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Ich bin eine Rabenmutter. Oder etwa nicht?

Erklärungsversuche

 

Laut Wikipedia ist eine Rabenmutter ein Schmäh- oder Schimpfwort für eine Mutter, die ihre Kinder aus Sicht des Sprechers vernachlässigt. Besonders häufig wird dieser Begriff für berufstätige Frauen verwendet, denen unterstellt wird, sich nicht ausreichend um ihre Kinder zu kümmern.

Es gibt auch die Begriffe Rabenvater oder Rabeneltern. Allerdings hört man diese deutlich seltener. Vielleicht, weil von Müttern noch immer viel stärker erwartet wird, dass sie sich kümmern. Dass sie da sind. Dass sie alles auffangen. Der Begriff Rabenmutter wird in Deutschland oft verwendet, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht.

Interessant ist auch, dass das Wort Rabenmutter in vielen anderen Sprachen gar keine richtige Entsprechung hat. Im Englischen gibt es zwar Begriffe wie deadbeat mom oder deadbeat dad. Diese beschreiben jedoch Eltern, die sich bewusst nicht kümmern oder keinen Unterhalt zahlen. Das ist also noch einmal eine ganz andere Dimension.

Und dann gibt es da noch Mexiko. Dort bedeutet die wörtliche Übersetzung Mama Cuervo etwas völlig anderes. Nämlich eine liebevolle Mutter, die das Gute in ihren Kindern sieht und genau das in den Mittelpunkt stellt.

Eigentlich verrückt, oder? Und trotzdem: Viele Frauen stellen sich irgendwann die Frage: Bin ich eine Rabenmutter?

Sind Rabenmütter ein typisch deutsches Problem?

Es wirkt fast so, als gäbe es Rabenmütter nur in Deutschland. Oder ist das am Ende ein gesellschaftliches Problem, das bei uns besonders stark ausgeprägt ist? Gelten berufstätige Mütter in anderen Ländern wirklich nicht als Rabenmütter?

Ich habe oft das Gefühl, dass genau hier die Unterschiede liegen.

Selbst meine früheren männlichen Kollegen haben mich spüren lassen, was sie davon halten. Für sie war klar, dass eine Mutter nach einem Jahr Elternzeit nicht wieder arbeiten gehen sollte. Stattdessen sollte sie zu Hause bleiben. Am besten so lange, bis die Kinder aus dem Haus sind.

Wie das finanziell funktionieren soll, konnte mir keiner beantworten.

Und dass nicht jede Frau ihre Erfüllung ausschließlich darin findet, Hausfrau und Mutter zu sein, konnten sie ebenfalls nicht nachvollziehen.

Dabei möchte ich ganz klar sagen: Ich habe großen Respekt vor Frauen, die genau diesen Weg gehen. Hausfrau und Mutter zu sein ist alles andere als nichts tun und ganz sicher nicht einfach.

Gerade im Alltag mit Kindern merkt man schnell, wie hoch die Erwartungen sind und wie wenig Raum eigentlich für echte Menschen bleibt. Genau solche Situationen begegnen uns auch auf Reisen immer wieder, zum Beispiel bei unserem Familienausflug nach Edinburgh, wo wir gemeinsam als Familie so viele besondere Momente erlebt haben.

Nur für mich persönlich wäre das nichts. Ich bin einfach nicht der Typ dafür.

Bin ich eine Rabenmutter? Arbeiten mit Kindern ohne schlechtes Gewissen

Ich bin eine Rabenmutter

Ja, ich bin wohl das, was man eine Rabenmutter nennt. Denn ich gehe arbeiten. 27 Stunden in der Woche verbringe ich im Job, während meine Kinder im Kindergarten sind. Viele fragen sich, ob man als berufstätige Mutter überhaupt allem gerecht werden kann oder ob man dadurch automatisch als Rabenmutter gilt.

Aber: Nachmittags spielen wir zusammen und erledigen gemeinsam den Haushalt. Meine Kinder sind noch klein, aber auch sie dürfen schon ihr Kinderzimmer aufräumen oder mir beim Ausräumen der Spülmaschine helfen. Im Moment machen sie das sogar noch gern. Ich hoffe wirklich, dass das so bleibt, wenn sie es erst einmal gewohnt sind.

