Laktoseintoleranz – Krankheit oder Modekrankheit?

Laktoseintoleranz?

Laktoseintoleranz? Bei uns? Ne, niemals…. Wir alle trinken Milch, essen Käse und Schokolade in jeglicher Form. Nie war irgendwas, niemand hatte je Beschwerden. Für mich war Laktoseintoleranz bis dahin eine Art Modeerkrankung. Das war also das aller Letzte woran ich dachte als ich so meinen Sohn betrachtete. Ich hatte ja keine Ahnung….

Dennoch war da dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Aber was…

Milch, Unverträglichkeit, Intoleranz, Laktoseintoleranz

Babys Kaka

Wenn ein Baby weichen bzw. fast flüssigen Stuhlgang hat, wundert sich kaum jemand. Muttermilchstuhl ist nicht wirklich fest und riecht auch nicht. Mit der Zeit sollte sich dieser allerdings verändern. Kommt feste Nahrung dazu verändert sich auch der Stuhlgang. So war das zumindest bei Cataleya und so ist es bei gesunden Kindern.

Bei Christian dagegen nicht. Mein kleiner Mann aß, ab etwa seinem 12 Lebensmonat, bei uns am Tisch mit. Natürlich Kindgerecht, aber eben alles was wir so aßen. Der breiige Stuhlgang blieb. Dazu hatte er einen dicken Bauch, seine Kugel sah teilweise aus, als hätte er einen Fußball verschluckt. Zunächst dachte ich mir nichts dabei und schob es dem Babyspeck zu. Was das größere Problem war, zumindest für mich, sein Stuhlgang roch immer schlimmer. Ich, als seine Mama, konnte ihn kaum wickeln, geschweige denn der Papa, oder die Oma.

Christian liebt Obst, er konnte 3-5 Bananen am Tag essen und nichts passierte, seine Schwester hätte da schon lange mit Verstopfung reagiert. Er isst für sein Leben gern Joghurt und trinkt auch unheimlich gern Kakao. Er ist sehr pflegeleicht was Essen angeht und isst (meistens) was man ihm vorsetzt.

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Wie wir es herausgefunden haben…

Ich wunderte mich immer mehr über diesen Geruch und auch darüber, dass sein Stuhlgang einfach nicht fest war. Ich wusste nicht, was los war und suchte den Kinderarzt auf. Ich erzählte ihm alles, von Anfang bis Ende und fragte auch nach der Möglichkeit, Christian auf Allergien zu untersuchen.

Seine Symptome:

  • Durchfall
  • aufgeblähter Bauch
  • der (kaum zu ertragende) Geruch des Stuhlgangs

Ich wäre wirklich NIE auf Laktoseintoleranz gekommen und auch der Kinderarzt erwähnte zunächst nichts. Für den Test musste meinem kleinen (damals 2 Jahre alt) Blut aus der Vene entnommen werden.  Oh je, ich kann euch sagen. Das war einer der schlimmsten Tage überhaupt. Ich wollte meinem Kind ja helfen, stattdessen musste ich seinen kleinen Arm festhalten, damit er sich die Nadel nicht rausreißt. Schlimm, wirklich, aber ich sah keinen anderen Weg, der mir beantworten würde, was mit ihm los ist.

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Diagnose und Ernährungsumstellung

Und dann waren die Ergebnisse da. Diagnose: Genetisch bedingte Laktoseintoleranz.
Der Geruch kommt vom Methangas im Bauch, der durch den Milchzucker, der nicht aufgespaltet werden kann entsteht. Daher auch die Kugel meines Sohnes, sein aufgeblähter Bauch!

Ich war echt geschockt. Das hatte niemand von uns. Ich rief meinen Mann an und auch er konnte es nicht glauben.

  • Milchschnitte? Geschichte
  • Schokobons? Geschichte
  • Butterkekse? Geschichte…

Das ist natürlich kein Weltuntergang, dass man den Süßkram nicht mehr essen darf, aber für Kinder ist das nicht immer leicht zu verstehen. Und so ging das weiter. Ich stellte rigoros um, von nun an gab es nur laktosefreie Produkte zu Hause. Aber so einfach ist das nicht!

Vieles enthält Milch wo man keine Milch vermutet. Oder aber man findet die Angabe „Kann Spuren von Milch enthalten.“ auf der Verpackung, selbst bei bestimmten Sorten von Gummibärchen! All das galt es zu meiden. Der Kinderarzt empfahl eine Darmaufbaukur und das strickte vermeiden ALLER Produkte die Milch enthalten oder aus Milch sind bis sich Christians Stuhlgang normalisiert.

Und während mir sofort ins Auge sprang, dass Schokoladeneis Milch enthält, vergaß ich, dass auch in der Waffel Milch enthalten ist. In Brezeln, aber auch in vielen Brotsorten ist Milch enthalten. Irgendeine Packung Kekse kaufen? Vergesst es!

