine Kinder das dann nachmachen.

Warum können wir aber als Eltern überhaupt Vorbilder im Straßenverkehr sein? Weil wir in diesem Raum selbst aktiv sind, die Regeln kennen und durch das Autofahren den Kindern dies auch sichtbar vermitteln. Dieselbe Situation muss im Netz eintreten. Wir als Eltern müssen Vorbilder sein und uns gleichzeitig besser auskennen als unsere Kinder. Nur so können wir unseren Kindern die Regeln und Risiken auch glaubhaft vermitteln.

 

Ein Beispiel was ich mit Vorbild meine: Wenn ich mein Kind als Profilbild bei WhatsApp einsetze und bei Instagram poste, wird es mir umso schwerer fallen meinem Kind glaubhaft zu vermitteln, dass es nicht alles von sich unbedingt posten muss.

 

Und bei Onlinespielen oder in Chatrooms, wie schütze ich da mein Kind?

Thomas: Es ist dasselbe. Wenn ein Kind denkt es hat mehr Ahnung von einem Programm als die Eltern ist das durchaus ein Problem. Ich kenne z.B. Fälle in denen ein Sohn seiner Mutter Grand Theft Auto als Autorennspiel verkauft hat. Oder auch einen Fall, in dem ein Sohn den Eltern Clash of Clans vorgespielt hat und den Eltern erzählt hat, da spielt man alleine und baut Mauern.

Mein Wunsch wäre, dass Eltern das Spiel dann selbst spielen, und danach mit dem Nachwuchs über das Erlebte sprechen. Unter dem Motto „Du weißt schon, dass man hier mit anderen zusammen spielt und chattet und auch echtes Geld ausgeben kann?“. Dann kann man Extremismus, Sexualtäter oder Mobbing in Spielen auch ganz anders und glaubhaft ansprechen.

Selbst spielen und Nutzen der Apps und dann darüber reden, schützt viel effektiver als alles andere. Das soll aber nicht bedeuten, dass man mit seinem Kind zusammenspielen muss /sollte, sondern nur das man die eigenen Erfahrungen machen muss.

Wichtig ist auch noch, dass man sich nur grob an etwaige Altersstufen wie solche von der USK orientiert. Denn diese berücksichtigen nicht, ob ein Spiel oder Chat eine Kommunikation ermöglicht. Dies sieht man entweder auf Verpackungsangaben, durch Hinweise des Betreibers oder schlicht, weil man es selbst ausprobiert hat.   

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, Kinder zu vermitteln, dass diese immer zu den Eltern bei Problemen kommen können und das so etwas nicht automatisch zu Internet- oder Spielverbot führt. Viele Kinder sprechen Probleme im Netz gerade deshalb nicht an, weil sie Angst vor solchen Verboten haben, die einer Art sozialer Ausgrenzung gleichkommen können.

 

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Wie erkläre ich meinen Kindern die Gefahren (ohne Ihnen Angst zu machen)? Hast du da ganz konkrete Phrasen?

Thomas: Eigentlich nicht, da ich kein Pädagoge bin… Ich mache da aber keinen Unterschied zum physischen Raum. Wenn ich dort erkläre es gibt böse Menschen die das und das machen, dann kann ich das auch auf den digitalen Raum übertragen.

 

Wenn es schon zu spät ist, gibt es Anzeichen an denen ich erkenne, dass mein Kind betroffen ist?

Thomas: Die Frage wäre wovon betroffen? Es gibt so viele Delikte im digitalen Raum, dass man das nicht generalisieren kann. Dazu kommt, dass die Anzeichen wie sozialer Rückzug, Abnabelung oder auch Aggressivität z.B. auch auf die Pubertät hinweisen kann. Ganz zu schweigen davon, dass Kinder den Eltern nicht mehr alles erzählen was sie im Netz und bei WhatsApp so treiben 😉.

Besonders hellhörig würde ich aber immer werden, wenn ich irgendwie mitbekomme, dass sich mein Kind versucht nackt oder in die Richtung zu fotografieren. Das kann zwar auch bei Jugendlichen Bestandteil des sexuellen Heranwachsens sein, bei jüngeren ist das aber fast immer ein Hinweis in Richtung Cybergrooming oder artverwandten Phänomenen.

