Kinder – Minimenschen individuell

Meine Kinder… sie sind so individuell und unterschiedlich wie ich es nie für möglich gehalten hätte…

 

Kinderwunsch

Als der Kinderwunsch aufkam, war ich noch sehr jung… Ich wusste, ich möchte 2 Kinder haben. Ich wusste auch, das ich mich nie auf einen Mann einlassen würde, der KEINE Kinder möchte. So wurde das immer ziemlich am Anfang abgecheckt. 😉

Auch war mir klar, ich werde mit 28 Jahren das erste Mal Mama, so wie meine ältere Schwester… Doch das Schicksal und das Leben sind nicht immer meiner Meinung gewesen! Tst… Frechheit!

Realität

Mit 28 war ich noch weit entfernt davon Mama zu werden. Obwohl ich mit 25 geheiratet hatte (diesmal klappte der Plan) war ich nur befristet beschäftigt.

Und auch das war mir immer klar: Ich würde NIE ein Kind bekommen, wenn ich keinen unbefristeten Arbeitsvertrag hätte. Ich stellte mir das immer sehr schwierig vor, einen Job zu finden wenn man kleine Kinder hat. Also hieß es warten. Irgendwann kam dann der ersehnte unbefristete Vertrag, doch ich genoss mein Leben und meine Ehe auch ohne Kinder.

Irgendwann fing mein Mann wieder damit an… als ich ihm nämlich eines Tages erzählte, dass ich noch zur Apotheke muss, die Pille holen, sagte er: „Und was ist wenn du das Rezept nicht einlöst?“ Worauf ich antwortete: „Dann sparen wir 50 EUR!“ 😆 🙄 … das ist so typisch für mich… Immer einen blöden Spruch auf Lager! Oh man!

 


Schwangerschaft die 1.

Also gut… Das mit dem schwanger werden hat beim ersten Mal echt lange gedauert… Oft war ich verzweifelt und setzte mich so selbst unter Druck. Aber das Warten hat sich gelohnt.

Meine Tochter CATALEYA ist das tollste Mädchen der Welt…. Und das zickigste, und das dickköpfigste… Und stur ist sie auch noch! Aber auch unheimlich klug, wortgewandt, mitfühlend und freundlich! Außerdem hat sie wohl die spitze Zunge ihrer Mutter (oh, das bin ja ich, verdammt!) geerbt, denn sie haut Sprüche raus… Da bleibt selbst mir manchmal der Mund offen stehen! Hahaha….

Sie hat alles in einem Eiltempo gelernt, dass mir manchmal schwindlig wurde. Pünktlich an Ihrem 1. Geburtstag fing sie an zu laufen. Einige Wochen später kaute sie mir bereits das Ohr ab und ich wünschte mich in die Zeit zurück als sie noch ein kleines Baby war und (sorry, aber ich muss es so deutlich sagen) die Klappe gehalten hat.

Papa, der Held 😉 – positiv Leute 😉

Als sie anfing zu reden war es mit der Ruhe vorbei…

MAMA hier, MAMA da… Nur nicht, wenn der Papa zu Hause war… ER war und ist ihr Held!!!

Cataleya ist ein PAPA Kind! Schimpfe ich mit ihr, rennt sie zu Papa (oder ruft wahlweise nach Papa, wenn dieser nicht da ist)! Schimpft der Papa mit ihr, rennt sie dennoch zu Papa! Als mir so langsam klar wurde, dass dieses kleine Mädchen NICHT MIR ALLEIN GEHÖRT, hatte ich sehr daran zu knabbern.

Oft weinte ich heimlich im Schlafzimmer. In meinem Kopf Gedanken wie: „DU (also ich) tust alles, du machst sie sauber, du tröstest sie, du wiegst sie in den Schlaf, du stehst nachts unzählige Male auf usw… und was ist? Sobald Papa kommt bist du außen vor und nicht mehr erwünscht!“ Das hat mich anfangs sehr verletzt!