Mal eine schnelle Fertigsoße vom großen Tütenhersteller zum Schnitzel? Vergesst es! Darin ist (fast immer) Magermilchpulver drin, genauso wie im Pudding. Obwohl man selbst noch Milch hinzugibt, ist in der Tüte bereits Magermilchpulver drin.

Ich machte wirklich sehr viel selbst, jetzt aber mache ich alles selbst. Dennoch hat die Umstellung gedauert. Oft sind es Kleinigkeiten, an die ich nicht denke, aber ich gebe mein Bestes und checke mittlerweile alles doppelt und dreifach!

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Was ist Laktoseintoleranz überhaupt?

Bei Laktoseintoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) führt der Verzehr laktosehaltiger Nahrungsmittel zu individuell unterschiedlich starken Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall.

Somit muss auf all das verzichtet werden. Ich habe mich bewusst, DAGEGEN entschieden, Christian Laktase Tabletten zu geben. Ich möchte, dass er lernt, was er darf und was nicht. Egal ob zu Hause, auf Geburtstagen oder in Hotels. Ich möchte nicht, dass er lernt, dass Tabletten eine Lösung für alles sind.
Wenn er älter wird, werde ich es ihm genau erklären und ihm dann die Wahl lassen. So wie mit dem Kinder Country welches der Osterhase im Kindergarten für ihn gelassen hat.

Christian: „Das ist vom Osterhasen, das will ich jetzt essen!“
Ich: „Schatz das ist nicht laktosefrei, der Osterhase hat bestimmt vergessen, dass du das nicht essen darfst.“
Christian: „Ich will das aber essen!“
Ich: „Du kannst das natürlich essen, aber dann bekommst du vermutlich Durchfall oder Bauchschmerzen. Du kannst ein Stück laktosefreie Schokolade statt dem Kinder Country haben!“
Christian: ÜBERLEGT……. „Mama, dann nehme ich die laktosefreie Schokolade!“

Er versteht das also durchaus, obwohl er erst 3 ist und auch seine Schwester achtet sehr auf ihn. So sehr, dass sie alle Nachbarn über die Laktoseintoleranz ihres Bruders informiert hat. „Falls uns jemand Schokolade schenken will Mama!“ 😉 Ja natürlich Schatz! 😉 😆

Christian heute

Auch heute ist noch nicht alles „normal“! Ich zweifle oft an mir selbst, notiere mir was mein Sohn isst, backe für den Kindergarten laktosefreien Hefezopf, damit mein Sohn nicht ausgegrenzt wird und sorge dafür, dass er nichts von anderen Kindern annimmt.

Dennoch ist sein Stuhlgang alles andere als normal. Der Kinderarzt hat alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft… NICHTS!

Ich zweifelte an mir und meiner Intelligenz. Es kann doch nicht sein, dass ich alles mehrmals prüfe und mein Sohn dennoch Durchfälle hat. Oft fragte ich mich, hat er jetzt eine Magen-Darm-Grippe oder hat er was Falsches gegessen? Wo war ich nachlässig, wo habe ich nicht genau aufgepasst?

Ich sprach mit den Erzieherinnen und auch mit der Kindergartenleitung über Christian und meine Vermutung, dass da noch mehr ist! Die Leiterin des Kindergartens empfahl mir eine Praxis in der die Bioresonanztherapie durchgeführt wird.

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Bioresonanz – Eine Lösung?

Ein kurzer Anruf und wir hatten einen Termin. Ich erzählte Christians Geschichte und seine Symptome, welche Diagnose der Kinderarzt gestellt hat und dass ich vermute, dass da noch weiteres ist. Christian wurde getestet und tatsächlich fand Frau D. eine Allergie gegen einen bestimmten Konservierungsstoff UND eine ALLERGIE gegen alle Milchbestandteile. Diese Allergie hat Christian zusätzlich zur Intoleranz. Natürlich reagiert er dann auch auf diese Allergie. Da hilft auch keine laktosefreie Milch!

Frau D. klärte mich über die Bioresonanztherapie auf, in 6 Sitzungen werden, scheinbar, die Allergien aus dem Körper gelöscht. Die Intoleranz bleibt für immer.

Wir sind jetzt mitten in der Behandlung und ich kann noch nicht genau sagen, ob das wirklich hilft. Ich hoffe es aber sehr, denn welche Mutter würde nicht ALLES probieren, um Ihrem Kind zu helfen?!? Aber ich werde berichten, ob es tatsächlich etwas gebracht hat. Denn eigentlich bin ich ein skeptischer Mensch. Bei einem Erwachsenen würde ich behaupten, der Kopf spielt auch eine gewisse Rolle. Aber bei meinem Sohn, der jetzt 3 Jahre alt ist, lässt sich der Kopf vermutlich nicht beeinflussen.