Wie reagiere ich, wenn mein Kind belästigt wird?

Thomas: Aus meiner Sicht immer mit einer Anzeige. Dazu nie den Chatkontakt irgendwie nochmal anschreiben, der belästigt – einfach nicht reagieren. Vielmehr alle Chatnachrichten per Screenshot sichern (vor allem auch mit Uhrzeit, Datum, URL usw..), sammeln und dann bei den Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige bringen. Das kann man auch über die Internet- oder Onlinewachen machen.

 

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Hast du Tipps, wie ich das Selbstvertrauen der Kinder in sich selbst/ in Eltern oder Lehrer stärke, damit es NEIN sagen kann und auch weiß, dass es sich den Eltern anvertrauen kann?

Thomas: Wie gesagt wichtig ist dem Kind zu vermitteln, dass es nicht automatisch Internet verbot gibt und das Problem nicht bei dem Kind, sondern dem Täter liegt. Dies in Kombination mit der Vermittlung das man sich in diesem Raum selbst auskennt, müsste eigentlich ein wichtiger Schritt dazu sein.

 

Kinder schauen gerne Videos bei YouTube, wie schütze ich sie davor, nicht das falsche zu sehen? Geht das überhaupt, ohne dass ich pausenlos daneben sitze?

Thomas: Faktisch nicht. Aber auch hier ist der beste Schutz im Vorfeld mit den Kindern zu sprechen und sie darauf vorzubereiten. Leider gibt es sogar das Phänomen, dass in scheinbar harmlosen Videos für Kinder auf YouTube verstörende Inhalte – beispielsweise, dass auf einmal Frauen Spritzen gesetzt bekommen usw.… – eingebaut sind. Also selbst da kann man sich nie 100%ig sicher sein.

Was würdest du gerne allen Eltern noch zu diesem Thema sagen?

Thomas: Ja ich weiß jeder fragt im ersten Moment stets, wann soll ich denn die Zeit finden Spiele zu spielen, oder Musicaly und Co auszuprobieren? Ich muss doch arbeiten und muss mich auch um meine Familie kümmern. Leider führt aber kein Weg daran vorbei. Wer ernsthaft sein Kind im digitalen Raum begleiten will, muss sich darin auch selbst auskennen.

Das zweite ist, dass die Gesellschaft den einzigen Schutz von Kindern vor Straftaten im Internet zu häufig nur an der Medienkompetenz der Eltern festmacht. Es braucht aber mehr, auch der Staat muss einen effektiven Schutz gewährleisten. Denn irgendjemand muss auch Kinder im Internet schützen, deren Eltern das Wissen nicht oder schlicht gar kein Interesse haben, ihre Kinder im Internet zu schützen. Bisher fehlt hierzu aber die gesellschaftliche Diskussion, diesen müssen auch Eltern aktiv einfordern.   

 

Noch eine persönliche Frage. Selbst die Nachrichten über solche Vorfälle erschüttern mich zu tiefst.
Wie gehst du mit dem um, was du tagtäglich siehst und erlebst?

Thomas: Man darf es halt nicht an sich heranlassen, sondern man muss sich sagen, dass man versucht etwas dagegen zu unternehmen.  

 

 

Thomas ich möchte dir danken, für die Zeit, die du dir nimmst für dieses Interview und auch deine tägliche Arbeit, die diese Welt, für unsere Kinder, ein kleines bisschen besser macht!
Ihr findet Thomas bei Twitter und auch bei Instagram!

 

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Wie schütze ich also meine Kinder vor den Gefahren im Internet?

Von der Illusion, ich könnte die zwei schützen, muss ich mich wohl verabschieden! Ich kann meine Kinder aber aufklären, welche Risiken lauern und sie begleiten, während sie im Internet sind.

Der Vergleich mit dem Spielplatz ist eine super Idee. So können sich die Kinder bildlich vorstellen, was gemeint ist. Ich bin gespannt, wann es bei uns soweit ist. Bis dahin mache ich mich noch mit anderen Informationsquellen im Internet vertraut.