Und ganz ehrlich: Wie sollen sie auch lernen, mitzuhelfen, wenn ich vormittags alles allein erledige?

Ich habe sogar das Gefühl, dass ich die Zeit mit meinen Kindern viel intensiver genieße. Und ich habe nicht den Eindruck, dass ihnen etwas fehlt, nur weil ich arbeiten gehe. Eher im Gegenteil.

Sie gehen gern in den Kindergarten. Dort erleben sie Dinge, die ich ihnen so gar nicht bieten könnte. Und genau dieses gemeinsame Entdecken und Erleben ist auch das, was unsere Reisen so besonders macht, wie zum Beispiel bei unserer Zeit in Dundee, wo wir gemeinsam Delfine beobachten konnten.

Im Kindergarten haben sie Freunde, sind mit anderen Kindern zusammen, jüngeren und älteren. Sie lernen ganz automatisch soziale Fähigkeiten, entwickeln sich sprachlich weiter und wachsen jeden Tag ein Stück mehr.

Ganz nebenbei. Beim Spielen. Beim Toben. Einfach so.

Ja, ich bin eine Rabenmutter, weil ich an manchen Tagen nicht direkt nach Feierabend in den Kindergarten fahre, sondern erst einmal in Ruhe zu Hause einen Kaffee trinke oder allein einkaufen gehe.

Ja, ich bin eine Rabenmutter, weil ich nicht immer mit unendlicher Geduld und Verständnis reagiere, wenn meine Kinder bocken oder streiten.

Ja, ich bin eine Rabenmutter, weil ich es an manchen Tagen kaum erwarten kann, dass sie endlich schlafen. Weil ich mich nach Ruhe sehne. Danach, keine Fragen mehr beantworten zu müssen. Nicht noch einmal dieselbe Geschichte vorzulesen.

Weil ich mich einfach mal an meinen PC setzen oder fernsehen möchte. Ohne schlechtes Gewissen.

Weil ich die Ruhe genießen will. Oder einfach nur in Ruhe auf die Toilette gehen möchte.

Bin ich eine Rabenmutter? Rabe fliegt

Genuss und Sehnsucht

Ich bin eine Rabenmutter, denn ich genieße die Zeit ohne meine Kinder. Die Zeit für mich.

Alleine und in Ruhe aufs Klo oder unter die Dusche gehen. Das fühlt sich manchmal schon wie Wellness an.
Alleine einkaufen gehen. Ein kleiner Luxus im Alltag.
Mit einer Freundin essen gehen oder ins Musical. Fast wie Urlaub. Wobei unsere echten Familienreisen natürlich noch einmal etwas ganz Besonderes sind, wie unsere Kreuzfahrt rund um die Britische Inseln gezeigt hat.

Eine Messe oder eine Bloggerveranstaltung, vielleicht sogar mit Übernachtung. Erholung pur.

Und doch gibt es noch etwas, das sich fast noch besser anfühlt.

Wenn die Kinder bei Oma sind und ich Zeit mit meinem Mann habe. Einfach wir zwei.

Und trotzdem ist es nie ganz ohne sie.

Bin ich alleine unterwegs, denke ich an meine Kinder. Bin ich länger als zwei Stunden weg, vermisse ich sie. Und wenn ich über Nacht weg bin, schlafe ich oft schlechter als zu Hause. Selbst dann, wenn mich die beiden nachts mehrmals wecken.

Weil einfach ein Teil von mir fehlt.

Ich habe meine Kinder unter meinem Herzen getragen. Ich habe sie auf die Welt gebracht und seitdem gebe ich jeden Tag mein Bestes für sie. Fast jede Minute meines Alltags dreht sich um sie.

Für meine Kinder habe ich sogar meine Ehe aufs Spiel gesetzt, weil ich nur noch sie gesehen habe und meinen Mann dabei vernachlässigt habe.

Und trotzdem würde ich es wieder tun.

Denn diese beiden kleinen Menschen sind das Beste, was ich je geschafft habe. Sie sind das Wichtigste in meinem Leben. Sie stehen an erster Stelle. Immer.

Und trotzdem bin ich auch nur ein Mensch.

Ich habe nur eine begrenzte Kraft. Und die muss ich manchmal wieder auftanken.
Ich habe gute Tage und schlechte Tage.
Und manchmal geht es mir einfach nicht gut. 