Und jetzt?
Jetzt freue ich mich über etwas Luft zum Atmen, denn ich weiß genau, wenn es darauf ankommt bin ich ihr wichtig. Sie braucht Ihre Mama wenn sie schlecht geträumt hat, oder richtig krank ist. Dann bin ich es, die gebraucht wird. Immer wenn sie MICH meinem Mann vorzieht, weiß ich es ist ernst!

Neulich wollte doch das Mäusle ihrem Papa einen Brief schreiben….Ich schrieb also auf einen großen Zettel in großen Druckbuchstaben, was sie vorgab. Es war „ICH LIEBE DICH“. Sie schrieb Ihren Namen CATALEYA zuerst und dann drunter ICH LIEBE DICH. Diesen Zettel haben wir beim Papa in die Vesperdose gelegt! Ich glaube Papa war ganz gerührt…. Zumindest trägt er den ersten Brief seiner Tochter an ihn jetzt immer bei sich!

Schwangerschaft die 2.

Und mein Sohn Christian???? Da ging das mit dem schwanger werden so schnell das ich nur dachte „Ah du Scheiße!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Die Geschichte seiner Geburt war etwas schwieriger und traumatisierend für mich, das habe ich euch aber schon erzählt.

Tatsächlich war ich anfangs mit der Situation dermaßen überfordert, dass ich mir eingebildet habe ihn nicht zu lieben! Als ob das gehen würde….. Dieser kleine, zuckersüße Mann….den ich immer nur knutschen möchte…. Oder aufessen… 😉

Aber das musste ich erst erkennen. Nach dem Kaiserschnitt und mit der Betreuung meiner kleinen Tochter (damals 15 Monate alt) bekam ich über die Krankenkasse eine Haushaltshilfe. Es war wirklich toll. Ich hatte Hilfe im Haushalt, meine Tochter war täglich an der frischen Luft, ich konnte entspannen und außerdem war da noch jemand, mit dem ich reden konnte. Nachdem meine damalige Haushaltshilfe und jetzige Freundin ihren Einsatz beendet hatte fiel ich in ein Loch. Obwohl sie uns regelmäßig privat besuchte (und heute noch tut) und mein Mann am Wochenende zu Hause war fühlte ich mich dennoch hilflos und allein.

 

Überforderung

Sobald die Kinder schliefen, lief ich nur noch auf Zehenspitzen herum. Wachte Cataleya auf, war kurz darauf auch Christian wach und umgekehrt.

Sie verstand die Welt nicht, warum Mama sich nicht mehr so intensiv um sie kümmern konnte und er brauchte mich dringender als alle anderen auf dieser Welt. Und dennoch, wachte Christian auf und weckte Cataleya, war ich manchmal so überfordert, das ich nicht wusste nach wem ich zuerst schauen soll. Beide auf den Arm nehmen ging nicht…

Und so saß ich manchmal Nächte lang, heulend, auf dem Boden vor Cataleyas Bett und hielt ihre Hand, während ich Christian im Arm wiegte. Es war die schwierigste und härteste Zeit meines Lebens!

Fehlende Bindung

Damals hatte ich das Gefühl, dass ich ihn nicht liebe, dass er Schuld an allem sei. Heute weiß ich, es ist und WAR NIE so.

Dennoch hat die Zeit nach seiner Geburt diese Gefühle ausgelöst. Ich habe ihn 30 Stunden nicht sehen dürfen, da ich nicht in der Lage war ohne Kreislaufzusammenbruch auf die BabyIntensiv zu gelangen.

Diese Bindung, die von Anfang an bei meiner Tochter da war, als sie mir direkt AUS meinem Bauch, AUF meinen Bauch gelegt wurde, die war nicht da. Sie musste mühsam aufgebaut und erarbeitet werden. Ich suchte daher nach professioneller Hilfe und fand diese auch sehr schnell. Die Gespräche mit der Psychologin halfen mir die Wahrheit zu erkennen. Das ich meinen Sohn über alles liebe, dennoch mit den beiden kleinen einfach überfordert war. Als ich es schaffte, mir das einzugestehen wurde es besser.

