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Ein Appell an alle Mütter – vom Gefühlschaos und dem Wunsch nach Perfektion!

 

Kennt ihr das?

Man verliebt sich, man heiratet, man wünscht sich Kinder. Diese rosa rote Vorstellung davon ein Baby zu bekommen, welches die Familie vervollständigt und mit diesem kleinen Menschen ist dann alles wunderbar. Ein Happy End wie im Märchen! Oder doch nicht?

Nun das Ganze habe ich auch durch. Nur das sich diese rosa rote Vorstellung ganz schnell verändert hat. Ich möchte euch die andere Seite zeigen, denn über die „schönen“ Seiten gibt’s schon genug Berichte. Nicht, dass es nicht schön wäre Kinder zu haben. Ich liebe meine Kinder von ganzem Herzen, aber es gibt auch die nicht ganz so schönen Seiten über die viel zu selten geredet wird. So, dass oft Mütter verzweifelt sind und sich total allein gelassen fühlen. Dabei sind sie es nicht…. Glaubt mir, ihr seid es nicht!!!!

Schwangerschaft und Geburt

In der Schwangerschaft kann man Glück haben, wie ich, oder aber bei allen Schwangerschaftsleiden hier schreien. Sei es Übelkeit, Wassereinlagerungen, Blasenschwäche etc. Da gibt es wirklich genug was Frau so bekommen kann. Ich hatte dennoch wahnsinniges Glück und eine schöne Schwangerschaft, zumindest die Erste! Und dann kommt er endlich… Der Tag der Geburt. Ihr werdet spüren, wenn es so weit ist. Glaubt mir, das klingt vielleicht völlig verrückt für eine Frau die zum ersten Mal ein Baby erwartet aber es ist so!

Eine Geburt tut weh. Ja ich will euch echt nicht die Illusionen nehmen aber es ist so. Fast schon unerträglich sind diese Schmerzen, aber gerade so schlimm, dass der weibliche Körper sie aushält. Sind da nicht eine Hebamme und eine Ärztin die seitlich auf dem Bett knien und das Pressen der Mutter durch Druck auf den Bauch unterstützen. Hätte ich die Kraft gehabt hätte ich wohl beide (Sorry) kalt gemacht! In dem Moment habe ich wohl geschaut als ob ich besessen gewesen wäre (öhm… ja, kann sein…. 😎 ), sagt mein Mann und der war die ganze Zeit dabei.
Wenn das Baby aber endlich da ist, wird der Körper nur so von Glücksgefühlen überschwemmt. Hormone sind ein echt geiles Zeug. Ich war so glücklich, so froh dieses kleine Mädchen in meinen Armen zu halten. Damit dachte ich immer, das schlimmste sei hinter mir! Doch dann? Was kommt dann?

 

bild1

 

 

Dann kommt die große Unsicherheit….

  • Warum weint mein Baby?
  • Warum schreit mein Baby?
  • Was will mein Baby?
  • Bekommt mein Baby genug Milch?
  • Bekommt mein Baby alles was es braucht?
  • Ist es meinem Baby zu warm oder zu kalt?

Ich könnte endlos so weitermachen. Diese Unsicherheit…. diese scheiß Angst und doch diese überwältigende Liebe die einen fast lähmt und alles miterleben lässt!

Mein Baby hatte Fieber, also weine ich. Mein Baby zahnte, also weine ich. Ich habe gelitten und alles mit gefühlt. Ich habe Nächte durchgemacht oder einfach nur am Bett meines Babys gestanden und nachgesehen, ob es noch atmet. Vor lauter Erschöpfung schlief ich oft genug im Sessel im Kinderzimmer ein oder duschte 3 Tage nicht, weil ich Angst hatte, gerade in dem Moment wacht mein Baby auf und ich bin nicht schnell genug bei ihm wenn wir allein waren…. Oft kümmerte sich mein Mann nicht nur um unser Baby, sondern auch um die Mama (um mich) die direkt an der Klippe stand und kurz vor dem Wahnsinn war. Diese Müdigkeit, diese verdammte Müdigkeit! Und dieser andauernde Schlafmangel. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass es einem so zusetzt wenn man so wenig schläft.