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Ich erkenne mich in meinen Kindern wieder. Sie haben so viel Gutes geerbt, aber auch Dinge, die mich manchmal herausfordern. Sie sind ihren Eltern in vielem ähnlich und doch ganz verschieden.

Sie sind individuell. Einzigartig.
So wunderschön und so liebenswert.

Und ja, sie bringen mich regelmäßig an meine Grenzen. Sie mit ihrem sturen Kopf und er mit seinen Trotzanfällen. Und trotzdem sind sie so wundervoll, dass ich es manchmal selbst kaum fassen kann.

Dann gibt es diese Momente:

Wenn meine Tochter sagt: „Mama, ich liebe dich bis zum Mond und bis zu den Sternen und bis zur Sonne und wieder zurück.“

Oder mein Sohn einfach nur sagt: „Liebe dich, Mami.“ Oder mich ganz fest umarmt.

Und plötzlich ist alles andere egal. Alles ist vergessen. Und die Welt ist wieder genau so, wie sie sein soll.

Vielleicht ist genau diese Mischung aus Alltag, Chaos und gemeinsamen Erlebnissen das, was Familienzeit wirklich ausmacht, egal ob zu Hause oder unterwegs.

Vielleicht bin ich eine Rabenmutter.
Aber wenn das so ist, dann bin ich es gern.

20 Gedanken zu „Ich bin eine Rabenmutter. Oder etwa nicht?

  • Wir leben zwar kindergartenfrei mit unseren Jungs (3 und 6) und sie haben bisher noch nie woanders übernachten, weil der Wunsch noch nicht da war und auch ich habe in der ganzen Zeit noch nie woanders übernachtet ohne sie, weil das Bedürfnis nicht da war, aber auch ich treffe mich ab und an mit einer Freu ein zu Eisessen oder gehe (wenn auch selten) mal mit meiner Schwester ins Kino. Auch brauche ich für mich Sport, um mich wohl zu fühlen. In der Zeit hat mein Mann dann die Kinder. Ich habe dann aber auch manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich bei schönem Wetter den Sport den Kindern vorziehe. Sie haben damit weniger ein Problem. Papa ist ja da und geht mit ihnen raus.

    Was ich nur sagen wollte, Du schreibst bzgl. Kindergarten: “ dort machen sie vieles, was ich mit Ihnen nicht machen würde. Sie haben Freunde und sind mit vielen Kindern (teilweise jünger, teilweise älter) zusammen. Sie lernen ganz automatisch wichtige Sozialkompetenzen und entwickeln sich sprachlich viel schneller weiter. Sie lernen viel über Teamgeist und Empathie. Und das alles ganz automatisch und unbewusst, während sie spielen oder toben.“

    Ich war auch oft am Zweifel, ob meine Kinder ohne Kindergarten soziale Kompetenzen lernen, ob Sie Teamgeist u sie Empathie erlernen würden oder zu Egoisten und ob ich ihnen das Angebot bieten kann, was ein Kiga bietet. Sprachlich hatte ich da keine Bedenken, weil sie sehr früh sehr gut gesprochen haben, ich lese ihnen auch immer gerne und viel vor.

    Aber zu dem Punkten Sozialkompetenz, Empathie und Teamgeist, da war ich total erstaunt, wie wunderbar Kinder das ohne Kindergarten erlernen. Auf Spielplätzen, beim Kindersport, bei Freunden. Diese Bedenken haben sich dann bei mir sehr schnell wieder in Luft aufgelöst.

    Mit dem Angebot Da stellte sich dann auch heraus, dass die Kinder von sich aus sehr viel basteln, malen, kreative Ideen ohne jegliche Vorlagen bekommen und sich stundenlang damit beschäftigen können. Auch sind wir sehr viel unterwegs in Museen, Ausstellungen, alten Burgen, Experimentierfeldern, machen aber auch gerne stundenlange Waldspaziergänge. Die Kinder lieben es und entsecken, erforschen und lernen auch so viel dabei.

    Ich denke du könntest das genauso. Viele Eltern denken, sie könnten ihren Kindern nicht das bieten, was der Kindergarten ihnen bietet. Ich sehe das anders. Aber es ist eben auch eine Zeitsache. Wenn man arbeiten gehen muss, ist Kindergarten natürlich die beste Lösung für alle.