 

Ich kann mir das Gespräch so vorstellen:

„Stellt euch vor, ein böser Mensch kommt auf den Spielplatz und sagt, kommt mit mir nach Hause, da spielen wir weiter! Was macht ihr dann?“

Die Kinder antworten im besten Fall so: „Weglaufen, um Hilfe rufen, NEIN sagen, zu dir (Mama) rennen etc.“

„Jetzt stellt euch vor, ihr spielt mit jemandem im Internet und der heißt Annika und sagt, sie wäre 10 Jahre alt. Wie ist es da?…..

Im Internet könnt ihr nicht sehen ob da tatsächlich Annika sitzt, oder ob jemand böses nur behauptet Annika zu sein. Das ist so, als wenn sich ein böser Mensch auf dem Spielplatz als Kind verkleidet und damit euer Vertrauen gewinnen möchte.“

Es ist schwer vorauszusehen, wie sich so ein Gespräch weiterentwickelt, das ist aber schon mal ein Anfang!

Ich persönlich würde hier immer von bösen Menschen sprechen, denn es sind ja nicht nur Männer, die als Täter in Frage kommen.

 

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Was ich mir vorgenommen habe

Als Mama habe ich mir vorgenommen, immer ehrlich zu antworten und auch ernsthaft auf die Fragen meiner Kinder einzugehen, nicht um den heißen Brei herumreden, aber auch keine Angst machen.
Auch nicht mit der Polizei (wenn du nicht brav bist kommt die Polizei und verhaftet dich und sowas finde ich total daneben), Kinder sollen wissen, dass sie sich in der Not an die Polizei wenden können und diese ihnen helfen wird, z. B. wenn sie mal im Gewusel eines Volksfests verloren gehen!

Kinder sollen Respekt, aber keine Angst vor Erwachsenen haben. Vielmehr müssen, bei unseren Kindern, in bestimmten Situationen (wie der auf dem Spielplatz z. B.) die Alarmglocken läuten und diese sich dann vertrauensvoll und ohne Angst an uns wenden können.

Ich glaube mehr können wir nicht tun, aber wenn wir Kindern beibringen können, die Gefahren zu erkennen, haben wir Ihnen das Beste gegeben.

 

Wo finde ich noch mehr Informationen?

Hier meine Tipps für euch:

 

Ein tolles YouTube Video, welches die Spielplatz-Erklärung veranschaulicht:

 

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Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend könnt ihr euch tolle Publikationen downloaden oder kostenfrei bestellen. Sucht z.B. mal nach „Kinder im Internet“ oder „Soziale Medien“ oder „Gefahren im Internet“.

Hier geht es zur Homepage des BMFSFJ: KLICK

 

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Einen ähnliches Angebot findet ihr auf der Homepage Polizei-Beratung. Schaut euch die Themen „Jugendschutz“ und „Computer-/ Internetkriminalität“ an.

Hier geht es zur Homepage: KLICK

 

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Die Initiative SCHAU HIN bietet einen tollen Elterntest an, in dem wir Erwachsene etwas über unsere Mediennutzung herausfinden können und gibt Tipps wie wir unsere Kinder durch die Medienwelt begleiten können. Ich bin übrigens der Typ Medienpragmatiker.

Es gibt außerdem wahnsinnig viele Infos zu den unterschiedlichsten Themen. Diese Homepage sollten alle Eltern kennen!

Hier kommt ihr zum Elterntest: KLICK

 

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Wir alle lieben Google, für Kinder ist das jedoch nichts. Kindersuchmaschinen sind folgende:

Blinde Kuh: KLICK

fragFINN: KLICK

Helles Köpfchen: KLICK

 

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Klicksafe ist eine EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Hier können zunächst bestimmte Bereiche gewählt werden, bei Klicksafe für Eltern finden Eltern eine Menge Infos sowie z. B. einen Mediennutzungsvertrag für die Familie. Im Bereich für die Kinder können Kinder selbst etwas Lernen und danach den Surfschein (Internet ABC) machen.

Hier geht es zur Homepage: KLICK

 

 

Habt ihr noch weitere Tipps?
Wie erklärt ihr euren Kindern die Gefahren im Internet?

 

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