 

Lösungen für mich und die Kinder

Die Kinder wuchsen und entwickelten sich, der Haushalt blieb liegen und ich legte mich mittags auch einfach mal hin.

Wir suchten eine Tagesmama die 2x die Woche etwa 3 Stunden Cataleya betreute. Und wisst ihr was? Es war einer der besten Entscheidungen überhaupt. Cataleya war klein, fand dennoch sofort Freunde und hatte unheimlich viel Spaß! Sie entwickelte sich rasend schnell und ich konnte täglich neue Fortschritte erkennen.

Das tat auch mir gut… Und das tat auch Christian gut, denn wir hatten Zeit für uns… Zeit um die entstandene Bindung auszubauen! Cataleya kam Mittags nach Hause und da schlief Christian. Also war Cataleya-Mama-Zeit angesagt! Ich genoss das richtig!

Christian heute

Und heute?

Heute ist er ein ziemlich großer, frecher und wilder Kerl. Mit seinen knapp 3 hat er Cataleya (vom Gewicht her) mit 800g überholt. Beide tragen die gleiche Schuhgröße. Bei der Kleidung ist es ähnlich, sie Größe 110 und er 104. Sie lieben und hassen sich… Typisch Geschwister eben!

Christian ist motorisch viel weiter als es Cataleya damals war. Dafür hat er lange Zeit gebraucht um einigermaßen deutlich zu sprechen. Er hat auch länger gebraucht bis er überhaupt damit angefangen hat. Vom Laufen nicht zu sprechen. Aber hat Gesichtsausdrücke drauf, da muss ich so oft lachen… Der Wahnsinn…. Mimik und Gestik hat er ganz klar eine 1 verdient!  Er macht schwierige Puzzle schneller als seine Altersgenossen und kann unheimlich gut Dinge ertasten und benennen, die er nicht sieht. Er kann sich unheimlich viele Dinge merken und sich wunderbar alleine beschäftigen.

Mamakind

Er ist ein Mama Kind (Juhu… MEINER!)….

Da juckt es auch nicht, wenn der Papa da ist…Mit Papa wird getobt, mit Mama wird gekuschelt. Mama hier, Mama da… Christian ist so unheimlich süß, er hat ein bezauberndes Lächeln und kann einen recht schnell um den Finger wickeln… Wenn er nicht einschlafen kann kommt er ins Wohnzimmer geschlichen und schielt um die Ecke, mit diesem unheimlich süßen und frechen Grinsen welches mich schmelzen lässt.

Ich kann ihm nicht böse sein obwohl er immer wieder etwas ausheckt! (Das hat er von PAPA 😉 )
Er ist ein Trotzkopf und seine Ohren scheinen immer verstopft zu sein. Aber gleichzeitig ist er ein lieber Kerl, der seine Schwester und auch mich beschützt, wenn der Papa mal wieder das Kitzelmonster spielt.

 

Dankbarkeit

Heute bin ich sehr dankbar, dass meine Kinder nur 15 Monate auseinander sind. Obwohl die erste Zeit so schwierig war, ist es heute umso schöner.

Sie sind fast wie Zwillinge, eng miteinander verbunden und voller Liebe zueinander. Manchmal liegen Sie auf dem Sofa und kuscheln während sie etwas anschauen dürfen. Manchmal geht die große zum kleinen und küsst ihn auf den Kopf, oder der kleine geht zur großen und umarmt sie. Immer sagen sie sich, dass sie sich lieben!