    Ich arbeite auch nebenher, allerdings von Zuhause aus . Habe ein Online Business gegründet. Dafür wünschte ich mir manchmal mehr Zeit, aber jetzt wo meine Kinder klein sind bin ich ganz froh die Zeit mit ihnen einfach nur genießen zu können. Irgenwann besuchen Sie mich eh nicht mehr. An Tagen, wo es mal stressig ist, wegen ständiger Zankerei, nehme uch mir aber auch mal gerne eine Auszeit und treffe mich mit meiner Freundin und einmal wieder alleine aufs Klo gehen oder länger als 5 Minuten zu Duschen, wünschte ich mir auch öfters. Das geht nur, wenn mein Mann Zuhause ist.

  • Julia herrmann

    Ich glaube da wäre jede Mutter eine Rabenmutter 🙂

    Danke für den tollen Beitrag ! Er ist so erblich und toll geschrieben 🙂

    Jede Mutter wird von ihren Kindern auf die Palme gebracht und man ist froh wenn die einfach im Bett sind und schlafen .

    Und auch wenn Mütter arbeiten gehen ! Deswegen ist man keine Rabenmutter ! <3

    Und Ruhe braucht man auch denn Kraft tanken ist sehr wichtig !

    Und Deine 2 sind echt süß , wie sie dir sagen wie lieb sie dich haben <3

    Liebe Grüße Julia

  • Kuchen, Kind und KegelBeitragsautor

    hi hi hi… willkommen im Club….

  • Hallo Kati,

    ein toller Beitrag … ich bin demnach auch eine Rabenmutter …
    aber das bin ich gerne … na und ! … ich hab eine 2 jährige Tochter
    die viel bei Oma und Opa untergebracht ist damit ich arbeiten gehen kann.
    und auch mal was für mich machen kann …

    In der heutigen Zeit ist es einfach bei einem Paar mit zwei „normalen“ Jobs nicht anders möglich … ein Einkommen reicht einfach nicht mehr aus. Außerdem ist es wichtig auch mal was anderes zu sehen 🙂

    Ich bin froh das ich es von Anfang an so gemacht habe und bereue das auch nicht – Emma hat ein super Verhältnis zu Ihren Oma´s und Opa´s und bleibt dort auch gerne und ohne Probleme 🙂 Kenne andere Eltern die nicht mal zusammen einen Abend ausgehen können weil der Sprössling was dagegen hat und nirgens anders bleibt – das ist doch auch nicht Sinn der Sache und macht auch vieles kaputt.

    Wird immer ein Streitthema bleiben und ich finde jeder sollte es so machen wie er will und darf sich dann auch nicht beschweren 😉

    Gruß Stefanie

  • Patricia Molitor

    Hallo, ich bin bei meiner Ersten nach 1 Jahr, bei unserem Sohn nach 1,5 Jahren wieder 50% arbeiten gegangen. Das die beiden das wert- und wundervollste in meinem Leben sind ist deswegen nicht abzusprechen. Muss aber zugeben, dass es zuhause oft anstrengender war als im Büro ?…mit meinen kleinen Monstern ?Bestimmt auch eine Typfrage. Und wie du sagst, wie soll man das finanziel stemmen?!
    Für mich und meine Familie erscheint mir/uns alles richtig so.
    Vg pati

  • Kuchen, Kind und KegelBeitragsautor

    Ihre Meinung wird sich auch noch ändern…. Ich jedenfalls bin gerne eine Rabenmutter! ???

  • Kerstin

    Danke, danke, danke! Ich schließe mich absolut an! Bei meiner Großen war ich kurz vor der Geburt 150km zu meinem Mann gezogen, kannte niemanden, hatte nur die Krabbelgruppe zum Reden (1x pro Woche, Thema Kinder…) und hatte ein echt schlechtes Gewissen, als ich – statt Haushalt o.ä. während des Mittagsschlafs der Tochter den Fernseher anschaltete, um Erwachsene reden zu hören… Meine Kleine liebte es, mit 1,5 Jahren in der Kita von Gleichaltrigen umgeben zu sein, mein 4 Jahre jüngerer Sohn ebenfalls… Meine 8Klässler sind allerdings der Meinung, dass Kinder bis zum Alter von 3-6 Jahren am besten daheim bei Mama (nicht Papa..) aufgehoben sind, seufz… so viel Emazipationsarbeit noch zu leisten…