  • Habt ihr Erfahrungen mit der Bioresonanztherapie gesammelt?
  • Wie sind eurer Erfahrungen mit Intoleranzen und Unverträglichkeiten?

 

Hinweis:

Bitte bedenkt, dass ich weder Ärztin noch Krankenschwester oder ähnliches bin. Ich schreibe hier über meine persönlichen Erfahrungen mit der Laktoseintoleranz meines Sohnes. Bitte wendet euch bei allen Fragen an den Arzt eures Vertrauens!

 

 

Like it? PIN It:

Laktoseintoleranz bei Kindern kann durchaus angeboren sein. Die Genetisch bedingte Laktoseintoleranz kommt auch bei ganz kleinen Kindern vor, so wie bei meinem Sohn.  Er war knapp 2 Jahre alt als wir die Diagnose bekamen. Unseren Weg zur Diagnose Laktoseintoleranz erzähle ich euch hier....

 

 

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11 Gedanken zu „Laktoseintoleranz – Krankheit oder Modekrankheit?

  • 9. Mai 2017 um 12:28
    Permalink

    Hi Kati,
    ach ja, das leidliche Thema Lactoseintoleranz! Sowohl mein Mann als auch unser jüngster sind Lactoseintolerant, das lactosefreie Einkaufen musste ich mir über Jahre antrainieren. Es ist schrecklich, dass ihr so lange nicht wusstet was mit dem kleinen Christian ist! Mit Bioresonanz hatte ich persönlich noch keine Erfahrung aber ich drücke alle Daumen die ich habe, dass es etwas hilft! 🙂 <3

    LG Jule

    Antwort
  • 9. Mai 2017 um 19:34
    Permalink

    Mein Großer hat auch genetisch bedingte Laktoseintoleranz. Mit ca 21 Monaten bekam er rote Flecken im Gesicht nachdem er seinen geliebten Käse gegessen hatte. Für uns war die Umstellung nicht schwierig, ich kaufe jetzt alles laktosefrei. Die Auswahl ist mittlerweile riesig.
    Zum Naschen kann ich dir MinusL empfehlen. Schmeckt super 🙂
    Lg Steffi

    Antwort
  • 10. Mai 2017 um 1:08
    Permalink

    Ich bin auch laktoseintollerant – bei mir wurde das vor ungefähr 6 Jahren festgestellt. Da war das alles allerdings noch nicht so einfach wie heute, denn da fing es gerade erst an mit den Produkten.

    Hatte auch immer Bauchschmerzen und Durchfall. Bei mir wurden dann Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt und nichts brachte das Ergebnis. Ersterer Bluttest. Seid froh, dass das bei euch gleich gemacht wurde. Die anderen Untersuchungen sind nämlich kein Traum. 😐

    Wenn ich trotzdem was mit Milch essen möchte, nehme ich einfach die Lactasetabletten und dann geht es. 🙂

    Antwort
  • 11. Mai 2017 um 12:43
    Permalink

    Ich bin wirklich froh, dass ich von Unverträglichkeiten verschont geblieben bin. Normalerweise schreie ich laut bei allem „hier“, aber dabei nicht. Und ich hoffe, dass bleibt so.
    Hoffentlich klappt das mit dem kleinen, ich drücke die Daumen!
    Lg

    Antwort
  • 14. Mai 2017 um 14:22
    Permalink

    Gute Besserung für deinen kleinen Mann!
    Habe noch nie so eine ausführliche Erklärung zu Laktoseintoleranz bekommen und verstehe jetzt erst was da alles hinter steckt. Kann verstehen dass man sich da viele Gedanken macht und drücke die Daumen dass es jetzt mit der Bioresonanztherapie besser wird 🙂
    Liebe Grüße, Lina

    Antwort
  • 14. Mai 2017 um 20:10
    Permalink

    Ich finde auch, dass Latoseintoleranz, ebenso wie Glutenintoleranz inzwischen voll im Trend liegt. Auch, wenn die Personen gar nicht ärztlich diagnostiziert wurden, meiden Sie verschiedene Lebensmittel. In meinen Augen völliger Blödsinn.
    Ich selbst bin seit ich 7 Jahre als bin positiv auf Laktoseintoleranz getestet worden. Damit lässt es sich trotzdem gut leben 😉
    LG
    Hannah von http://justlikehannah.de/

    Antwort
  • 14. Mai 2017 um 22:50
    Permalink

    Einer aus meiner Familie hat Ärztlich Diagnostizierte Laktoseintoleranz und man ist schon stark eingeschränkt deswegen…oder man kauf sich die überteuerten Lebensmittel wo halt keine Laktose enthalten ist.

    LG, Noah
    https://noahjoels.wordpress.com/

    Antwort
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