Natürlich zoffen sich die beiden auch. Welche Geschwister tun das nicht? Und natürlich ärgert einer den anderen! Aber das ist ganz normal und wichtig für Ihre Entwicklung. Denn sie lernen daraus Konflikte auszutragen und zu lösen. Daher lasse ich sie meistens auch einfach machen und beobachte aus der Ferne… Solange es nicht zu schlimm wird!

Unterschiede

Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass diese beiden so unterschiedlich sein können. Und obwohl man immer meint, nach dem ersten Kind weiß man alles und das zweite läuft mit, ist es nur bedingt so!

Denn was dem einen Kind gut tut und was es liebt, kann vielleicht das zweite nicht ausstehen. Daher bringt es auch nichts Kinder miteinander zu vergleichen. Der Hühnerkampf mancher Mamas ist da echt kaum zu ertragen. Und obwohl auch ich Vergleiche ziehe zwischen meinen Kindern, mache ich das ohne Wertung.

Denn die beiden sind Menschen! Minimenschen zwar, aber dennoch voller Individualität, eigener Gefühle und Gedanken, voller Schönheit (innen wie außen) und Liebe.
Jeder von Ihnen hat seine Stärken und Schwächen, wie Erwachsenen eben auch, nur in Miniformat! Was nicht weniger anstrengend ist…. 😎

Sie bereichern mein Leben und machen es gleichzeitig kompliziert. Manchmal machen sie Blödsinn und reizen mich bis aufs Blut, so dass ich sie auf den Mond schießen möchte und dann wieder kommen sie zu mir und sagen: „Ich liebe dich Mama!“ oder „Beste Mama auf der Welt!“…. und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

 

Nobody is perfect

Aber das bin ich bestimmt nicht, die beste Mama auf der Welt, denn kein Mensch ist perfekt. Niemand ist ohne Fehler und auch ich mache sicher unheimlich viele Fehler. Aber ich gebe dennoch, täglich aufs neue, mein bestes!

Ich versuche meine Kinder zu guten Menschen zu erziehen, die zwar Selbstbewusst aber keine Egoisten sind, die das gute Gefühl kennen, wenn man jemandem geholfen hat. Die Respekt vor Menschen, Tieren und der Natur haben. Die BITTE und DANKE sagen und freundlich sind. Die für Ihre Familie und Freunde da sind und die Liebe kennen und erfahren.

Meine Kinder sollen wissen, auf Mama und Papa ist immer Verlass! Sie sollen wissen, dass sie immer zu uns kommen können, egal was ist! Die zwei sollen den Unterschied zwischen Gut und Böse bzw. Richtig und falsch kennen!

Sie sollen zu Ihrer Meinung und Ihren Überzeugungen stehen und diese ggf. auch verteidigen. Und sie sollen zusammenhalten, egal was kommt. Denn irgendwann, werden Ihre Eltern nicht mehr da sein und dann haben sie immer noch einander!

 

Geht das überhaupt?

Ich weiß, dass ist ganz schon viel… Und es kommen sicher noch viele Punkte dazu, die sich im Laufe der Jahre herauskristallisieren werden. Dennoch habe ich mir das vorgenommen!

Ob ich es schaffe, wird die Zukunft zeigen. Bis dahin wartet noch sehr viel Arbeit auf mich… Aber wenn ihr wollt, dann könnt ihr hier in Zukunft lesen, ob all das funktioniert hat! Ich bin jedenfalls sehr gespannt was die Zukunft bringt!

  • Wie seht ihr das? Ist das machbar?
  • Wie macht ihr das mit euren Kindern?

 

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2 Gedanken zu „Kinder – Minimenschen individuell

  • 8. Januar 2017 um 17:24
    Permalink

    Was soll ich sagen 🙂

    Dieser Artikel ist wieder so wunderschön geschrieben.
    Echt perfekt
    Ich finde du bist eine fantastische Mutter und deine 2 sind bezaubernd. Du (ihr natürlich) erzieht sie zu wundervollen Kleinen Persönlichkeiten…

Kommentare sind geschlossen.