 

Ratschläge

Die erfahrenen Mamas wissen, dass alles macht man beim ersten Baby durch…. Die unerfahrenen, wie ich damals eine war, halten es für die schwierigste Zeit im Leben. Ich erinnere mich, dass damals meine Freundin mit ihren zwei Kindern zu Besuch kam, mich anschaute (wie verzweifelt und unsicher und ängstlich ich war) und nur noch sagte „Das findest du schwierig? Warte mal ab!“ Vielleicht nicht gerade die sanfte Art, aber es half mir. Unglaublich aber wahr, half es mir zu erkennen, dass ich nicht alleine war. Allein mit den Ängsten und Sorgen. Allein mit den Gedanken und den Wünschen alles perfekt machen zu wollen. Allein mit dem Wunsch wieder ich selbst zu sein. Allein mit dem Gefühl einfach mal die Füße hoch legen zu können. Allein mit dem Gedanken 1 Jahr lang schlafen zu wollen.
Ich war und bin nicht allein! KEINE VON UNS IST DAS! Die wenigsten geben es jedoch zu!

Denn so ziemlich wichtigsten Rat bekam ich von meiner Kollegin während meiner ersten Schwangerschaft…. Sie sagte damals zu mir: „Kati, es wird der Tag kommen an dem du so fertig und verzweifelt bist, dass du am liebsten dein Kind an die Wand klatschen würdest. Der Gedanke ist völlig ok und den hast nicht nur du allein. NICHT OK wäre es, das auch zu tun!“ Da musste ich wirklich herzlich lachen, denn ich glaubte ihr nicht, schließlich war ich mit DEM WUNSCHKIND überhaupt schwanger.

Babybauch

Vorbereitung

Denn, bevor das Baby kommt hat man ja viel Zeit sich vorzubereiten. Man geht zum Geburtsvorbereitungskurs, liest vielleicht (wie ich) unzählige Bücher über Pflege, Erziehung, Ernährung, Schlafen usw., ist Dauergast in Mami-Foren und macht sich einen Plan was man ja NIE UND NIMMER tun würde.  Und dann? Dann kommt das Baby! Und wisst ihr was?

SCHEISST auf all das! Wenn das Baby kommt ist euer Gehirn wie auf Werkseinstellungen zurückgesetzt!!! Ich habe so viel gelesen, fühlte mich perfekt vorbereitet. Aber ehrlich? Das kann man nicht! Babys funktionieren nicht wie es in Büchern steht. Kein Baby auf der Welt gleicht einem anderen! Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als immer sein Bestes zu geben, am lebenden Objekt zu lernen UND sich auf seinen eigenen Instinkt zu verlassen!

 

Und bitte, macht euch nicht so verrückt. Ich selbst war eine der Mamas die sich total verrückt machte. Ich wollte so sehr stillen, dass ich mir selbst den größten Druck machte, bis ich einfach aufgeben musste. Es kam nicht genug Milch.
Jetzt, aus der Ferne betrachtet, kann ich sagen selbst schuld. Ich habe mich selbst verrückt gemacht! Dieser Druck, den sich Mütter machen ist gleichzeitig total bekloppt und auch völlig normal…. Wir wollen alles perfekt machen, wir wollen das Beste für unsere Kinder. Wir sind seit Urzeiten darauf programmiert uns um unsere Kinder zu kümmern und sie bestmöglich zu versorgen. Und das tun wir auch… Jede auf Ihre eigene Weise!

Baby Hand

Denn wir Mamas sind Rockstars…

Nicht nur, dass dieses bezaubernde Wesen, um das sich unser Leben jetzt dreht, in unseren Körpern entstanden und gewachsen hat. NEIN, wir bringen es auch auf die Welt. Unter unglaublichen, nicht zu beschreibenden Schmerzen pressen wir dieses kleine Baby auf die Welt und schenken ihm sein Leben!
Wir ernähren es, bestmöglich.
Wir beschützen es, mit all unserer Kraft.
Wir erziehen es, nach bestem Wissen und Gewissen.
Wir lieben es, mit aller Liebe die uns zur Verfügung steht. So sehr, dass wir uns dabei vergessen!
Aber so ist es nun mal wenn man Mama ist!

 

Es heißt nicht umsonst:

Ein Kind zu haben bedeutet, ab nun sein Herz außerhalb des Körpers zu tragen.

 

Und das ist auch wahr, aber denkt daran:

DU BIST NICHT ALLEIN!  WIR SIND NICHT ALLEIN!

Wir müssen uns jedoch zuerst öffnen, erst dann tut es auch unser gegenüber!

 

 

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