  • Sabrina Denk

    Hallo, dein Beitrag finde ich toll, ?
    denn dieser spricht viele Frauen/Mütter an die das gleiche denken .
    So weis man, dass man mit den Gedanken und Gefühlen nicht alleine ist, sondern dass es anderen Müttern auch so ergeht.
    Aber ich find es sogar sehr wichtig trotz Kind/er arbeiten zu gehen um ein wenig unabhängig zu sein…sein eigenes Geld zu verdienen.
    Und abends bin ich auch froh wenn sie endlich im Bett sind, um mir einen gemütlichen Abend mit meinem Schatz zu machen…denn die Zweisamkeit darf nicht leiden ☺️
    …ich gebe die Kids auch öfters mal zu Oma und Opa, um mit ihm einen netten Abend im Kino, essen gehen…etc. zu verbringen.

    Und wenn ich ehrlich bin☺️ Tut es auch manchmal auch einfach gut von Zuhause rauszukommen.

    Und ehrlich gesagt kann jede Arbeitenede Mutter stolz auf sich sein, das alles unter einen Hut zu bringen.
    Du kannst stolz auf dich sein! ?

    Viele liebe Grüße
    Sabrina Denk

  • Jessica Searles

    Einer meiner Lieblings Beiträge von dir!

    Ich bin ebenfalls eine Rabenmutter❤
    Aber eine glückliche ❣

    Als ich meine erste Tochter (2004) bekam war es noch üblich 3 Jahre zu Hause zu bleiben vorallem auch weil es kaum kitas gab die Kinder unter 3 aufgenommen haben. Als ich dann meine 2. Tochter (2006) zur Welt brachte, verlängerte sich meine Elternzeit gleich auf insgesamt knapp 5 1/2 Jahre… Puh ne lange harte Zeit in welcher ich mich als Mensch oftmals vergaß! Ich war immer unabhängig außer in diesen fast 6 Jahren… schlimm für mich!
    Als dann auch meine 2. Tochter 3 Jahre jung wurde bin ich also wieder arbeiten gegangen…in Teilzeit…immerhin war ich zu diesem Zeitpunkt alleinerziehende Vollzeit Mama.
    Dann 2014 wurde ich mit unserem kleinen Wunder schwanger… Ich beschloss gleich zu Beginn nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen.. Ich stoß auf geteilte Ansichten… Aber es war mein Leben und meine Entscheidung!
    Meine jüngste ist heute 2 Jahre jung und geht seit einem Jahr in die Kita und ich wieder in Teilzeit arbeiten… und ich bereute diese Entscheidung keinen Moment! Meine Tochter liebt die Kita!

    Meinen 3 Töchtern fehlt es an nichts! Ich liebe sie über alles und möchte sie niemals missen ❣❣❣

    Mein Fazit… wenn man eine Rabenmutter ist, weil man auch mal sich selbst als Menschen sieht… dann bin ich eine stolze Rabenmutter!

  • Claudia

    Es ist schön zu lesen, dass es anderen Mamas genauso ergeht. Dass man kein schlechtes Gewissen haben, muss nur weil man mit kleinen Kindern arbeiten geht und die Zeit die man Zuhause ist intensiv mit den Kindern nützt. Wenn Abends unsere Jungs nicht ins Bett gehen, wünsche ich mir wie du es passend schreibst einfach Ruhe für sich, auch wenn es egoistisch klingt, aber nach einem langen Tag sollte Ruhe einkehren und nicht erst nach 22 Uhr. Ich bin stolz, dass ich alles seit meine Kinder auf der Welt sind, unter einen Hut bringen und auch noch ein bißchen Freizeit am Abend für mich und meinen Mann rausschaufeln kann. Wir wechseln uns mit der Betreuung abends ab, dass der eine dann auch mal zum Sport gehen kann oder mit Freunden was unternehmen kann.

  • Kuchen, Kind und KegelBeitragsautor

    Ja, das ist sehr wichtig…. Wir versuchen das auch… Müssen da aber noch konsequenter sein.
    Liebe Grüße, Kati

  • Christine

    Ich bin einfach nicht der Typ dafür…

    DAS trifft es sehr gut. Meine Kinder sind nicht mehr so klein (9&12), aber auch ich gehe gerne arbeiten seitdem meine Kinder im Kindergarten waren. Ich könnte es mir nicht vorstellen „nur“ zuhause zu sein. Und liebe es mit meinen Kindern zusammen zu sein. Als „Rabenmutter“ empfinde ich mich niemals, auch wenn ich abgehetzt von der Arbeit (noch schnell bei Supermarkt vorbeigefahren) zuhause ankomme und dann noch zack zack was zu essen zaubern muss. Kind eins ist dann schon 10 Minuten zuhause (Bus und Schlüssel), Kind zwei kommt kurz darauf. Das ist halt der Alltag… Ich würde ihn nicht eintauschen wollen. 🙂

    Und Auszeiten nehmen mein Mann und ich uns bei Wochenend-Kurztrips oder mit meinen Freundinnen. Wir fahren dann gerne ins Mediterana nach Bergisch Gladbach in die Sauna…Entspannung pur.

  • Kuchen, Kind und KegelBeitragsautor

    Die steht mir noch bevor… Aber ich bin sicher.. Ich schaffe das… 😉

  • Carmen Mans

    ich habe ein kind und mittlerweile als jung gebliebene oma 3 kleine enkelkinder und früher dachte ich oft, dass ich eine rabenmutter bin. kind zur oma weil ich einen wichtigen termin hatte. keine geschichte vorgelesen habe weil ich einfach zu müde nach der arbeit war. mal ein packungsessen gekocht weil es schnell gehen mußte. doch heute denke ich, es war genau richtig, denn ich selber bin auch nur ein mensch und es ist nicht möglich perfekt zu handeln, was wichtig ist, ist die liebe zum kind, die mit jedem tag wächst und einen stark genug macht sogar die pubertät zu überstehen 🙂

  • Victoria Bichler

    Ich zähle mich auch zu den Rabenmüttern – und ich finde uns großartig! Die größte Bestätigung, dass ich alles richtig mache ist, wenn ich einen Tag nicht da war und Emilia sagt: „Wir haben gestern gar nicht gekuschelt, das fehlt mir so schrecklich. Weißt du Mama, keiner ist so ein guter Kuschler wie du, ich liebe dich einfach so“ – im nächsten Leben werde ich hoffentlich also wieder eine Rabenmutter, die trotz der Liebe zu ihrem Kind und dem schlechten Gewissen, dass sie trotz allem hat nicht vergisst, dass sie auch noch eine eigenständige Person ist (zumindest zeitweise) 🙂

  • Basti

    Nabend 🙂

    meiner Ansicht nach sollten sich beide Elternteile engagieren. Klar klappt das nicht immer zu gleichen Anteilen im gleichen Bereich – und das macht auch aus keinem der Elternteile einen Raben“teil“, weil einer mehr arbeitet. Hauptsache es ist für die Familie sinnvoll verteilt und die Kinder bekommen von ihren Eltern noch was mit. Schade ist es, wenn die Eltern zwar damit klar kommen, dass einer arbeitet, der andere mehr zuhause ist – meist noch in den üblichen Verteilungen in Rollenmodellen – aber die Kinder dann vom arbeitenden Elternteil wenig mitbekommen…

    Aber dass man als Eltern arbeiten will, wer daran etwas verwerfliches findet hat keine Ahnung davon, dass es auch nach Kindern noch ein Bedürfnis sein kann, sich beruflich zu verwirklichen…

    Liebe Grüße
    Basti

  • Sabrina

    Ich denke jede Mutter ist irgendwie und irgendwann eine Rabenmutter. Keiner ist perfekt auch wenn wir es gerne wären

  • Kuchen, Kind und KegelBeitragsautor

    Oh wie schön… Kinder eben…

  • Magnolya

    Ich bin auch eine Rabenmutter ❤️ In einer dunklen Minute, als ich echt unten war, habe ich zu meiner Tochter (4) gesagt „Manchmal denke ich, dass ich als Mama vieles falsch mache.“ Ihre Antwort: „Mama, ich finde überhaupt nicht, dass du vieles falsch machst.“ Hach…

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